3 Verschiedene pädagogische Ansätze in den unterschiedlichen Lehr- und Lernsituationen

Inhalt und Kompetenzen:

Das Modul 301 Grundlagen der Heilpädagogik bespricht wichtige Entwicklungen in der Geschichte, der Gegenwart und Zukunft der Heilpädagogik. Grundlegende Theorien, herausragende Strömungen und deren Repräsentant*innen werden diskutiert. Vergleiche bei der Diagnose, Förderung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen werden gezogen.
Auf folgende Fragen werden Antworten gesucht:

  • Sind Menschen mit Behinderungen Teil des Alltagslebens?
  • Können Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft teilhaben?
  • Was verstehen wir unter dem Normalisierungsprinzip?
  • Was verstehen wir unter Etikettierung und Stigmatisierung?
  • Ist Inklusion besser als Separation, damit Menschen mit Behinderung an unserer Gesellschaft teilhaben können?
  • Können Behinderte selbstbestimmt wohnen und leben?
  • Macht es für Menschen mit Behinderungen einen Unterschied, ob sie im Ersten Arbeitsmarkt oder in Beschäftigungswerkstätten arbeiten?

Schlüsselwörter:

Grundlagen der Heilpädagogik, Inklusion, Teilhabe an Gesellschaft, Normalisierungsprinzip

Literatur und Quellen:

Biewer, G. (2017). Grundlagen der Heilpädagogik und der Inklusiven Pädagogik Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt

Inhalt und Kompetenzen:

Im Modul 302 Integrative Didaktik erarbeiten Sie grundlegende, sowohl theoretische wie praktische Kenntnisse zur integrativen/inklusiven Pädagogik und Didaktik. Als erstes führt das Modul zur Klärung wesentlicher Begriffe in Bezug auf die integrative/inklusive Schulung. Nachfolgend erörtern Sie legistische und organisatorische Aspekte und förderliche Rahmenbedingungen. Sie lernen grundlegende Ziele und Prinzipien eines binnendifferenzierten Unterrichts von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Beeinträchtigungen kennen. Weiter beschäftigen Sie sich ausführlich mit Modellen einer integrativen/inklusiven Didaktik und den Aspekten der Unterrichtsplanung und -gestaltung. Die Diskussion von speziellen Aspekten integrativer/inklusiver Didaktik und die Bearbeitung offener Fragen und Dilemmata runden das Thema ab. Zusammenfassend formuliert geht es im Modul 302 insbesondere um die Erweiterung von Ihren konkreten Handlungskompetenzen im Bereich integrativer/inklusiver Schulung. Dabei fokussieren Sie bei der Auseinandersetzung mit den Lerninhalten somit immer auf die Ebene des Unterrichts.

Schlüsselwörter:

Integration, Inklusion, Differenzierung

Literatur und Quellen:

Bühler-García, G. (2012). Gemeinsam für Vielfalt : Briefe an eine Lehrerin / Georg Bühler-García. Bern: Ed. SZH.

Buholzer, A. & Kummer Wyss, A. (Hrsg.) (2012). Alle gleich - alle unterschiedlich: zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Zug: Klett und Balmer.

Feyerer, E. (2010). Integrative Didaktik. Brig: Universitäre Fernstudien Schweiz, Studienzentrum Brig.

Lienhard, P. (2015). Rezeptbuch schulische Integration : auf dem Weg zu einer inklusiven Schule / Peter Lienhard-Tuggener ; Klaus Joller-Graf ; Belinda Mettauer Szaday (2. aktualisierte Aufl.). Bern: Haupt.

Luder, R., Kunz, A., & Müller Bösch, C. (Hrsg.). (2014). Inklusive Pädagogik und Didaktik. Zürich: Publ.-Stelle der PH.

Inhalt und Kompetenzen:

Im Modul 303 Integrative Schulentwicklung setzen sich die Studierenden mit inklusiver Schulentwicklung auseinander, indem sie verschiedene Kriterien dieser Schulentwicklung kennenlernen und an ihrer eigenen Schule überprüfen (zum Teil und nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit der Schulleitung). Sie können die laufende Debatte zur Frage „Ist Integration in heilpädagogischen Institutionen möglich?“ und zum Thema „Integration und/oder Inklusion“ nachvollziehen und eigene Standpunkte definieren und vertreten.

Ausserdem lernen die Studierenden die relevanten Kriterien der Personal-, Organisations- und Qualitätsentwicklung von integrativen Schulen kennen.

Folgende Inhalte und Leitfragen dienen zur Strukturierung des Moduls:

  • Unterschied zwischen Unterrichtsentwicklung und Schulentwicklung
  • Ist Integration in heilpädagogischen Institutionen möglich?
  • Integration und/oder Inklusion: Der Index für Inklusion
  • Entwicklungen der inklusiven Beschulung von Kindern und Jugendlichen, deren Diskussion und Beurteilung
  • Personal- und Organisationsentwicklung an integrativen Schulen
  • Qualitätsentwicklung an integrativen Schulen

Schlüsselwörter:

Schulentwicklung an inklusiven Schulen, Index für Inklusion

Literatur und Quellen:

Booth, T. & Ainscow, M. (2019). Index für Inklusion. Weinheim: Beltz.

Inhalt und Kompetenzen:

Die wirksame Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten wird bei der Schulischen Heilpädagogik als wichtigster Erfolgsfaktor bezeichnet. Entsprechend wichtig ist es, dass die Studierenden ihre Kompetenzen für die Zusammenarbeit beobachten, dokumentieren, analysieren und beurteilen. Dabei gilt es die eigenen Stärken zu erkennen und Defizite auszumachen und Strategien für deren Kompensation zu lernen und anzuwenden.

Mittels des Moduls 313 Zusammenarbeit arbeiten die Studierenden an folgenden Zielsetzungen (Lernziele und Kompetenzen):

  • Die Studierenden klären ihre Rolle und Aufgaben als Schulische Heilpädagogin/Schulischer Heilpädagoge und kennen die Rolle und die Aufgaben von Klassenlehrpersonen.
  • Die Studierenden können ihre Kompetenzen bei der Zusammenarbeit in inter- und transdisziplinären Teams beobachten, dokumentieren, analysieren und beurteilen.
  • Sie kennen wichtige Gelingensbedingungen, Faktoren und Techniken und für eine wirksame Kommunikation mit unterschiedlichen Adressat*innen.

Schlüsselwörter:

Rolle und Aufgaben von Schulischen Heilpädagog*innen, Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen und Schulischen Heilpädagog*innen

Literatur und Quellen:

Mutzeck, W. (2005). Kooperative Beratung. Weinheim: Beltz.

Steppacher, J. (o.J.). Zusammenarbeit in der integrativen Schule. Zürich: HfH.

Schlee, J. (2019). Kollegiale Beratung und Supervision für pädagogische Berufe.

Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Arbeitsbuch. Stuttgart: Kohlhammer.