Ausbildung

Die berufspraktische Ausbildung setzt sich aus verschiedenen Praktika in unterschiedlichen Klassen (1H bis 8H) der Primarstufe zusammen. Diese umfassen etwa einen Drittel der Ausbildung. Die Studierenden werden in diesem Prozess von einer ausgebildeten Praktikumslehrperson und von den PH-Besuchern begleitet.

Das Prinzip der dualen Ausbildung (Theorie-Praxis-Bezug) schafft einen Dialog aus fachtheoretischem Unterricht an der Hochschule und beruflichen Handlungskompetenzen, die im Verlauf der Praktika aufgebaut werden. Für jedes Praktikum werden klare Ziele in Form von themenspezifischen Kriterien festgelegt und die Verknüpfung von Theorie und Praxis wird über berufspraktische Aufträge aus den Fachdidaktiken sichergestellt.

Die Rollen der Praktikumslehrpersonen (PLP) und der PH-Besucher sind eindeutig definiert. Allen stehen Instrumente zur Beobachtung und Begleitung der Studierenden im berufspraktischen Einsatz zur Verfügung, unter Berücksichtigung ihres jeweiligen Ausbildungsstandes sowie ihrer bisher gemachten Erfahrungen.

CAS Praktikumslehrperson

prof hepvs01

Die Lehrperson setzt sich in ihrem Beruf mit diesen acht Berufsfeldern auseinander:

  1. Gesellschaft und Schulsystem
  2. Schule und Schulentwicklung
  3. Unterrichtsführung und Unterrichtsklima
  4. Planung, Durchführung und Evaluation
  5. Entwicklung des Kindes und Heterogenität
  6. Einführung in die Didaktik
  7. Stundenspezifischer Unterricht : Basisstufe
    Stundenspezifischer Unterricht : Primarstufe
  8. Ausbildung Praxisreflexion

Das Gesetz über die PH-VS und die Vorschriften der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) geben die Unterrichtsbereiche vor, die von einer Pädagogischen Hochschule abzudecken sind. Aus der Verbindung von Berufsfeldern und den vorgeschriebenen Unterrichtsbereichen entstehen die an der PH-VS unterrichteten Lehrveranstatlungen. Die Studierenden absolvieren 59 Pflichtveranstaltungen und wählen 2 weitere aus einer Palette von Wahlthemen.

 

 

Die PH-VS bildet in der sechssemestrigen Grundausbildung auf tertiärem Nivau Lehrpersonen für den Unterricht in den beiden ersten Zyklen (1H - 8H) aus. Während der Ausbildung werden die Grundlagen für die erforderlichen beruflichen Handlungskomptenzen erworben. Der Unterricht ist in mehreren Berufsfeldern organisiert.

Die PH-VS legt in der Grundausbildung Wert auf einen intensiven Theorie-Praxis-Bezug. Rund ein Drittel der Ausbildungszeit wird für die berufspraktische Ausbildung in den Schulen des Wallis verwendet.
Die Grundausbildung wird an den beiden Standorten Brig und Saint-Maurice durchgeführt. Die Studierenden absolvieren mindestens zwei Semester ihrer Ausbildung im anderen Sprachraum. Neben dem kulturellen Austausch wird besonders die Förderung der Zweisprachigkeit angestrebt. Auf Wunsch kann ein zweisprachiges Diplom erworben

Die Ausbildung ist modular aufgebaut.

Studiendauer und ECTS-Kreditpunkte

Die Ausbildung beginnt im September und dauert 6 Semester. Die Generalistenausbildung erlaubt es den zukünftigen Lehrpersonen in den Kassen 1H bis 8H zu unterrichten.  

Neben dem Lehrdiplom erwerben die Studierenden mit den insgesamt 180 Kreditpunkten nach dem «European Credit Transfer System» (ECTS) ein Bachelordiplom.

Ausbildungsorte

Brig (deutschsprachiger Teil des Kantons Wallis)

St-Maurice (französischsprachiger Teil des Kantons Wallis).

Kosten

Schweizer Bürger:
  • CHF 100 zu Beginn der Ausbildung für die Verwaltungs- und Aufnahmegebühren (einmalig)
  • CHF 500 pro Semester (persönlisches Schulgeld)
  • CHF 200 pro Semester (Verwaltungsgebühren - Beitrag zu den Studienkosten)
Ausländische Staaatsbürger:
  • CHF 100 zu Beginn der Ausbildung für die Verwaltungs- und Aufnahmegebühren (einmalig) 
  • CHF 13 '000 pro Jahr (persönliches Schulgeld) 
  • CHF 200 pro Semester (Verwaltungsgebühr - Beitrag zu den Studienkosten)

 

Die PH-VS verleiht folgende Titel:

  • Lehrdiplom für die Basis- und Primarstufe oder Bilinguales Lehrdiplom für die Basis- und Primarstufe
  • «Bachelor of Arts in PrePrimary and Primary Education HEP-VS»

Die Generalisten-Ausbildung an der PH-VS führt zu einer Unterrichtsberechtigung auf der Primarstufe für die Klassen 1H bis 8H nach HarmoS in allen Fächern und Bereichen.

Die verliehenen Titel ermöglichen eine Fortsetzung des Studiums:

  • Ohne Ergänzungsleistungen:
    • Master in Heilpädagogik
    • Interdisziplinärer Master «Kinderrechte»
    • Zertifikatslehrgänge (CAS, DAS, MAS) in den französischsprachigen Kantone für den Unterricht in «Activités créatrices» (Bildnerisches und Technisches Gestalten) oder «Economie familiale» (Wirtschaft, Arbeit, Haushalt)
    • Master in Fachdidaktik
  • Mit Ergänzungsleistungen (im Prinzip 30 ECTS):
    • Master in Erziehungswissenschaften
    • Master in Sozialwissenschaften

Anerkennung

Dieses Diplom wird in der ganzen Schweiz anerkannt (Beschluss der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren vom 29. Juni 2004).

Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, um am Aufnahmeverfahren der PH-VS teilzunehmen.

A. Aufnahme ohne Zulassungsprüfung:

  • Kantonale gymnasiale oder eidgenössische Matura
  • Fachmatura Pädagogik
  • Passerelle DUBS
  • Fachhochschulabschluss

Die Frist für den Erhalt des erforderlichen Titels endet am 27. Juni 2018.

Anmeldeschluss ist der 16. März 2018.

Infos Kandidaten 2018

 

B. Aufnahme mit Zulassungsprüfung:

  • Berufsmatura
  • EFZ nach einer anerkannten und mindestens dreijährigen Berufsausbildung, gefolgt von einer beruflichen Tätigkeit von mindestens drei Jahren

Die Frist für den Erhalt des erforderlichen Titels endet am 27. Juni 2018. Die Zulassungsprüfung wird von der PH-VS durchgeführt. Die Richtlinien für Zulassungsprüfungen und Beispieltests sind unter www.phvs.ch abrufbar.

Anmeldeschluss ist der 16. März 2018.

Infos Kandidaten 2018

Richtlinien Zulassungprüfungen 2018

 

Prüfungsbeispiele für die Zulassungsprüfung:

          

C. Aufnahme sur Dossier

Eine Aufnahme sur Dossier ist möglich, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • 30-jährig oder älter.
  • Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung von mindestens drei Jahren auf der SekundarstufeII.
  • Eine berufliche Tätigkeit von  mindestens drei Vollzeitjahren oder einer gleichwertigen Teilzeitarbeitszeit über sieben Jahre.
  • Schweizer Nationalität oder Inhaber einer Aufenthaltsbewilligung mit einer Arbeitsbewilligung seit mindestens fünf Jahren.
  • Nachweis einer Ausbildung von mindestens fünf Jahren in der L1 oder – wenn icht vorhanden - vorweisen eines Zertifikats, welches das Niveau C2 nach dem europäischen Referenzrahmen bestätigt.

Anmeldeschluss ist der 15. Dezember 2017. 

Infos Kandidaten 2018

Richtlinien über das regionale Aufnahmeverfahren Aufnahme sur Dossier

 

Anerkennung von Vorerfahrungen (VAE - Validation des acquis de l'expérience) 

Ziel des VAE-Verfahrens ist die Anerkennung von Kenntnissen, Kompetenzen und Fertigkeiten, die vor Beginn der Ausbildung informell erworbenen wurden und die den in der Grundausbildung an der PH-VS angestrebten Kenntnissen, Kompetenzen und Fertigkeiten entsprechen. Nach der Analyse des Dossiers kann gegebenenfalls eine Teildispens vom Studienprogramm gewährt werden. Diese Dispens entspricht maximal 60 ECTS-Kreditpunkten aus dem Studienplan der Grundausbildung.

Richtlinien über das regionale Validierungsverfahren Validation des acquis de l'éxperience (VAE)

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