Ausbildung

Inhalt und Kompetenzen:

Kontextfaktoren spielen bei der (schulischen) Entwicklung der Kinder eine bedeutende Rolle. In diesem Modul setzen sich die Studierenden mit diesen Bedingungen auseinander, die an verschiedenen Schnitt-stellen zwischen Lernorten und in Lebensphasen auf die Kinder wirken können. Die soziale Lebenslage der Kinder beeinflusst ebenfalls die Schullaufbahn und den Schulerfolg. Dies gilt im Fall einer gelingenden Sozialisation, aber umso mehr im Fall einer problematischen Sozialisation. Im Modul 404 gehen wir der Frage nach, welche Bedingungen aus dem Kontext der Kinder für die wechselseitigen Prozesse an den verschiedenen Lern- und Entwicklungsorten Einfluss nehmen, und insbesondere wie diese mit schulsys-temimmanenten Faktoren zusammenwirken. Das bessere Verständnis dieser Vorgänge soll ermöglichen, den eigenen Handlungsspielraum als Lehrperson zu erweitern.

Neben der Kenntnis von bildungssoziologischen Theorien (1) sollen Erkenntnisse aus Untersuchungen (2) in die Diskussionen einfliessen. Daneben werden relevante Themenfelder wie Benachteiligungen und Ungleichheiten (3), u.a. angesprochen. Schliesslich fokussiert das Modul darauf, Praxissituationen an-hand bildungssoziologischen Ansätzen zu diskutieren und Handlungsalternativen für die (heil-)pädagogische Praxis (4) zu entwickeln.

Schlüsselwörter:

Sozialisation, Chancengerechtigkeit, Benachteiligungen, Ungleichheiten

Literatur und Quellen:

Hörner, W., Drinck, B., & Jobst, S. (2008). Bildung, Erziehung, Sozialisation. Opladen & Far-mington Hills MI: UTB.

Horstkemper, M., & Tillmann, K.-J. (2016). Sozialisation und Erziehung in der Schule. Bad Heilbrunn: UTB Klinkhardt, Julius.

Niederbacher, A. & Zimmermann, P. (2011). Grundwissen Sozialisation : Einführung zur So-zialisation im Kindes- und Jugendalter (4., überarb. und aktualisierte Aufl.). Wiesbaden: VS-Verlag.

Raithel, J., Dollinger, B., & Hörmann, G. (2008). Einführung Pädagogik. Wiesbaden: VS Ver-lag.

Inhalt und Kompetenzen:

Das Modul ist als Lektüre und Diskussionsveranstaltung konzipiert und behandelt ein Spektrum aktueller Themen. Als Ziele im Modul 407 können zum einen die Auseinandersetzung und die Sensibilisierung in Bezug auf die Thematik genannt werden. Des Weiteren wird eine kritische Reflexion des eigenen (unterrichtlichen) Handelns und der (Schul-) Strukturen angestrebt. Die Modulschwerpunkte sind folgende: Klärung relevanter Begriffe wie Geschlecht, gender, Heterogenität, Diversity; die Auseinandersetzung mit Geschlecht als auch Behinderung als gesellschaftliche Konstrukte; diskutiert werden intersektionale Aspeke und schliesslich wird Gender Mainstreaming an der Schule thematisiert.

Schlüsselwörter:

Geschlecht, gender, Heterogenität, Diversity & Disability, intersektionale Aspekte, Mainstreaming

Literatur und Quellen:

Jacob, J.; Köbsell, S. & Wollrad, E. (Hrsg.) (2010). Gendering Disability. Intersektionale

Aspekte von Behinderung und Geschlecht. Bielefeld: transcript.

Walgenbach, K. (2017). Heterogenität - Intersektionalität - Diversity in der Erziehungswissenschaft (2., durchgesehene Auflage). Opladen, Toronto: Barbara Budrich.

Gender/Geschlecht; Heterogenität; Diversity; Disability; Intersektionalität; Gender Mainstreaming.

Inhalt und Kompetenzen:

Das Modul führt in verschiedene Formen von Verhaltensauffälligkeiten/-störungen ein und thematisiert den Umgang in der Schule/im Unterricht. Thematisch werden im Verlauf des Moduls die folgenden Schwerpunkte bearbeitet: Abweichende externalisierende und internalisierende Verhaltensweisen; Störungen des Sozialverhaltens; Hyperaktivitätsstörungen (ADHS); Angststörungen; Affektive Störungen; Belastungs- und Anpassungsstörungen sowie verschiedene Modelle der Intervention/der Förderung.

Das Modul verfolgt die folgenden Lernziele: Die/Der Studierende kann verschiedene Verhaltensauffälligkeiten/-störungen in der Schule und/oder im Unterricht erkennen und beschrieben. Sie/Er erkennt und versteht die mit dem Phänomen einhergehenden Erklärungsansätze und nutzt diese im (beruflichen) Alltag. Sie/Er ist in der Lage angemessene Interventions- und Lösungsstrategien zu entwickeln, diese im Unterricht/in der Schule einzuplanen und umzusetzen. Die/Der Studierende kann einschätzen, ob und welche Fachpersonen beigezogen werden müssen. Darüber hinaus nimmt die Studentin/der Student die Haltung der reflektierenden Praktikerin/des reflektierenden Praktikers ein. Das professionelle Handeln der/des Studierenden unterstützt die soziale Integration des Kindes im Berufsfeld.

Schlüsselwörter:

Verhaltensauffälligkeiten/-störungen, AD(H)S, Intervention, Förderung

Literatur und Quellen:

Petermann, F.; Hatzke, H.; Gerken, N. & Walter, H.-J. (2016). Verhaltenstraining für Schulanfänger. Ein Programm zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen (4., aktual. Auflage). Göttingen: Hogrefe.

Petermann, F., Koglin, U., Marées N. & Petermann, U. (2019). Verhaltenstraining in der Grundschule: Ein Programm zur Förderung emotionaler und sozialer Kompetenzen (3., überarbeitete Auflage). Göttingen: Hogrefe.

Steinhausen, H.-C. (2016). Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Lehrbuch der Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie (8. Auflage). München: Urban & Fischer Verlag.

Verhaltensauffälligkeiten; Verhaltensstörungen; Soziale Integration.

Inhalt und Kompetenzen:

Der Bereich Berufspraktische Ausbildung (BPA) und Reflexive Praxis ist in die Module 501, 502, 503.1, 503.2 und 504 aufgeteilt. Die Studierenden erarbeiten in diesen Modulen berufsbegleitend umfassende Berufspraktische Kompetenzen. Diese sind in der Referenzliste der Kompetenzen abgebildet. Die Module 501 bis 503.1 sind aufbauende jährliche Praxisphasen. Die Studierenden setzen in diesen Phasen jeweils selbständig Arbeitsschwerpunkte. Diese leiten sie im Detail aus der Referenzliste der Kompetenzen ab.

Die Abschlüsse der Module 501, 502 und 503.1 erfolgen jährlich. Die erworbenen berufspraktischen Kompetenzen werden im 3. Studienjahr im Rahmen des Moduls 501.3 in einer Berufspraktischen Prüfung (BP) evaluiert.

Das Modul 503.2 Spezifische Praktika rundet die berufspraktischen Kenntnisse ab, indem 8 Praktikumstage in verschiedenen heil- und sonderpädagogischen Strukturen (Institutionen) absolviert werden. Ein persönlicher Reflexionsbericht dient für die Leistungsbewertung in diesem Modul 503.2.

Schliesslich fokussiert das Modul 504 Reflexive Praxis während 3 Ausbildungsjahren in einer intensiven Auseinandersetzung auf die Entwicklung der professionellen Identität als Schulische Heilpädagogin. Eine Kompetenzbilanz (KB) schliesst als Nachweis der Kompetenzentwicklung am Ende der Ausbildung dieses Modul ab.

Schlüsselwörter:

Professionskompetenzen, Schulische Heilpädagogik, Praxisreflexion

Literatur und Quellen:

Pädagogische Hochschule Wallis (PH-VS) (2018). Referenzliste der Kompetenzen (2018). Zugriff am 15.05.2020 auf der Website der PH-VS, Brig: http://www.hepvs.ch/images/F_MAES/3_Liste_der_Kompetenzen_mit_Indiaktoren_MA_SHP_5.pdf.

Inhalt und Kompetenzen:

Das Modul führt in das wissenschaftliche Arbeiten sowie in wissenschaftliche Forschungszugänge ein. Ein erster Schwerpunkt des Moduls 615 liegt in der Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und umfasst die folgenden Themen: Nutzen des wissenschaftlichen Arbeitens; Qualitätskriterien für wissenschaftliches Arbeiten; die Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit; Präsentation wissenschaftlicher Erkenntnisse. Das Modul wird zudem in die Grundlagen sozialwissenschaftlicher Forschung einführen.

Folgende Lernziele werden im Modul 615 verfolgt: Anhand von Aufgaben und Übungen werden Kompetenzen im wissenschaftlichen Schreiben vermittelt. Es wird eine doppelte Strategie verfolgt: Zum einen werden die wissenschaftlichen Standards erarbeitet (d.h. die formalen Aspekte des wissenschaftlichen Schreibens wie Zitiertechniken, Quellennachweis, wissenschaftlicher Schreibstil, usw.), zum anderen wird der Prozess des wissenschaftlichen Schreibens trainiert und eingeübt (Argumentation, Gliederung, usw.). Zudem soll ein Verständnis für die Phasen eines Forschungsprozesses entwickelt werden (Themenfindung, Recherche, Exzerpieren, Argumentation, Zusammenfassen, usw.). Die/Der Studierende kennt die Merkmale und Gütekriterien wissenschaftlichen Arbeitens. Die/Der Studierende kennt die Arbeitsphasen im Prozess wissenschaftlichen Vorgehens (exemplarischer Forschungsprozess). Die/Der Studierende kennt die formalen Grundlagen zur Gestaltung einer wissenschaftlichen Arbeit.

Schlüsselwörter:

Wissenschaftliches Arbeiten, sozialwissenschaftliche Forschung, Forschungsprozess, Gütekriterien

Literatur und Quellen:

Aeppli, J.; Gasser, L.; Gutzwiller, E. & Tettenborn, A. (2011): Empirisches wissenschaftliches Arbeiten. Ein Studienbuch für die Bildungswissenschaften (2., durchgesehene Auflage). Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

Döring, N. & Bortz, J. (2016): Forschungsmethoden und Evaluation in den Sozial- und Humanwissenschaften (5. Vollständig überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Auflage). Berlin: Springer.

Heesen, B. (2014): Wissenschaftliches Arbeiten. Methoden für das Bachelor-, Master- und Promotionsstudium (3. Auflage). Berlin: Springer Gabler.

Wissenschaft; wissenschaftliches Arbeiten; Recherchieren; Zitieren und Bibliographieren; wissenschaftliches Schreiben.

Inhalt und Kompetenzen:

Das Modul führt in quantitative und qualitative wissenschaftliche Forschungszugänge ein und gibt einen Überblick über die wichtigsten Datenerhebungs- und Auswertungsmethoden. Der eine Modulschwerpunkt liegt auf der quantitativen Datenerhebung und Datenanalyse und vermittelt darin grundlegende Kenntnisse. Im Modul lernen die Studierenden verschiedene Möglichkeiten der numerischen (quantitativen) Datenerhebung kennen und wie man diese Daten aufbereitet und analysiert (deskriptive Statistik). Die Studierenden können numerische Daten erzeugen, einfache Auswertungen durchführen (SPSS) und bestehende Analysen kritisch hinterfragen. Ein zweiter Schwerpunkt richtet den Fokus auf die qualitativen Methoden. Dabei widmet sich dieser zweite Teil der Erhebung und der Auswertung von Interview- bzw. Beobachtungsdaten. Die Studierenden lernen verschiedene Interviewformen kennen und wie diese Daten weiterverarbeitet werden. Zudem erwerben die Modulteilnehmenden methodische Grundlagen zur Auswertung qualitativer Daten (bspw. mittels grounded theory oder qualitativer Inhaltsanalyse). Im Verlauf des Moduls erhalten die Studierenden mehrfach Gelegenheit in individueller Arbeit und in heterogenen Lerngruppen einzelne Schritte der Datenerhebung und deren Auswertung zu üben. Ferner ermöglicht die Veranstaltung den Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit mit unterschiedlicher Datenerhebungs- und Auswertungssoftware.

Schlüsselwörter:

Quantitative und qualitative Forschung, Methoden, Datenerhebung und -auswertung, Statistik

Literatur und Quellen:

Ackermann F, Ley T, Machold C & Schrödter M. (Hrsg) (2012). Qualitatives Forschen in den Erziehungswissenschaften. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Döring, N. & Bortz, J. (2016): Forschungsmethoden und Evaluation für Sozial- und Humanwissenschaften (5., vollständig überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Auflage). Heidelberg: Springer Medizin Verlag.

Eckle-Kohler, J. & Kohler, M. (2011). Eine Einführung in die Statistik und ihre Anwendungen (2. Auflage). Berlin Heidelberg: Springer.

Kirchhoff , S., Kuhnt , S., Lipp P. & Schlawin , S. (2010). Der Fragebogen. Datenbasis, Konstruktion und Auswertung (5. Auflage). Wiesbaden: Springer.

Inhalt und Kompetenzen:

Die Studierenden zeigen beim Verfassen einer Masterarbeit auf, dass sie eigenständig eine Forschungsfrage im Themenfeld der Schulischen Heilpädagogik theoretisch und konzeptuell bearbeiten können. Sie befassen sich vertieft mit einem heilpädagogischen Thema. Das erarbeitete Fachwissen präsentieren sie anhand der vorgegebenen wissenschaftlichen Kriterien. In diesem Forschungsprozess werden sie begleitet von Betreuer*innen der Pädagogischen Hochschule. Mit dem Verfassen der wissenschaftlichen Masterarbeit zeigen die Studierenden am Ende ihrer Ausbildung auf gezieltes Fachwissen konkret mit dem Berufsfeld der Schulischen Heilpädagogik in Bezug setzen und für ihre Praxis nutzen können.

Schlüsselwörter:

Masterarbeit, Problem- und Fragestellung, Forschungsprozess, Recherche, empirische Forschung

Literatur und Quellen:

Richtlinien zum Zitieren und Bibliographieren an der PH-VS.

Richtlinie 05_08 zur Durchführung und Verwertung von Diplomarbeiten (Richtlinien des Direktionsrats) vom 24. April 2018. Zugriff am 15. Mai 2020 unter https://candidat.hepl.ch/cms/accueil/formations-a-lenseignement/master-enseignement-specialise/memoire-de-master.html

Roos, M. & Leutwyler, B. (2017). Wissenschaftliches Arbeiten im Lehramtsstudium. Recherchieren, schreiben, forschen. Bern: Huber.

Inhalt und Kompetenzen:

Das Modul 301 Grundlagen der Heilpädagogik bespricht wichtige Entwicklungen in der Geschichte, der Gegenwart und Zukunft der Heilpädagogik. Grundlegende Theorien, herausragende Strömungen und deren Repräsentant*innen werden diskutiert. Vergleiche bei der Diagnose, Förderung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen werden gezogen.
Auf folgende Fragen werden Antworten gesucht:

  • Sind Menschen mit Behinderungen Teil des Alltagslebens?
  • Können Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft teilhaben?
  • Was verstehen wir unter dem Normalisierungsprinzip?
  • Was verstehen wir unter Etikettierung und Stigmatisierung?
  • Ist Inklusion besser als Separation, damit Menschen mit Behinderung an unserer Gesellschaft teilhaben können?
  • Können Behinderte selbstbestimmt wohnen und leben?
  • Macht es für Menschen mit Behinderungen einen Unterschied, ob sie im Ersten Arbeitsmarkt oder in Beschäftigungswerkstätten arbeiten?

Schlüsselwörter:

Grundlagen der Heilpädagogik, Inklusion, Teilhabe an Gesellschaft, Normalisierungsprinzip

Literatur und Quellen:

Biewer, G. (2017). Grundlagen der Heilpädagogik und der Inklusiven Pädagogik Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt

Inhalt und Kompetenzen:

Im Modul 302 Integrative Didaktik erarbeiten Sie grundlegende, sowohl theoretische wie praktische Kenntnisse zur integrativen/inklusiven Pädagogik und Didaktik. Als erstes führt das Modul zur Klärung wesentlicher Begriffe in Bezug auf die integrative/inklusive Schulung. Nachfolgend erörtern Sie legistische und organisatorische Aspekte und förderliche Rahmenbedingungen. Sie lernen grundlegende Ziele und Prinzipien eines binnendifferenzierten Unterrichts von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Beeinträchtigungen kennen. Weiter beschäftigen Sie sich ausführlich mit Modellen einer integrativen/inklusiven Didaktik und den Aspekten der Unterrichtsplanung und -gestaltung. Die Diskussion von speziellen Aspekten integrativer/inklusiver Didaktik und die Bearbeitung offener Fragen und Dilemmata runden das Thema ab. Zusammenfassend formuliert geht es im Modul 302 insbesondere um die Erweiterung von Ihren konkreten Handlungskompetenzen im Bereich integrativer/inklusiver Schulung. Dabei fokussieren Sie bei der Auseinandersetzung mit den Lerninhalten somit immer auf die Ebene des Unterrichts.

Schlüsselwörter:

Integration, Inklusion, Differenzierung

Literatur und Quellen:

Bühler-García, G. (2012). Gemeinsam für Vielfalt : Briefe an eine Lehrerin / Georg Bühler-García. Bern: Ed. SZH.

Buholzer, A. & Kummer Wyss, A. (Hrsg.) (2012). Alle gleich - alle unterschiedlich: zum Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht. Zug: Klett und Balmer.

Feyerer, E. (2010). Integrative Didaktik. Brig: Universitäre Fernstudien Schweiz, Studienzentrum Brig.

Lienhard, P. (2015). Rezeptbuch schulische Integration : auf dem Weg zu einer inklusiven Schule / Peter Lienhard-Tuggener ; Klaus Joller-Graf ; Belinda Mettauer Szaday (2. aktualisierte Aufl.). Bern: Haupt.

Luder, R., Kunz, A., & Müller Bösch, C. (Hrsg.). (2014). Inklusive Pädagogik und Didaktik. Zürich: Publ.-Stelle der PH.

Inhalt und Kompetenzen:

Im Modul 303 Integrative Schulentwicklung setzen sich die Studierenden mit inklusiver Schulentwicklung auseinander, indem sie verschiedene Kriterien dieser Schulentwicklung kennenlernen und an ihrer eigenen Schule überprüfen (zum Teil und nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit der Schulleitung). Sie können die laufende Debatte zur Frage „Ist Integration in heilpädagogischen Institutionen möglich?“ und zum Thema „Integration und/oder Inklusion“ nachvollziehen und eigene Standpunkte definieren und vertreten.

Ausserdem lernen die Studierenden die relevanten Kriterien der Personal-, Organisations- und Qualitätsentwicklung von integrativen Schulen kennen.

Folgende Inhalte und Leitfragen dienen zur Strukturierung des Moduls:

  • Unterschied zwischen Unterrichtsentwicklung und Schulentwicklung
  • Ist Integration in heilpädagogischen Institutionen möglich?
  • Integration und/oder Inklusion: Der Index für Inklusion
  • Entwicklungen der inklusiven Beschulung von Kindern und Jugendlichen, deren Diskussion und Beurteilung
  • Personal- und Organisationsentwicklung an integrativen Schulen
  • Qualitätsentwicklung an integrativen Schulen

Schlüsselwörter:

Schulentwicklung an inklusiven Schulen, Index für Inklusion

Literatur und Quellen:

Booth, T. & Ainscow, M. (2019). Index für Inklusion. Weinheim: Beltz.

Inhalt und Kompetenzen:

Die wirksame Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten wird bei der Schulischen Heilpädagogik als wichtigster Erfolgsfaktor bezeichnet. Entsprechend wichtig ist es, dass die Studierenden ihre Kompetenzen für die Zusammenarbeit beobachten, dokumentieren, analysieren und beurteilen. Dabei gilt es die eigenen Stärken zu erkennen und Defizite auszumachen und Strategien für deren Kompensation zu lernen und anzuwenden.

Mittels des Moduls 313 Zusammenarbeit arbeiten die Studierenden an folgenden Zielsetzungen (Lernziele und Kompetenzen):

  • Die Studierenden klären ihre Rolle und Aufgaben als Schulische Heilpädagogin/Schulischer Heilpädagoge und kennen die Rolle und die Aufgaben von Klassenlehrpersonen.
  • Die Studierenden können ihre Kompetenzen bei der Zusammenarbeit in inter- und transdisziplinären Teams beobachten, dokumentieren, analysieren und beurteilen.
  • Sie kennen wichtige Gelingensbedingungen, Faktoren und Techniken und für eine wirksame Kommunikation mit unterschiedlichen Adressat*innen.

Schlüsselwörter:

Rolle und Aufgaben von Schulischen Heilpädagog*innen, Zusammenarbeit zwischen Lehrpersonen und Schulischen Heilpädagog*innen

Literatur und Quellen:

Mutzeck, W. (2005). Kooperative Beratung. Weinheim: Beltz.

Steppacher, J. (o.J.). Zusammenarbeit in der integrativen Schule. Zürich: HfH.

Schlee, J. (2019). Kollegiale Beratung und Supervision für pädagogische Berufe.

Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Arbeitsbuch. Stuttgart: Kohlhammer.

Inhalt und Kompetenzen:

Im Modul werden Kompetenzen für eine der spezifischen Aufgaben der Heilpädagogin / des Heilpädagogen erworben: die Lernsituation der Klasse oder der einzelnen Schülerinnen und Schüler differenziert zu analysieren, um eine passgenaue Förderung zu konzipieren.

Im Modul wird aus der breiten Palette der mehr oder weniger einheitlichen Vorgehensweisen der Schulen in der Schweiz eine Systematik vorgeschlagen, an der sich der Prozess der Förderdiagnostik und Förderplanung orientieren kann. Modellhaft wird ein Förderplanzyklus vorgestellt, dessen einzelne Elemente Schritt für Schritt möglichst praxisnah erläutert werden. Dieses Vorgehen orientiert sich am bio-psycho-sozialen Modell der ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health).

Die Studierenden werden dabei schrittweise angeleitet ihre Kenntnisse der Förderdiagnostik und Förderplanung an einem Fallbeispiel in der Praxis umzusetzen

Schlüsselwörter:

Förderprozesse, Förderdiagnostik, Förderplan, ICF

Literatur und Quellen:

Buholzer, A. (2014). Von der Diagnose zur Förderung. Grundlagen für den integrativen Unterricht. Zug: Klett und Balmer.

Hollenweger, J. (2014): ICF als gemeinsame konzeptionelle Grundlage. In: R. Luder, A. Kunz und C. Müller Bösch (Hg.): Inklusive Pädagogik und Didaktik. Zürich: Pestalozzianum, S. 30–54.

Hollenweger, J. (2015): Anwendung der ICF im Kontext von Lernen und Lernstörungen. In: Lernen und Lernstörungen 4 (1), S. 31–41.

Lienhard-Tuggener, P., Joller-Graf, K. & Mettauer-Szaday, B. (2015). Rezeptbuch schulische Integration. Auf dem Weg zu einer inklusiven Schule. (2., aktualisierte Auflage) Bern: Haupt.

Luder, R.; Gschwend, R.; Kunz, A. & Diezi-Duplain, P. (Hrsg.) (2011). Sonderpädagogische Förderung gemeinsam planen. Grundlagen, Modelle und Instrumente für eine interdisziplinäre Praxis. Zürich: Pestalozzianum.

Inhalt und Kompetenzen:

Die Lehrveranstaltung «Förderorientierter Unterricht im Fach Mathematik» vermittelt spezifisches fachdidaktisches und entwicklungspsychologisches Wissen, um mathematisches Lernen für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf oder mit besonderen Begabungen erfolgreich zu ermöglichen. Die Zusammenhänge über das mathematische Lernen und seine zentralen Aspekte sowie die möglichen Schwierigkeiten werden behandelt. Das Modul 206 ergänzt und erweitert die förderdiagnostischen Kompetenzen, welche die Studierenden im Modul Förderdiagnostik im ersten und zweiten Semester ihrer Ausbildung erworben haben. Es wird aufgezeigt, wie sich Lernprozesse beobachten, beschreiben, interpretieren, fördern und beurteilen lassen. Konkrete Inhalte des Moduls beziehen sich auf verschiedene Aspekte des Mathematikunterrichts wie Rechenschwäche, Ablösung vom zählenden Rechnen, Aufbau von Grundvorstellungen, Stellenwertsystem, geeignete Veranschaulichungen und Arbeits- und Hilfsmittel für den förderorientierten Unterricht. Das Modul orientiert sich am Kompetenzaufbau im Lehrplan 21. Didaktisch schlägt das Modul den Bogen von Diagnostik (Lernstanderfassung), der Sachanalyse des mathematischen Inhaltes bis zur Lernförderung. Dazu werden konkrete Beispiele aus der Unterrichtspraxis der Studierenden beigezogen und spezifische Unterrichtsmittel und -methoden thematisiert.

Schlüsselwörter:

Rechenschwäche (Dykalkulie), Lernstanderfassung, heterogene Schülerschaft, Unterrichten im System (integrativ/separativ), Sachanalyse, Förderplanung

Literatur und Quellen:

Fritz, A., Ricken, G., & Schmidt, S. (2009). Handbuch Rechenschwäche: Lernwege, Schwierigkeiten und Hilfen bei Dyskalkulie. (2. Auflage). Weinheim: Beltz.

Fritz, A. & Schmidt, S. (Hrsg.). (2009). Fördernder Mathematikunterricht in der Sek. I. Rechenschwierigkeiten erkennen und überwinden. Weinheim: Beltz.

Häsel-Weide, U., Nührenbörger, M., Moser Opitz, E. & Wittich, C. (2013). Ablösung vom zählenden Rechnen. Fördereinheiten für heterogene Lerngruppen. Seelze: Kallmeyer & Klett.

Hess, K. (2012). Kinder brauchen Strategien. Eine frühe Sicht auf mathematisches Verstehen. Seelze: Klett & Kallmeyer

Padberg, F. & Benz, C. (2011). Didaktik der Arithmetik (4., erw. u. vollst. aktual. Neuauflage). Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Scherer, P. & Moser Opitz, E. (2010). Fördern im Mathematikunterricht der Primarstufe. Heidelberg: Spektrum, Akademischer Verlag

Inhalt und Kompetenzen:

Mit dem Modul „Förderorientierter Unterricht im Fach Deutsch“ wird eine Erweiterung des förderdiagnostischen Wissens im Bereich des Schriftspracherwerbs und eine damit übereinstimmende Umsetzung der Sprachdidaktik angestrebt. Neben der Erfassung des Lernstandes und der Lernstrategien der Kinder oder Jugendlichen mittels angemessener Instrumente und Hilfsmittel gehört dazu der Einbezug des Umfeldes. Aus den förderdiagnostischen Einschätzungen können Fachpersonen Schulischer Heilpädagogik adäquate Umsetzungsmöglichkeiten für den förderorientierten Sprachunterricht ableiten. Die Zusammenarbeit mit der Klassenlehrperson und weiteren beteiligten Fachpersonen nehmen bei der schriftsprachlichen Förderung einen zentralen Stellenwert ein.

Schlüsselwörter:

Sprachentwicklung und Sprachentwicklungsstörungen, Schriftspracherwerb und Schriftspracherwerbsstörung/Lese- Rechtschreibschwierigkeiten (LRS), Förderung der mündlichen Sprachkompetenz, Wortschatz, Förderung bei LRS, Lese- und Schreibförderung, Metasprache, sprachliches Lernen bei Mehrsprachigkeit

Literatur und Quellen:

Bartnitzky, H. (2014). Sprachunterricht heute. Lernbereich Sprache, kompetenzbezogener Deutschunterricht. Unterrichtsbeispiele für alle Jahrgangsstufen (17., überarbeitete Aufl.). Berlin: Cornelsen.

Reber, K. & Schönauer-Schneider, W. (2014). Bausteine sprachheilpädagogischen Unterrichts. Serie: Praxis der Sprachtherapie und Sprachheilpädagogik. Bd. 2. München: E. Reihhardt.

Rosebrock, C., Gold, A., Nix, D. &. Rieckmann, C. (2016). Leseflüssigkeit fördern: Lautleseverfahren für die Primar- und Sekundarstufe. 4. Aufl. Hohengehren: Klett & Kohlhammer.

Inhalt und Kompetenzen:

Kinder und Jugendliche verfügen über unterschiedliche Begabungspotenziale. Die individuellen Begabungen der Kinder zu erkennen und zu fördern ist eine allgemeine Aufgabe der Volksschule. Den Studierenden wird im Rahmen der Veranstaltung ein Überblick über das Themenfeld der Begabungs- und Begabtenförderung vermittelt. Die Studierenden lernen pädagogisch-psychologische Modelle und Definitionen der Begabungsförderung kennen und erhalten Impulse aus Forschungsprojekten der Begabungsforschung.

In diesem Modul beschäftigen sich die Studierenden zudem mit didaktischen und methodischen Fragen, welche die «Integrative Begabungs- und Begabtenförderung» mit sich bringen. Die Kernfrage ist dabei, wie Unterricht zu organisieren ist, damit eine möglichst breite Differenzierung und damit eine „Öffnung“ des Unterrichts möglich wird.

Schlüsselwörter:

Begabung, Hochbegabung, Begabungsförderung, Stärkenorientierung

Literatur und Quellen:

Müller-Oppliger, V.; Hug R.; Berweger Konzelmann K. (2019). Mentoring beschwingt. Grundlagen und Ideen zur Umsetzung in der Begabtenförderung. Stiftung für Hochbegabte Kinder (Hrsg.). Zürich.

Renzulli, J.; Reis, S.; Stedtnitz, U. (2001). Das SEM, Aarau: Sauerländer.

Stamm, M. (Hrsg.) (2014): Handbuch Talententwicklung Theorien, Methoden und Praxis in Psychologie und Pädagogik. Bern: Hans Huber, S.127 -139.

Stiftung für hochbegabte Kinder (2009): Begabungsförderung leicht gemacht. Unterlagen und Konzepte von LISSA-Preisträgern. Bern: h.e.p.

Weigand, G., Hackl, A., Müller-Oppliger, V. & Schmid, G. (2014). Personorientierte Begabungsförderung. Eine Einführung in Theorie und Praxis. Weinheim, Basel: Beltz.