Die Schulen von St-Maurice und die PH-VS vertiefen die Neurowissenschaften

St-Maurice (pac) – Januar 2018: Historische Premiere für die Schulen aus St-Maurice und die PH-VS, die mehr als 230 Personen für einen Dialog zwischen Neurowissenschaft und Erziehung mobilisiert haben. Die Qualität der sozialen Umgebung beeinflusst die Entwicklung. Man kann bei jedem Alter lernen. Da sind einige Hauptlinien des Kolloquiums.

neurosciencesAlain Grandjean, Direktor der Schulen von St-Maurice und Patrice Clivaz, PH-VS Direktor, führten gemeinsam zum Treffen ein. Grandjean legte den Finger auf den Weltentzifferungsschlüssel « Lektüre ». Clivaz sprach vom der fantastischen Komplexität des menschlichen Gehirns und betonte die Rolle der PH-VS in der Reflexion über das Wissen im Dienste der Öffentlichkeit, sei es dank den an der PH-VS gehaltenen offenen Konferenzen des Montagmorgens oder dank dieser Konferenz über die Neurowissenschaft.  Andrea Brioschi Guevera erklärte einige wesentliche Elemente, die mit dem Gedächtnis verbunden sind. Eine gute Lebenshygiene mit genügend Schlafzeit und die regelmässige körperliche Übung tragen dazu bei, die verschiedenen menschlichen Gedächtnistypen zu stimulieren.

Periphere und vorzeitige Kompetenzen als Hebel für die Lektüre
INicolas Bressoud führte Pascal Zesiger von der Universität Genf ein. Dieser untersuchte die wunderbaren Mechanismen, die für das Erlernen der Lektüre nötig sind. Er ging von den spezifischen Schwierigkeiten aus, die viele Kinder beim Erlenen der Sprache haben. Pascal Zesiger demonstrierte, dass ein Training des Verhaltens das für die Lektüre tieferliegende zerebrale Funktionieren normalisieren kann. Sein Transfer von theoretischen Konzepten auf die Lehrpraxis kam zum folgenden Schluss: Angesichts der sehr grossen Differenzen, die man in der dritten Klasse HarmoS nach 3 Monaten des Leseerlernens feststellt, müsste eine differenzierte Struktur kreiert werden, die die in Schwierigkeiten geratenen Kinder speziell unterstützt, bevor man in eine therapeutische Phase hineingeht. 

Der abschliessende runde Tisch führte zu zahlreichen Publikumsfragen. Wie kann man die Lebenshygiene innerhalb des Schultages mit einfachen Mitteln verbessern? Welche Übungen im Vorschulalter könnten das Gehirn zur Lektüre vorbereiten? Pascal Zesiger antwortete, dass es möglich ist, die Buchstabenanerkennung durch ein Training des phonologischen Bewusstseins zu verbessern, dies dank Reimübungen, Tonketten oder abweichenden Tönen, aber dass man sehr misstrauisch gegenüber sogenannten Wundermitteln sein sollte. Das Schlusswort sprach Schulinspektor Jean-Claude Aymon. Er verband Gedächtnis und Motivation und zeigte sich sicher, dass ein solches erfolgreiches Kolloquium eine grosse Rolle in diesem Sektor spielen kann.

Foto : Die Organisatoren und Redner des Kolloquiums.