Open Access

Lausanne (pac) – Oktober 2018: Die wissenschaftliche Forschung schreitet auf der Grundlage eines leichteren Zugangs zu Daten und Publikationen voran. Der fantastische technologische Sprung nach vorne der Digitalisierung ermöglicht es, diesen Zugang zu öffnen. Die PH-VD arbeitet diesbezüglich mit ihrer Open Access-Datenbank, ORFEE, wegweisend mit. Die von Jean-Luc Gilles geleitete Konferenz "Open Access, ein Hebel für die akademische Karriere" ermöglichte es Patrice Clivaz, die Situation der PH-VS in diesem Bereich darzustellen.

OpenAccessZur Eröffnung des Symposiums erinnerte Guillaume Vanhulst, Direktor de PH-VD, an den allgemeinen Rahmen. Im Kontext der globalen Bewegung für Open Access hat der Bund im Januar 2017 in Verbindung mit den Anforderungen des Schweizerischen Nationalfonds eine Strategie verabschiedet, wonach alle von der öffentlichen Hand finanzierten Publikationen bis 2024 Open Access sein werden.

Internationale Verhandlungen mit den großen Verlagen
Axel Marion von swissuniversities erläuterte die wichtigsten Themen der laufenden internationalen Verhandlungen mit grossen Verlagen. In der Schweiz beliefen sich die Gesamtkosten für den Zugang zu Informationen im Jahr 2017 auf 109 Millionen Franken, davon 74% für Abonnemente. Für Olivier Prosperi, Forscher am IRDP, wird ein Artikel über Open Access mehr gelesen, was den Forschenden entgegenkommt. Die prestigeträchtigsten Zeitschriften sind aber leider nicht Open Access. Bertrand Mure von der PH-VD stellt fest, dass die PH-VD mit ihrem ORFEE-Repository sehr schnell einen fulminanten Erfolg mit 1400 Publikationen in wenigen Monaten verzeichnet hat, darunter 750 Autorinnen und Autoren der PH-VD. 

Die PH-VS, eine Herausforderung für die Walliser Mediathek
Bernard Rentier, ehemaliger Rektor der Universität Lüttich, erklärte, wie seine Institution diese Öffnungsbewegung vor 10 Jahren exemplarisch initiierte. Patrice Clivaz wies darauf hin, dass das Prinzip, die am besten qualifizierten Studierendenarbeiten auf RERO zu veröffentlichen, eine sehr alte Praxis an der PH-VS sei. Nichtsdestotrotz ist sich die PH-VS der Schwierigkeit bewusst, eine internationale Rolle in dieser globalen Bewegung zu spielen. Die PH-VS profitiert in diesem Bereich von den Dienstleistungen der Walliser Mediathek. Im Hinblick auf den fortschreitenden Trend in diesem Schlüsselsektor des Wallis scheinen weitere Innovationen unerlässlich. Eine engere Zusammenarbeit mit der HEP-VD könnte ein interessanter Weg sein.

Foto: Jean-Luc Gilles von der HEP-VD (2. v. l.) Axel Marion von swissuniversities, Bernard Rentier, Universität Lüttich, Olivier Prospery, IRDP, Patrice Clivaz, HEP-VS und Guillaume Vanhulst, PH-VD mit Forschenden aus Kanada beim Symposium.