Ereignisse 2019

news2 215

An der PH-VS ist immer was los

Nationales Kolloquium der PH-Kammer 
Die Nähe zum übergeordenten, wissenschaftlichen Fach

Lausanne (pac) Avril 2019: Nach 3 Ausgaben in der Deutschschweiz fand die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz der PH-Kammer in der Romandie an der PH-VD statt. Das Aufeinandertreffen der deutsch- und französischsprachigen Didaktik war für alle Beteiligten wie immer ein Gewinn.

IMG 6116Die zweitägige Konferenz , am Freitag und Samstag, wurde mit der Analyse einer Professorin der Universität Köln eröffnet. Die Wirtschaftsdidaktikerin analysierte die Bereiche der wissenschaftlichen Nähe ihrer Didaktik, natürlich mit einem Bezug zur Wirtschaft, aber auch zur Politik. In Deutschland führt der Föderalismus zu verschiedenen Abgrenzungen der Fächer. Sie nannte das Beispiel einer Schülerin, die sagte, dass sie ein Gedicht in 4 Sprachen analysieren konnte, aber nicht wusste, was Steuern sind. Somit demonstrierte sie die Vielfalt der Erwartungen.

Die Förderung des von der PH-VS gewählten 2Cr2D-Modells
Die PH-VS bietet bereits Masterstudiengänge für die Sekundarstufe 1 und die Heilpädagogik an. Sie ist  im Begriff, ihr Angebot an Masterstudiengängen in Didaktik durch die Teilnahme an den französischsprachigen Didaktiken (2Cr2D) zu erweitern. Bernard Schneuwly, wissenschaftlicher Direktor vom 2Cr2D, demonstrierte auf beeindruckende Art und Weise die Qualität des einzigartigen Modells, das von der gesamten französischsprachigen Schweiz gewählt wurde. Die Didaktik schafft sich so ihre eigene wissenschaftliche Identität, während sie in der deutschsprachigen Schweiz oft sehr nahe am akademischen Fach bleibt. In den Workshops stellten die PH-VS Dozierenden Yann Vuillet, Chloe Gabathuler, Romaine Carrupt und Julie Mudry die "Didaktische Ausbildung der Lehrpersonen, zwischen Generizität und Spezifitäten" im Bereich der vergleichenden Didaktik vor. Im Rahmen der mathematischen Didaktik präsentierte Julie Candy das Projekt "Die Methodologie einer Studie der didaktischen Transposition des Konzepts des Idealen auf dem Level des Bachelor in Frankreich und in der Schweiz" und Ismail Milli sein Forschungsfeld "Analyse eines Weiterbildungsdispositives, fokussiert auf Kalkulationprogramme und die Lösung von algebraischen Problemen". Raphael Brunner referierte im Bereich der Didaktik der bildenden Kunst über die Thematik "Die Verwendung der Kunst. Einige Rädchen Werke der Kunst: ihre Systeme und ihre Erziehung in Bezug auf verschiedene pädagogische und didaktische Mittel".

Foto : Ein Teil der Walliser Delegation an der Konferenz, von links nach rechts: Andrea Boltshauer, Efrem Kuonen, Chloe Gabathuler, Patrice Clivaz, Raphael Brunner, Christine Zengaffinen-Locher, Catherine Tobola, Julie Candy und Valérie Michelloud.

Erfindertag
Die PH-VS und das Bureau des métiers

Visp (pac) März 2019: Das erfolgreiche Projekt "explore-it" ist dank der Unterstützung durch die PH-VS entstanden. René Providoli, Dozent an der PH-VS, konnte in den letzten Jahren die Stiftung, die für ihre berühmten, zugänglichen Schachteln bekannt ist, stetig voranbringen. Die Ausgabe 2019 des Erfindertages hat die Verbindungen zur Industrie und zum Bureau des métiers gestärkt.

IMG 6064Das Industriegelände Visp ist der perfekte Ort, um eine Veranstaltung durchzuführen, die den Erfindergeist junger Schülerinnen und Schüler repräsentiert. Mit Unterstützung des Bureau des métiers und der Unterstützung von Lehrlingen der Lonza verbrachten fünf Primarschulklassen, davon drei aus dem französischsprachigen Wallis und zwei aus dem Oberwallis, einen ganzen Tag mit der Entwicklung von elektrischen Kleinwagen. Dazu behalfen sie sich mit Karton, Stiften und kleinen Holzstücken.

Ein pädagogischer Roboter - made im Wallis
Um die Geheimnisse der uns alle umgebenden Technik konkret zu verstehen, wurden die Kinder am Nachmittag angewiesen, zunächst alte Geräte wie einen Walkman oder ein Telefon zu demontieren. Nach der Entwicklung mehrerer Boxen, die sich mit Themen wie Energie aus Wärme oder Wind befassen, befasst sich  Explore-it nun auch mit programmierbaren Systemen. Das Team unter der Leitung von René Providoli bereitet eine neue Box vor, die mit einem Minimum an Komponenten den Bau eines Roboters ermöglicht. Die pädagogische Wirkung steht dabei anderen bekannten Robotern in nichts nach.

Foto : von l. nach r.: Gaëtan Bruchez, Primarlehrer und Vizepräsident der SPVAL, eine Erfinderin, Bernhard Zurbriggen, verantwortlich für das Fundraising des Programms Explore-it,  Gabriel Décaillet, Direktor des Bureau des métiers und Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS.

9. Gebäude für die PH-VS 
Ein schönes Schaufenster für den Studiengang der Sekundarstufe

St-Maurice (pac) März 2019: Die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen der PH-VS und der Stadt St-Maurice hat es ermöglicht, eine alte Anfrage bezüglich eines konformeren Raums für den Studiengang der Sekundarstufe voranzutreiben. Dementsprechend hat sich die Gebäudezahl der PH-VS mit dem seit Mai übernommenen Ateliergebäude auf neun erhöht.

9eme batimentDie Möglichkeit, eine ehemalige Arztpraxis etwa zehn Meter vom Hauptgebäude entfernt zu nutzen, musste aufgrund der räumlichen Nähe genutzt werden. Nach einigen Anpassungsarbeiten ist der von Carine Tripet Lièvre und Philippe Gay geführte Studiengang optimal untergebracht. In St-Maurice erstreckt sich die PH-VS nun über die Gebäude Régina Pacis, St-Augustin, das Depot, die Tuilerie und das Atelier. In Brig befinden sich das Hauptgebäude des Alten Stadthauses (altes Gefängnis) und die beiden Gebäude Schulhaus Ost und Schulhaus West. Mit dem kleinen Raum von Gravelone in Sitten für die Fachberatung stehen nun 9 Gebäude zur Verfügung, damit die PH-VS ihre Aktivitäten stetig entwickeln kann. Nicht zu vergessen sind die Dutzenden anderen Schulen im Kanton, in denen dezentrale Weiterbildungen angeboten werden.

Die berufsbegleitenden Studiengänge für die Sekundarschule: Ein ausgewiesener Erfolg
Die Fragmentierung der Gebäude, welche alle mindestens fünfzig Jahre alt sind, macht das Leben der Hochschule nicht einfacher. Die PH-VS ist erfreut über die laufenden Diskussionen innerhalb des Departementes über die PH-Gebäude in Brig und St-Maurice. Sie freut sich auch, dass sie dem Studiengang für die Sekundarstufe endlich eine den heutigen Anforderungen entsprechende Verwaltungsgrundlage in Bezug auf Räumlichkeiten und Empfang geben konnte. Die von der PH-VS gewählte berufsbegleitende Formel ist seit einigen Jahren fast ein Opfer ihres Erfolgs geworden, da eine sehr grosse Zahl von Bewerbern nicht in die Ausbildung aufgenommen werden kann.  Xavier Gaillard, Patrick Favre und Antoine Mudry, die in den ersten 10 Jahren aus ihrem engen Büro den Studiengang geführt haben, können sich über diesen Qualitätssprung freuen.

Foto: von l. nach r. Estelle Mueller, KBM Praktikantin und Eliane Rausis, Sekretärin, in dem neuen administrativen Bereich des Gebäudes «Atelier».

PH Wallis und die OCOM 
Klassenzimmer der Zukunft

Brig (pac) März 2019: Die OCOM ist seit Jahren ein zentraler Player für Informatik-Material im Oberwallis. Das traditionelle OCOM Forum ist immer ein grosser Erfolg. Die PH-VS war dieses Jahr am Rednerpult mit einer Präsentation aktiv beteiligt. Es ging darum, wie die Digitalisierung in der Schule ihren Platz findet.

ocomDie FernUni und die PH-VS brachten als Hochschule einige Aspekte aus der ihren Forschungen ein. Die mehr als tausend Eingeladenen erhielten einen Einblick in die Aktivitäten der einzigen voll Walliser Hochschule am Standort Brig. Lieferanten der OCOM wie die Firma HP zeigten neuen Generationen von Laptops. Interessant waren Feststellungen, die bezeugen, dass jemand der lernt, 10 Mal den  gleichen Lerninhalt auf dem besten Bildschirmen lesen kann. Im Kopf bleibt dieser Inhalt aber nur, wenn man mit den eigenen Worten wiedergibt, dies mit der wichtigen Hilfe der Pädagogen.

High Tech Runner «Distanzia» für die PH-VS
Peer Bergamin sprach von dem Einfluss der Videospiele und der Gamerszene und erwähnte ein Projekt mit Avatardozierenden, die als Repeater funktionieren könnten. Peter Summermatter erläuterte die Vorteile der Augmented Reality. Er ging auch in die Bereiche der Hochtechnologie mit dem Roboter Distanzia ein, den die PH-VS pädagogisch entwickelt hat. Damit können z.B. kranke Kinder auch in dem Klassenzimmer der Zukunft per Distanz präsent sein.

Foto: Peter Summermatter während seiner Präsentation

Kultani im Land der Tschäggättä

Lötschental (pac) Marz 2019: Auf Initiative von Angela Werlen und Nathalie Nanchen wählten die PH-VS-Mitarbeitenden, die sich zu ihren kollegialen Freizeitaktivitäten jeweils unter dem Begriff «Kultani» versammeln, das Lötschental für einen Abend mit den weitbekannten "Masken".

tschaggataMitten in der Fastnachtszeit, in Schaf- und Ziegenfelle gekleidet, hektisch und donnernd, dringen die Tschäggättä in die Strassen des hohen und geheimnisvollen Seitentals ein, das sich vom Goppensteintunnel bis Blatten, am Fuße des mächtigen Bietschhorns, erstreckt. Die mächtige Erscheinung dieser heidnischen Gestalten, die grimmigen  Holzmasken und der von Glocken umgebene Körper sind starke Symbole dieses fabelhaften Alpentales. Etwa vierzig Mitarbeitende der PH-VS nahmen am Ausflug teil, der es ihnen durch einen Besuch des Tschäggättä-Museums ermöglichte, in die tiefgründige Geschichte solch kulturhistorischer Schätze einzutauchen.

Foto : von links nach rechts, Patrice Clivaz, Samuel Fierz, Eliane Rausis und Julie Mudry Bourguinet, umgeben von Tschäggättä.

Erste Tagung im Zeichen des Erstaunens
Alles, was PIRACEF bringen kann

St-Maurice (pac) – März 2019: PIRACEF, für "Programme intercantonal romand pour les activités créatrices et l'économie familiale" , übersetzt " interkantonales Programm für Technisches Gestalten und Hauswirtschaft", ist einer der grössten Erfolge der Zusammenarbeit zwischen den PHs der Westschweiz. Unter dem Label PIRACEF hat die PH-VS in St-Maurice eine Tagung veranstaltet, die auf grosses Interesse stiess. Thema der Tagung war das "Staunen" als Motor für Lernen und als Ausgangspunkt für mögliche Verbindungen zur Kreativität.

2019-03-05 PIRACEF_étonnementPIRACEF wird unter die Verantwortung eines Lenkungsausschusses unter der Leitung von Rachel Atanasio von der HEP-VD gestellt. Tagungsorganisatorinnen waren Sandra Coppey, PH-VS-Dozentin im PIRACEF-Programm und Carine Tripet-Lièvre, PH-VS-Delegierte im PIRACEF-Lenkungsausschuss. Mehr als 120 Personen aus der ganzen Westschweiz nahmen teil. Das Eröffnungsreferat von Joris Thievenaz, Dozent für Erziehungswissenschaften an der Pierre und Marie Curie Universität in Paris, legte die notwendigen konzeptionellen Grundlagen, um das Staunen als treibende Kraft zum Lernen zu verstehen und um mögliche Verbindungen zum kreativen Prozess herzustellen.

Ein Erfolgsmodell innerhalb der Westschweizer Kooperation
Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS, betonte zum Abschluss dieses reichhaltigen Tages, dass PIRACEF seit rund zehn Jahren das Flaggschiff der Zusammenarbeit innerhalb des akademischen Rates der PHs der Westschweiz sei. Die dreijährige berufsbegleitende Ausbildung mit einem Umfang von 40 ECTS hat sich bewährt. Das Prinzip der Dezentralisierung ist etabliert, so dass sich der Standort St-Maurice beispielsweise im Berich "Metall" durchsetzen konnte. Mit der Entscheidung, sich in erster Linie gemeinsam für manuelle, kreative Tätigkeiten im Rahmen dieser Zusammenarbeit einzusetzen, haben die PHs der Westschweiz ein starkes Signal zugunsten dieser Fächer ausgesendet, die durch die Verbindung von Handwerk und Ästhetik den kognitiven Fähigkeiten sicherlich zuträglich sind. 

Der Koch, die Tänzerin und der Cineast
Von traditionellen Techniken des Bilddrucks über die Gefahren der Arbeit mit dem Hohlmeissel bis hin zur Herausforderung des Origami mit 3D-Druckern deckte die Tagung ein grosses Spektrum innerhalb der Branche ab. Die Workshops wurden von Fachleuten geleitet, welche es verstanden, die Liebe zur Ästhetik mit der Pädagogik zu verbinden. Julie Beauvais, Regisseurin, Choreografin und künstlerische Leiterin, erläuterte den Unterschied zwischen kollektivem und individuellem Staunen. Phillippe Ligron, Koch, stellte die Menschen und die lokalen Produkte in den Mittelpunkt des Geschehens, während Guilherme Botelho, Choreograph der berühmten Genfer Kompanie Alias, feststellte, dass Erstaunen nicht durch einen intellektuellen Prozess geschaffen werden könne, sondern durch Empfindungen und Emotionen.

Foto: Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS, Joris Thievennaz, Dozent an der Universität von Paris, Guilherme Botelho, Choregraph, Julie Bauvais, Filmemacherin, Carine Tripet-Lièvre, Verantwortliche für PIRACEF und Sandra Coppey, Organisatorin der Tagung.

Präsentation der Diplomarbeiten an der PH-VS
Das Beispiel von Kolleginnen und Kollegen

St-Maurice (PaC) März 2019: Die Diplomarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Bachelorstudiums. Die Themenwahl ist ein wichtiger Schritt in diesem Prozess und die Präsentation durch Mitstudierende, die gerade ihre Arbeit beendet haben, ein besonderer Moment in der Ausbildung.

memoiresDie Studierenden des ersten und zweiten Studienjahres profitieren von dem frisch erworbenen Wissen ihrer Kolleginnen und Kollegen, die diese wichtige Arbeit abgeschlossen haben. Die Präsentation der Projekte hat einen doppelten Sinn. Sie ermöglicht denen, die ihre Diplomarbeit abgeschlossen haben, sich für die mündliche Verfechtung vorzubereiten, während es für die zuhörenden Studierenden darum geht, inspiriert zu werden für das noch anstehende Diplomarbeitsprojekt, sei es für die Themenfindung oder beispielsweise die Wahl und Umsetzung von Forschungsmethoden. Unter den umfangreichen und unterschiedlichen vorgestellten Projekten konzentriert sich das von Tiffany Bigler, das nach dem Zufallsprinzip aus den Illustrationen ausgewählt wurde, auf die Untersuchung, wie Lehrpersonen den Übergang von der natürlichen Geometrie zur natürlichen axiomatischen Geometrie mit der GéoGébra-Software sicherstellen.

Foto : Tiffany Bigler präsentiert Federico Fait und Sylvain Studer ihre Diplomarbeit, unter dem Auge der verantwortlichen Professorin Nicole Jacquemet.

Lernen mit «Erweiterter Realität» 
Die PH-VS arbeitet daran mit XPanda

Brig (psu-est) Februar 2019: Augmented Reality (kurz AR) erweitert die reale Welt um virtuelle Elemente. Dank der Verbreitung von Smartphones und Tablets kommt die AR-Technik nun auch im Bildungsbereich zum Einsatz. Die Pädagogische Hochschule Wallis (PH-VS) lud deshalb am vergangenen Freitag, 22. Februar Fachleute aus dem In- und Ausland nach Brig ein, um konkrete AR-Projekte vorzustellen und zu diskutieren. Es zeigt sich, dass diese Technik für das Lehren und Lernen von grosser Bedeutung werden kann.

realite augmenteeDas Grundprinzip der «Erweiterten Realität» («Augmented Reality» AR) besteht darin, dass die reale Umgebung durch virtuelle Elemente überlagert wird und der Nutzer beides gleichzeitig wahrnehmen kann. Was in der Werbung, in der Medizin, im Spielesektor (z.B. Pokémon Go) und im Tourismus bereits Verbreitung findet, kommt nun auch vereinzelt in den Schulen zum Einsatz. Welche Chancen und Schwierigkeiten stellen sich dabei?

Die rund 40 Teilnehmende erhielten an der von der PH-VS organisierten Fachtagung einen spannenden und vielseitigen Einblick in den aktuellen Forschungsstand und über die Möglichkeiten dieses neuen digitalen Werkzeuges. Kristina Bucher von der Universität Würzburg forscht in diesem Bereich und skizzierte in ihrem Einstiegsreferat, was es alles braucht, um die AR-Technik erfolgreich für Lernzwecke einzusetzen. Die fünf konkreten Beispiele im Anschluss daran öffneten den Blick auf die breite Verwendungsmöglichkeit der AR-Technik. Wie die Bevölkerung der Stadt Basel bereits heute AR nutzen kann, zeigte Martin Christen von der Fachhochschule Nordwestschweiz auf. Stadtpläne, römische Ruinen werden auf dem Smartphone zu anschaulichen dreidimensionalen Objekten. Im Kanton Uri hat sich das Projekt SQWISS zu einem wahren Renner entwickelt. Die Projektleiter Martin Weiss und Simon Baumann haben dort mehrere hundert Standorte mit der SQWISS-App verlinkt, so dass Kinder und Erwachsene viel Neues über das Kulturerbe in diesem Kanton erfahren.

Neben diesen Anwendungen im Aussenbereich wurde auch über AR-Beispiele aus einzelnen Schulfächern berichtet. Josef Buchner, PH St-Gallen setzt AR im Geschichtsunterricht und im Kunstunterricht ein - mit positiven Wirkungen auf die Motivation und die Lernergebnisse, wie die ersten Erfahrungen zeigen. Eine Anwendung im Physikunterricht präsentierten Andrea Schmid (PH Luzern) und Richard Wetzel (Hochschule Luzern). Um unsichtbare Phänomene und Abläufe wie den elektrischen Stromkreis zu veranschaulichen, dazu eignet sich die AR-Technik, es braucht aber offenbar viel Entwicklungsarbeit, um so etwas zum Laufen zu bringen.

AR im Wallis: Xpanda-Projekt
Dass AR im Unterricht mehr ist als blosse Spielerei, erfuhren die Anwesenden auch im abschliessenden Beitrag von André Marty (OS Leukerbad) und Edmund Steiner (PH-VS). An der OS in Leukerbad kommt AR seit Herbst 2017 im Schulunterricht zum Einsatz und wird auch für die Kommunikation mit den Eltern verwendet. Smartphones und Tablets sind dort selbstverständliche Hilfsmittel für das Lernen, natürlich mit klaren und strikten Regeln. Das Projekt Xpanda, an dem die beiden Referenten beteiligt sind, will die Augmented-Reality-Technik für das Lehren und Lernen nutzbar machen. Träger von Xpanda sind mehrere Schulen und Unternehmen aus dem Wallis. Beteiligt sind rund 25 Lehrpersonen aus allen Schulstufen.

Das Fazit aus dem PH-VS-Fachtreffen: Die Technik von Augmented Reality steht bereit. Sie kann ab sofort das schulische und ausserschulische Lernen sinnvoll bereichern und erweitern. Damit dies in Schule, Unterricht und an anderen Lernorten zum Alltag wird, steht aber  noch viel Arbeit bevor, denn eine Technik ist nur so gut wie ihre Anwender

Foto: Die Referentinnen und Referenten der Tagung in Begleitung von Patrice Clivaz, PH-VS Direktor, Peter Summermatter, Edmund Steiner und André Marty, Organisatoren.

 

Forum für die Orientierung der Studierenden der Sekunkarstufe
Mehr als 200 Jungendliche am Stand der PH-VS

Siders (dhi) Februar 2019: Gegen Ende der Mittelschule fragen sich die meisten Schülerinnen und Schüler, wie es nach dem Abschluss weitergeht. Um den potentiellen Studierenden bei ihrer Entscheidung zu helfen, veranstaltet der Kanton jährlich zur Zeit der Studieneinschreibungen das Forum Bildung in Siders. Wie immer war die PH-VS mit einem Stand und diversen Ateliers präsent und informierte die Interessierten.

forum-bildungRenée Sandmeiner und Bernhard Rotzer für den Bachelor für die Primarschule sowie Jerome Rime für die Sekundarschule präsentierten den Studierenden aus den Mittelschulen die Perspektiven und Eintrittsbedingungen der von der PH-VS angebotenen Studiengänge. Die über 200 Atelierbesucherinnen und -besucher erfuhren so unter anderem, dass das Lehrdiplom für die Primarstufe zum Unterricht auf allen Stufen der 1H-8H und in allen Unterrichtsfächern befähigt oder dass die Studiengänge für die Sekundarstufe besonders geeignet für berufstätige Personen sind. Die Einschreibungen für die Ausbildungen sind zur Zeit offen und die Berufsperspektiven sind sehr gut.

Foto : David Hischier informiert interessierte Mittelschüler, im Hintergrund der PH-VS-Adjunkt Peter Summermatter und Bernhard Rotzer, Verantwortlicher für das Aufnahmeverfahren des Bachelorstudiengangs.

1. «Mittwoch.Forum» in Brig 
Augmented Reality macht Schule

Brig (dhi) Februar 2019: Mit den  «Midis de la recherche» hat sich am Standort St-Maurice der PH-VS ein Mitarbeitendenanlass im Bereich Forschung & Entwicklung bereits etabliert. Der Standort Brig zieht nun mit dem Format «Mittwoch.Forum» nach. In der ersten Durchführung wurde ein Projekt zum Einsatz von Augmented Reality im Unterricht vorgestellt.

Mittwoch.Forum Skelett2Schafft Augmented Reality (AR) im Unterricht bloss einen kurzen «Wow-Effekt» oder bringt diese Technik einen pädagogisch-didaktischen Mehrwert? Dieser Frage gehen Edmund Steiner, Dozent an der PH-VS und Andre Marty, Sekundarlehrer in Leukerbad, gemeinsam mit anderen Personen und Partnerinstitutionen im Projekt Xpanda nach. In der Präsentation gaben die Referenten Einblick in die Theorie und Praxis von Augmented Reality zu Bildungszwecken. Die Anwesenden konnten mittels App selbst ausprobieren, wie beispielsweise ein 2D-Skelett zu einem 3D-Modell wurde und erfuhren auf konkrete Weise, wie diese neuartige Technik im Unterricht einsetzbar ist.

Die primäre Erfahrung erweitern statt ersetzen
Die Digitalisierung bietet etliche Möglichkeiten für die Schule. Die Projektverantwortlichen haben sich für ihre Fragestellung auf Augmented Reality fokussiert. Anders als eine Virtual Reality-Brille, bei der die Person von der Aussenwelt abgeschnitten ist, soll diese Technik die reale Welt erweitern oder eben «augmentieren». Die digitalen Hilfsmittel sollen den konventionellen Unterricht oder generell die Pädagogik also nicht ersetzen, sondern ergänzen. Andre Marty zeigte exemplarisch einige Beispiele aus seinem Unterrichtsalltag, wie das Abspielen von eigens erstellten Lernfilmen, die Darstellung von 3D-Modellen oder das Anzeigen von Lösungsblättern. Gemeinsam ist allen Mitteln, dass die augmentierten Medien direkt auf dem «realen» Arbeitsblatt sicht- und hörbar werden. Nachdem die Teilnehmenden die unterschiedlichen Anwendungen testeten und den theoretischen Hintergrund erfuhren, wurde angeregt nachgefragt und diskutiert. Das grosse Interesse sowie das zahlreiche Erscheinen von Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Bereichen der PH-VS deuten auf weitere, erfolgreiche Mittwoch. Foren hin.

Foto : Ein Teilnehmer probiert die AR-App aus.