Beschreibung der Ausbildung

Das PIRACEF-Programm ist eine Postgraduate-Zusatzausbildung, die im Prinzip nebenberuflich absolviert wird. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr ist es wichtig, dass die betreffenden Lehrpersonen einige Wochenstunden in bildnerischem und technischem Gestalten an ihrer Schule unterrichten können, um den Praxisbezug zu den Kursen herstellen zu können.

DAS – Berufliche Grundausbildung für den Unterricht in «Economie familiale» (vergleichbar dem Fachaspekt Hauswirtschaft)

Im ersten Jahr erfolgt eine Einführung in den Unterricht des Fachs «Economie familiale» (Hauswirtschaft). Hier werden die Kenntnisse gemäss Ausbildungsprogramm sowie soziologische und historische Hintergründe behandelt und damit die Grundlagen für das Fach gelegt. Aus fachlicher Sicht geht es um den Erwerb der Grundkenntnisse im Zusammenhang mit den grundlegenden Bedürfnissen eines jeden Menschen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Ernährung und der Entwicklung der Physiologie der Geschmacksorgane dienen als Basis für die weitere Ausbildung. Die Grundtechniken im Kochen sowie das Management von Ressourcen und Einrichtungen/Örtlichkeiten stehen ebenfalls auf dem Programm. 

Während des zweiten und des dritten Jahrs werden die Kenntnisse in den Bereichen Ernährung, Wirtschaft, Psychologie und Soziologie des Ernährungs- und Konsumverhaltens vertieft. Über die Entwicklung der küchen- und kochtechnischen Kompetenzen wird eine effiziente Praxis und ein kritisches Verhalten im Hinblick auf die Gewohnheiten angestrebt. 

Die didaktische und pädagogische Ausbildung ermöglichen der Lehrperson eine Vertiefung der in der Grundausbildung und dann in der Berufspraxis erworbenen Unterrichtskompetenz. Neue Ansätze im Bereich der schulischen Bildung wie z.B. die Konzepte der Berufsdidaktik bereichern die Palette der Unterrichtswerkzeuge zur Bewältigung einer Vielzahl komplexer Situationen. Der Ausbau der fachlichen Kenntnisse geht einher mit der Vermittlung von innovativen Lehr-/Lernansätzen. Ernährungs- wie auch Konsumgewohnheiten sind Themen, deren Komplexität nur mit systemischen Ansätzen erfasst werden kann. Dies umfasst auch die Ausbildung im Hinblick auf das Verstehen dieser komplexen Systeme und den Umgang damit .

Weiterbildung – didaktische und fachliche Zusatzausbildung 

Die Pädagogischen Hochschulen der französischsprachigen Schweiz und das PIRACEF bieten gemeinsam Weiterbildungsmassnahmen an, die für alle Lehrkräfte des Fachs und die Absolventinnen und Absolventen des DAS PIRACEF offen stehen. Die Teilnehmenden können hier ihre Kompetenzen als Lehrpersonen für bildnerisches und technisches Gestalten ausbauen. Das Angebot der zur Wahl stehenden Kurse findet sich auf den Webseiten der betreffenden PHs und auf der PIRACEF-Webseite. Für diese Ausbildungen können ECTS-Kreditpunkte erlangt werden, wenn die erworbenen Kompetenzen im Rahmen des PIRACEF-Programms zertifiziert sind. Diese Kreditpunkte werden im MAS angerechnet.

Studiendauer und ECTS-Kreditpunkte

  • DAS: Diploma of Advanced Studies
    • Grundbegriffe und -techniken für den Unterricht in bildnerischem und technischem Gestalten 
    • 40 ECTS-Kreditpunkte, d.h. ungefähr 1.200 Ausbildungsstunden (Unterricht und individuelle Arbeit) 
  • MAS: Master of Advanced Studies
    • Master für den Unterricht in bildnerischem und technischem Gestalten 
    • 60 ECTS-Kreditpunkte (DAS + 20 ECTS-Kreditpunkte), d.h. ungefähr 1.800 Ausbildungsstunden (Unterricht, individuelle Arbeit und Abschlussarbeit).

Ausbildungsorte

Ein Teil der Kurse findet in Lausanne statt. Das technisch-fachliche Wissen jedoch wird dezentral je nach Verfügbarkeit von Infrastruktur vermittelt. Die Ausbildung wird nur in französischer Sprache erteilt.

Kosten

  • Schweizer Bürgerinnen und Bürger sowie Ausländerinnen und Ausländer: Schulgeld von 500 Franken pro Semester

Der Anteil der Ausbildungskosten, der zulasten der Studierenden geht, variiert in Abhängigkeit vom Arbeitgeberdienst und von der PH, an der die jeweilige Person immatrikuliert ist. Die Materialkosten sind vollständig von den Studierenden zu tragen.