Zusatzausbildung

Der neue Ausbildungsgang CAS Praktikumslehrperson (Plp) beginnt im Frühling 2017

Erhaltener Titel und berufliche Perspektiven

Im Bereich der Sonderpädagogik, Vertiefungsrichtung «Schulische Heilpädagogik», umfasst die Ausbildung zum Praxisbegleiter 5 Ausbildungstage. Es wird eine Kursbestätigung ausgestellt.

Die Ausbildung zum Praxisbegleiter zielt darauf ab, eine Einstellung des gemeinsamen Lernens, eine reflektive Haltung ganz im Geiste der Erwachsenenbildung und eine gemeinsame Arbeitskultur im Zusammenhang mit der PH zu entwickeln, um die zukünftigen sonderpädagogischen Lehrpersonen bei der Entwicklung ihrer beruflichen Handlungskompetenzen zu begleiten.

Anerkennung

Das Ziel der Pbe-Ausbildung besteht in erster Linie darin, die Ausbildung von sonderpädagogischen Lehrpersonen an der PH-VS zu begleiten.

Pädagogische Hochschulen anderer Kantone erkennen diese Ausbildung eventuell ganz oder teilweise an.

Beschreibung der Ausbildung

Die Ausbildung zum/zur Pbe ist als Erwachsenenausbildung konzipiert. Folgende Inhalte werden behandelt:

TAG THEMA BESCHREIBUNG
T1 Einführung in die Praktikumsbegleitung, Kontext, Rollen Präsentation der Ausbildung und der Begleitung von angehenden Lehrpersonen: Rahmen, Zusammenarbeit mit der HEP Vaud (PH Waadt), Kompetenzleitfaden, Studienprogramm, Kalender
Ressourcen-Plattform educanet2
Duale Ausbildung
Auseinandersetzung mit den Rollen und Aufgaben des/der Pbe
T2 Betreuung: Haltung, Reflexionsgespräch, Pbe-Charta Rollen und Aufgaben des/der Pbe als Fachberater/in und Erwachsenenbildner/in, Konzeptionen, Charta (Pflichtenheft?)
Die Haltung des/der Pbe
Die Kompetenzanalyse
Unterstützen, begleiten, die (eigene) Praxis evaluieren
Die Intervision, das Reflexionsgespräch, die Gesprächstabelle
Charta
T3 Coaching, berufliche Identität und Ethik Beobachtung, Gespräch und Coaching
Berufliche Identität
Intervisionsübung
T4 Die berufliche Beziehung Strukturierende Vermittlung, aktives Zuhören
Formative Evaluation
Praxisreflexion
Die Beziehung
Das Erörterungsgespräch
Austausch zur Praxis und Intervisionsübungen
T5 Ausbildungsziele, Portfolio und Kompetenzbilanz Portfolio
Kompetenzbilanz
Individuelle Ausbildungsziele

Praxisbegleiterinnen und Praxisbegleiter sind nicht nur Heilpädagogen, die zukünftige Heilpädagogen begleiten und ihnen als Vorbild dienen, sondern sie sind vor allem Spezialisten der Vermittlung und der Praxisreflexion für die Berufspraxis von Heilpädagogen, wobei sie die Aufmerksamkeit der zukünftigen Lehrpersonen auf die Kompetenzen und die Kenntnisse lenken, die diese im Zuge von beruflichen Begebenheiten entwickelt haben. In diesem Sinne sind die Kompetenzen, die von Praxisbegleiterinnen und Praxisbegleitern gefordert werden, nicht einfach nur eine schlichte «Verlängerung» derjenigen einer normalen Lehrperson.

Ausbildungsdauer

Diese Ausbildung zum Praxisbegleiter bzw. zur Praxisbegleiterin umfasst 5 Ausbildungstage, die über das erste Ausbildungsjahr der SHP-Studierenden ausgerichtet werden.

Ausbildungsorte

Im Prinzip finden die Ausbildungseinheiten an der PH-VS, Standort St-Maurice, statt.

Kosten

Lehrpersonen aus dem Wallis:
  • Abgesehen von Fahrtkosten und Mahlzeiten werden die Kosten von der PH-VS übernommen; die sich daraus ergebenden Stellvertretungen gehen zulasten des Staates.

Zulassungsbedingungen

Die Anwerbung von Praxisbegleiterinnen und Praxisbegleitern liegt – in Zusammenarbeit mit den pädagogischen Beraterinnen und Beratern des Amtes für Sonderschulen – in der Verantwortung der Schulleitungen, welche Heilpädagogen für die Ausbildung auf der Grundlage der Bedürfnisse ihrer Schulen anwerben.

Für die Lehrpersonen, die die Praxisbegleiter-Ausbildung absolvieren möchten, gelten folgende Anforderungen:

  • Ein Diplom in Heilpädagogik;
  • Ausreichende berufspraktische Erfahrung in den Strukturen der Schulischen Heilpädagogik;

Zudem sollte gegeben sein:

  • Interesse für Pädagogik und Didaktik der Schulischen Heilpädagogik sowie der Wille, im Einklang mit dem Ansatz der PH-VS zu arbeiten;
  • Motivation für die Arbeit im Team und die Betreuung von zukünftigen Heilpädagogen;
  • Die notwendige Zeit/Bereitschaft, sich in der Ausbildung und in der berufspraktischen Betreuung gleichermassen einzubringen.

Erhaltener Titel

Der CAS Praktikumslehrperson richtet sich an diplomierte Lehrpersonen aller Stufen (Primarstufe, Sekundarstufe I und II), welche an der Ausbildung von Studierenden im Rahmen ihrer berufspraktischen Ausbildung und an Unterrichtsentwicklung interessiert sind.

Für den Einsatz als Praktikumslehrperson (nach dem Modul 1) wird eine mindestens dreijährige Berufserfahrung vorausgesetzt.

Diese von der Pädagogische Hochschule Wallis (PH-VS) organisierte Weiterbildung richtet sich an Lehrpersonen, welche Studierende im Rahmen ihrer berufspraktischen Ausbildung aufnehmen, begleiten und bilden wollen.

Der Ausbildungsgang kann als Zertifikat (Certificate of Advanced Studies – CAS) abgeschlossen werden.

Berufliche Perspektiven

In diesem Zertifikatslehrgang werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darauf vorbereitet, die Verantwortung als Praktikumslehrperson (Plp) wahrzunehmen, so dass sie nach Abschluss des Moduls 1 die Studierenden der PH-VS im Rahmen ihrer berufspraktischen Ausbildung bezüglich der institutionellen und persönlichen Zielsetzungen kompetent unterstützen können.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des gesamten Ausbildungsgangs (Modul 1, 2 und 3) sind beispielsweise Einsätze im Rahmen der berufspraktischen Prüfung und der Lehrerinnen- und Lehrerweiterbildung möglich.

Die mit dieser Ausbildung erreichten 10 ECTS (European Credit Transfer System) können auch die Basis für weiterführende Ausbildungen im Bereich der Bildung bieten.

 

Ausbildungsmodalitäten

Das Zertifikat, welches nach erfolgreichem Abschluss aller drei Module verliehen wird, umfasst 10 ECTS (European Credit Transfer System). 1 ECTS-Punkt entspricht einem Aufwand von durchschnittlich 30 Arbeitsstunden. Diese berufsbegleitende Ausbildung gliedert sich wie folgt:

  • Modul 1 (4 ECTS) Einführungsphase 
    • Integration, berufliche Identität und Ausbildungsvertrag
    • Ausbildung, Bildungsweg, Evaluation und Erwachsenenbildung I
    • Reflexive Praxis, Theoriebezug
  • Modul 2 (4 ECTS) Integrationsphase
    • Ausbildung, Bildungsweg, Evaluation und Erwachsenenbildung II
    • Reflexive Praxis, Theoriebezug
  • Modul 3 (2 ECTS) Zertifikationsarbeit
    • Begleitseminar Zertifikationsarbeit
    • Präsentation des Portfolios
    • Kompetenzbilanz

Ein Ausbildungsvertrag regelt die Rechte und Pflichten der am Ausbildungsgang «CAS Praktikumslehrperson» involvierten Partner. Die generellen Ziele, der globale Rahmen und allgemeine Bestimmungen sind Bestandteil dieses Vertrags. Mit der gegenseitigen Unterzeichnung wir dieser rechtsgültig.

Studiendauer und ECTS-Punkte

Der gesamte Zertifikatslehrgang umfasst rund 300 Arbeitsstunden (10 ECTS) verteilt auf ca. drei Jahre.

Ausbildungsorte

Im Prinzip finden die Ausbildungseinheiten an der PH-VS, Standort Brig statt.

Kosten

Die Kosten des Ausbildungsgangs «CAS Praktikumslehrperson» betragen Fr. 5‘200.- Der Betrag ist spätestens zu Beginn des ersten Moduls zu begleichen.

Für Lehrpersonen des Kantons Wallis übernimmt die PH Wallis die allgemeinen Kosten und der Staat Wallis jene für die Stellvertretungen.

Zulassungsbedingungen

Für die Zulassung müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Anerkanntes pädagogisches Diplom
  • Drei Jahre Berufserfahrung
  • Nachweis von Weiterbildung
  • Schriftliches Einverständnis der Schulbehörde
  • Einreichung des vollständigen Dossiers

Erhaltener Titel und berufliche Perspektiven

Die pädagogische Ausbildung für Lehrpersonen an Schulen der Sekundarstufe I und II, die von der Pädagogischen Hochschule Wallis durchgeführt wird, umfasst einen bedeutenden Anteil an berufspraktischer Ausbildung. 

Diese lässt sich gleichwohl nur im Rahmen einer engen Zusammenarbeit mit Praktikumslehrpersonen durchführen, die fest in der berufspraktischen Tätigkeit verankert sind und als Garanten für den Bezug zwischen Theorie und Praxis wirken. 

Zudem stellt die Mitwirkung von Praxislehrpersonen zugunsten einer Ausbildung auch eine Vorbedingung für den Erhalt der EDK-Anerkennung für die besagte Ausbildung dar.

Im Fall der Schulen der Sekundarstufe I und II umfasst die Ausbildung zur Praktikumslehrperson 10 Ausbildungstage. Eine Kursbestätigung über die Ausbildung zur Praktikumslehrperson wird erteilt.

Ziel der Ausbildung zur Praktikumslehrperson der Sekundarstufe ist die Entwicklung verschiedener Kompetenzen für die Begleitung und Betreuung von Praktikantinnen und Praktikanten, die sich in der Phase des Aufbaus ihrer beruflichen Kompetenzen befinden.

Anerkennung

Das Ziel der Ausbildung zur PLP-Sek besteht in erster Linie darin, die Ausbildung von Lehrpersonen der Sekundarstufe an der PH-VS zu begleiten.

Andere Pädagogische Hochschulen erkennen diese Ausbildung eventuell ganz oder teilweise an.

Beschreibung der Ausbildung

Die Ausbildung zur PLP-Sek ist als Erwachsenenausbildung konzipiert. Folgende Inhalte werden behandelt:

TAG THEMA BESCHREIBUNG
T1-T2 Die pädagogische Beratung Definition der Rolle und der Aufgabe von pädagogischen Beraterinnen und Beratern
Die Beobachtung von Unterrichtseinheiten
Die Analyse von Unterrichtseinheiten
Beiträge zur pädagogischen Beratung
T3-T4 Konzepte und Modelle der Ausbildung von Lehrpersonen Verschiedene Auffassungen betreffend die Ausbildung von Lehrpersonen (Begriff «alternierende Ausbildung»)
Funktionen und Status der Praktikumslehrpersonen der Sekundarstufe
Das Pflichtenheft der PLP-Sek
Die PLP-Sek-Charta
Der Ausbildungsvertrag
T5-T6 Das Reflexionsgespräch Sich mit dem Reflexionsgespräch als Instrument vertraut machen
Die Bedingungen für die Umsetzung des Gesprächs
Die Beziehung und die Kommunikation
Der Zusammenhang zwischen Worten und Taten
Die Gesprächsführung
Die Erörterung als Hilfsinstrument
T7-T8 Das Erörterungsgespräch 2 Praktische Nutzung des Erörterungsgesprächs als Instrument
Abfolge von Gruppengesprächen mit je zwei oder drei Personen, gefolgt von Formalisierungssequenzen und theoretischen Beiträgen
T9-T10 Die Evaluation der Kompetenzen Vorstellung des Ausbildungssystems der PH-VS
Der Begriff «Kompetenzen»
Arbeit im Zusammenhang mit dem Kompetenzleitfaden der berufspraktischen Ausbildung für die Sek I-II
Von den Kompetenzen zu den Indikatoren
Die Evaluationsinstrumente der berufspraktischen Ausbildung für die Sek I-II an der PH-VS

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung zur Praktikumslehrperson umfasst 10 Ausbildungstage, verteilt auf Einheiten von 2 bis 3 Tagen. Zwei dieser Einheiten werden möglicherweise zu einer Blockwoche zusammengelegt.

Ausbildungsorte

Im Prinzip finden die Ausbildungseinheiten an der PH-VS, Standort St-Maurice, statt.

Kosten

Lehrpersonen aus dem Wallis:
  • Die Kosten werden von der PH-VS übernommen; die sich daraus ergebenden Kosten für Stellvertretungen gehen zulasten des Staates.
Lehrpersonen ausserhalb des Wallis:
  • Falls eine zukünftige Lehrperson im Kanton Waadt arbeitet und ihre Ausbildung an der PH-VS macht (nebenberuflich), kann es sein, dass die Schuldirektionen von der PH-VS die Ausbildung einer PLP-Sek fordern. Die Vertretungsbedingungen sind in diesem Fall mit der betreffenden Direktion auszuhandeln.

Zulassungsbedingungen

Die Anwerbung von Praktikumslehrpersonen für die Sekundarstufe liegt – in Zusammenarbeit mit den betroffenen Inspektorinnen bzw. Inspektoren – in der Verantwortung der Schulleitungen, welche die Lehrpersonen für die Ausbildung auf der Grundlage der Bedürfnisse ihrer Schulen anwerben. 

Für Kandidatinnen und Kandidaten für die Ausbildung zur Praktikumslehrperson der Sekundarstufe gelten folgende Anforderungen:

  • Ein von der EDK oder dem Kanton Wallis anerkanntes Lehrdiplom für die Stufe ihrer Lehrtätigkeit;
  • Prinzipiell mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in der Stufe ihrer Lehrtätigkeit;
  • Eine Anstellung für mindestens 3 Wochenstunden an der Bildungseinrichtung, an der sie als Praktikumslehrpersonen der Sekundarstufe tätig sind.

Zudem sollte gegeben sein:

  • Interesse für Pädagogik und Didaktik sowie der Wille, im Einklang mit dem Ansatz der PH-VS zu arbeiten;
  • Motivation für die Team-Arbeit und die Betreuung eines/r Praktikanten/in;
  • Die notwendige Zeit/Bereitschaft, sich in der Ausbildung und in der berufspraktischen Betreuung gleichermassen einzubringen.