Praxisbegleiter - Pbe

Erhaltener Titel und berufliche Perspektiven

Im Bereich der Sonderpädagogik, Vertiefungsrichtung «Schulische Heilpädagogik», umfasst die Ausbildung zum Praxisbegleiter 5 Ausbildungstage. Es wird eine Kursbestätigung ausgestellt.

Die Ausbildung zum Praxisbegleiter zielt darauf ab, eine Einstellung des gemeinsamen Lernens, eine reflektive Haltung ganz im Geiste der Erwachsenenbildung und eine gemeinsame Arbeitskultur im Zusammenhang mit der PH zu entwickeln, um die zukünftigen sonderpädagogischen Lehrpersonen bei der Entwicklung ihrer beruflichen Handlungskompetenzen zu begleiten.

Anerkennung

Das Ziel der Pbe-Ausbildung besteht in erster Linie darin, die Ausbildung von sonderpädagogischen Lehrpersonen an der PH-VS zu begleiten.

Pädagogische Hochschulen anderer Kantone erkennen diese Ausbildung eventuell ganz oder teilweise an.

Beschreibung der Ausbildung

Die Ausbildung zum/zur Pbe ist als Erwachsenenausbildung konzipiert. Folgende Inhalte werden behandelt:

TAG THEMA BESCHREIBUNG
T1 Einführung in die Praktikumsbegleitung, Kontext, Rollen Präsentation der Ausbildung und der Begleitung von angehenden Lehrpersonen: Rahmen, Zusammenarbeit mit der HEP Vaud (PH Waadt), Kompetenzleitfaden, Studienprogramm, Kalender
Ressourcen-Plattform educanet2
Duale Ausbildung
Auseinandersetzung mit den Rollen und Aufgaben des/der Pbe
T2 Betreuung: Haltung, Reflexionsgespräch, Pbe-Charta Rollen und Aufgaben des/der Pbe als Fachberater/in und Erwachsenenbildner/in, Konzeptionen, Charta (Pflichtenheft?)
Die Haltung des/der Pbe
Die Kompetenzanalyse
Unterstützen, begleiten, die (eigene) Praxis evaluieren
Die Intervision, das Reflexionsgespräch, die Gesprächstabelle
Charta
T3 Coaching, berufliche Identität und Ethik Beobachtung, Gespräch und Coaching
Berufliche Identität
Intervisionsübung
T4 Die berufliche Beziehung Strukturierende Vermittlung, aktives Zuhören
Formative Evaluation
Praxisreflexion
Die Beziehung
Das Erörterungsgespräch
Austausch zur Praxis und Intervisionsübungen
T5 Ausbildungsziele, Portfolio und Kompetenzbilanz Portfolio
Kompetenzbilanz
Individuelle Ausbildungsziele

Praxisbegleiterinnen und Praxisbegleiter sind nicht nur Heilpädagogen, die zukünftige Heilpädagogen begleiten und ihnen als Vorbild dienen, sondern sie sind vor allem Spezialisten der Vermittlung und der Praxisreflexion für die Berufspraxis von Heilpädagogen, wobei sie die Aufmerksamkeit der zukünftigen Lehrpersonen auf die Kompetenzen und die Kenntnisse lenken, die diese im Zuge von beruflichen Begebenheiten entwickelt haben. In diesem Sinne sind die Kompetenzen, die von Praxisbegleiterinnen und Praxisbegleitern gefordert werden, nicht einfach nur eine schlichte «Verlängerung» derjenigen einer normalen Lehrperson.

Ausbildungsdauer

Diese Ausbildung zum Praxisbegleiter bzw. zur Praxisbegleiterin umfasst 5 Ausbildungstage, die über das erste Ausbildungsjahr der SHP-Studierenden ausgerichtet werden.

Ausbildungsorte

Im Prinzip finden die Ausbildungseinheiten an der PH-VS, Standort St-Maurice, statt.

Kosten

Lehrpersonen aus dem Wallis:
  • Abgesehen von Fahrtkosten und Mahlzeiten werden die Kosten von der PH-VS übernommen; die sich daraus ergebenden Stellvertretungen gehen zulasten des Staates.

Zulassungsbedingungen

Die Anwerbung von Praxisbegleiterinnen und Praxisbegleitern liegt – in Zusammenarbeit mit den pädagogischen Beraterinnen und Beratern des Amtes für Sonderschulen – in der Verantwortung der Schulleitungen, welche Heilpädagogen für die Ausbildung auf der Grundlage der Bedürfnisse ihrer Schulen anwerben.

Für die Lehrpersonen, die die Praxisbegleiter-Ausbildung absolvieren möchten, gelten folgende Anforderungen:

  • Ein Diplom in Heilpädagogik;
  • Ausreichende berufspraktische Erfahrung in den Strukturen der Schulischen Heilpädagogik;

Zudem sollte gegeben sein:

  • Interesse für Pädagogik und Didaktik der Schulischen Heilpädagogik sowie der Wille, im Einklang mit dem Ansatz der PH-VS zu arbeiten;
  • Motivation für die Arbeit im Team und die Betreuung von zukünftigen Heilpädagogen;
  • Die notwendige Zeit/Bereitschaft, sich in der Ausbildung und in der berufspraktischen Betreuung gleichermassen einzubringen.