Bachelor Primarstufe

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Ziel des Studiengangs Bachelor Primarstufe an der PH-VS ist es, angehende Lehrpersonen auszubilden, die in der Lage sind, alle Fächer in den Zyklen 1 und 2 HarmoS (1H–8H) zu unterrichten, wobei eine Spezialisierung auf die Basisstufe (1H–4H) oder die Mittelstufe (5H–8H) erfolgt.

Dieser Studiengang ermöglicht eine Ausbildung zum Generalisten oder zur Generalistin für den Unterricht auf der Primarstufe. Eine Besonderheit beim Bachelor Primarstufe ist der optionale zweisprachige Studiengang (Deutsch/Französisch). Der Bachelor Primarstufe wurde als Vollzeit- und Präsenzstudiengang entwickelt. Eine Verlängerung des Studiums von den vorgesehenen 6 Semestern auf bis zu 10 Semestern ist jedoch möglich.

Informationen über das Studium

Der Bachelor Primarstufe ist ein Studiengang, der über einen Zeitraum von 6 Semestern angeboten wird. Dieser Studiengang vermittelt die erforderlichen Kompetenzen, die für die Ausübung des Berufs als Primarlehrperson notwendig sind. Ziel dieser Ausbildung ist es daher, die angehenden Lehrpersonen für das Unterrichten der einzelnen Fächer, die pädagogische Arbeit als Primarlehrperson und die Zusammenarbeit in den Lehrpersonenteams angemessen vorzubereiten und auszubilden. Dieses Ziel wird durch eine berufstheoretische, berufspraktische und wissenschaftlich fundierte Ausbildung angestrebt. Der Studienplan umfasst 180 ECTS-Kreditpunkte, die sich auf die drei Teile der Ausbildung verteilen:

Berufstheoretische Ausbildung: 117 ECTS-Kreditpunkte
Berufspraktische Ausbildung: 48 ECTS-Kreditpunkte
Wissenschaftliche Ausbildung: 15 ECTS-Kreditpunkte

 

Ein Drittel der Ausbildung findet im Kontakt mit der jeweils anderen Sprache (Deutsch/Französisch) statt. Diese Immersion ist ein wichtiger Vorteil, denn sie ermöglicht eine bikulturelle Ausbildung sowie Kenntnisse sowohl des deutschsprachigen als auch des französischsprachigen Lehrplans.

Die berufspraktische Ausbildung macht ungefähr 25 % der gesamten Studienzeit aus und ist damit ein wesentlicher Bestandteil der Lehrpersonenausbildung. Die 27 Wochen Praktika finden an verschiedenen Primarschulen im Kanton Wallis bei Lehrpersonen statt, die von der PH-VS für die berufliche Begleitung ausgebildet wurden. Im Rahmen der 6 Praktika (eines pro Semester), die von der Ausbildungseinrichtung organisiert werden, lernen die Studierenden, die in den anderen Studienfeldern wie Pädagogik oder Didaktik erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen in der Praxis anzuwenden.

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Zur besseren Verknüpfung von Theorie und Praxis umfasst die berufspraktische Ausbildung neben den Praktika auch Kurse zur Praxisreflexion und Mentorate, die die Erstellung des Ausbildungsportfolios begleiten. Mit diesen Lern- und Erfahrungsräumen wird ein hoher Grad der Professionalisierung angestrebt.

Die wissenschaftliche Ausbildung besteht aus zwei Teilen: Den Vorbereitungskursen und der Anfertigung der Diplomarbeit. Diese Arbeit befasst sich mit einem Thema, das die künftigen Lehrpersonen während des Studiums vertieft behandeln möchten. Durch diese Arbeit entwickeln sie ihre intellektuelle und wissenschaftliche Neugier. Sie lernen, wie sie ein Problem wissenschaftlich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und dadurch verschiedene Lösungsmöglichkeiten ermitteln können.

> Lehrdiplom für die Primarstufe (falls die Studierenden den zweisprachigen Studiengang erfolgreich absolviert haben, erhalten sie ein zweisprachiges Lehrdiplom für die Primarstufe).
> Bachelor of Arts in Primary Education

Das von der PH-VS verliehene Lehrdiplom für die Primarstufe wird von der EDK (Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren) anerkannt und ermöglicht es dem Absolventen oder der Absolventin, in allen Stufen der Primarschule (1H bis 8H) in der gesamten deutschsprachigen Schweiz zu unterrichten. Das zweisprachige Diplom wiederum berechtigt zum Unterrichten auf allen Stufen der Primarschule (1H bis 8H), in der ganzen Schweiz, unabhängig vom Sprachgebiet, sowie in zweisprachigen Klassen der Primarschule.
Der Bachelor-Abschluss wird zusammen mit dem Lehrdiplom vergeben und ermöglicht dank des Bologna-Abkommens eine akademische Anerkennung auf europäischer Ebene.

Bewerbungen und Zulassung

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Anmeldefrist für Zulassungen ohne Prüfung: 1. Dezember 2023 bis 10. März 2024 um Mitternacht

Anmeldefrist für Zulassungen mit Prüfungen: 1. Dezember 2023 bis 10. März 2024 um Mitternacht

    Zulassungsprüfungen: 18. März bis 28. März 2024:

  • Schriftliche Prüfungen 20. und 21. März 2024
  • Mündliche Prüfungen 25. bis 28. März 2024

Anmeldefrist für Zulassungen "sur Dossier": 1. Dezember bis 15. Dezember 2023 um Mitternacht

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Alle Informationen zur Zulassung (benötigte Dokumente, Prioritätskriterien, Zulassungsmöglichkeiten etc.) finden Sie im Leitfaden für Kandidatinnen und Kandidaten – Verfahren ohne Zulassungsprüfungen

Parallel zu diesem Zulassungsverfahren ist ein Verfahren zur Validierung von Bildungsleistungen (validation des acquis de l'experience, VAE) möglich. Weitere Informationen finden Sie im Leitfaden für Kandidatinnen und Kandidaten im Verfahren zur Validierung von Bildungsleistungen (VAE).

Alle Informationen zur Zulassung (Zulassungsbedingungen, notwendige Dokumente, Ablauf des Prozesses usw.) finden Sie im Leitfaden für Kandidatinnen und Kandidaten mit Aufnahmeprüfungen.
 
Im Folgenden finden Kandidatinnen und Kandidaten Beispiele für die Zulassungsprüfungen.

Alle Informationen zur Zulassung (Zulassungsmöglichkeiten, benötigte Dokumente, Ablauf des Verfahrens etc.) finden Sie im Leitfaden für Kandidatinnen und Kandidaten – Zulassung «sur Dossier» .

Kosten und Gebühren

  • CHF 200.– zu Beginn der Ausbildung (Bearbeitungs- und Aufnahmegebühr)
  • CHF 500.– pro Semester (Studiengebühr)
  • CHF 200.– pro Semester (Beitrag zu den Studienkosten)

Kandidatinnen und Kandidaten, die in der Schweiz keine Steuern zahlen oder im Sinne der FHV-Vereinbarung nicht an einen Kanton für die Zahlung der Studiengebühren gebunden sind:

  • CHF 200.– zu Beginn der Ausbildung (Bearbeitungs- und Aufnahmegebühr)
  • CHF 500.– pro Semester (Studiengebühr)
  • CHF 100.– pro Semester und ECTS-Kreditpunkt
  • CHF 200.– pro Semester (Beitrag zu den Studienkosten)
  • CHF 1’000.– bei Bestätigung der Teilnahme am Verfahren

Die Lehrveranstaltungen und Praktika finden an den beiden Standorten der PH-VS in Brig und in St-Maurice statt. Die angehenden Lehrpersonen absolvieren ein Semester und ein Praktikum in der jeweils anderen Sprachregion des Kantons. Das Ziel ist dabei die Förderung des kulturellen Austauschs und der Zweisprachigkeit.

Im Rahmen der Ausbildung muss in den Sprachen Französisch/Deutsch (je nach Einschreibeort der Kandidatin oder des Kandidaten) und Englisch das Niveau B2 erreicht werden. Das verliehene Diplom ist von der EDK anerkannt und der Bachelor-Abschluss ist an den Erwerb von Sprachzertifikaten auf dem Niveau B2 gebunden. Es besteht die Möglichkeit, das Niveau B2 durch interne Prüfungen an unserer Hochschule nachzuweisen.

Für die Sprache Französisch werden von der PH-VS folgende Sprachzertifikate anerkannt:

  • TELC Français B2
  • DELF B2
  • DALF C1

Für die Sprache Englisch werden von der PH-VS folgende Sprachzertifikate anerkannt:

  • Cambridge English First (FCE)
  • Cambridge English BEC Vantage
  • International English Language Testing System (IELTS) 5-6.5
  • Test Of English as a Foreign Language (TOEFL)
  • The European Language Certificates (TELC)

Kandidatinnen und Kandidaten für die Zulassung können nach einem endgültigen Nichtbestehen an der PH-VS oder einer anderen von der EDK anerkannten Einrichtung der Lehrpersonenausbildung nach Ablauf einer 2-jährigen Wartezeit zwischen dem Datum der offiziellen Mitteilung des endgültigen Nichtbestehens und dem Datum der Verkündung der Zulassungsentscheidung durch die PH-VS zugelassen werden.

Die PH-VS bietet ein internes Anerkennungsverfahren an, das die Anrechnung zertifizierter Abschlüsse oder Lehrveranstaltungen aus einem früheren Studium ermöglicht. Falls dies auf Sie zutrifft, können Sie die Anrechnung bereits erbrachter formaler Bildungsleistungen (validation des acquis de formation formels, VAFF) beantragen. Das VAFF-Verfahren wird nach der endgültigen Zulassungsentscheidung und vor Beginn der betreffenden Ausbildung durchgeführt.

Weitere Informationen sind hier zu finden: Anrechnung bereits erbrachter formaler Bildungsleistungen.

Nach der Zulassung gilt für die Kandidatinnen und Kandidaten im Studiengang Bachelor Primarstufe eine Probezeit (erstes Semester), die der Bewertung ihrer für die berufliche Ausbildung erforderlichen Kompetenzen, ihrer physischen und psychischen Eignung, ihrer Motivation für den Lehrberuf sowie ihrer Fähigkeiten in der Unterrichtssprache und der Sprache 2 dient. Wenn die Bedingungen für das erfolgreiche Absolvieren der Probezeit nicht erfüllt sind, haben die Kandidatinnen und Kandidaten die Probezeit nicht bestanden und müssen sich erneut um die Zulassung bewerben, wenn sie die Ausbildung zur Lehrperson für die Primarstufen der obligatorischen Schule fortsetzen möchten.

Weitere Informationen: Weisung über die Bewertung der Probezeit in der Ausbildung auf der Vorschul- und Primarstufe

Die Studierenden haben die Möglichkeit, die Ausbildung Bachelor Primarstufe im zweisprachigen Studiengang (Deutsch/Französisch) zu absolvieren. Um das zweisprachige Diplom zu erlangen, müssen sich die Studierenden am Studienort ihrer Hauptsprache (Muttersprache) einschreiben, wo sie 3 Studiensemester absolvieren. Anschliessend setzen sie ihr Studium am Studienort ihrer Zweitsprache fort, wo sie alle Lehrveranstaltungen und Praktika der weiteren 3 Studiensemester absolvieren. Die Sprachkompetenzen in der Zweitsprache der Kandidatinnen und Kandidaten für den zweisprachigen Studiengang Bachelor Primarstufe müssen spätestens am Ende des 4. Studiensemesters der Stufe C1 entsprechen. Diese Sprachkompetenzen können durch interne Prüfungen an unserer Hochschule bewertet und bestätigt werden.