Lehrerbildung – 25 Jahre im Wandel

Die Ausbildung von Lehrpersonen im ständigen Wandel 

Seit dem Jahr 2000 hat die PH-VS die Struktur der Ausbildung von Lehrpersonen im Wallis grundlegend erneuert. Aufbauend auf dem Erbe der Lehrerseminar hat sie schrittweise ein Modell entwickelt, das auf die Professionalisierung ausgerichtet ist und den heutigen Anforderungen des Berufs gerecht wird. 

Eine von Beginn an verankerte Professionalisierung 

Lehrerbildung – 25 Jahre im Wandel

Die Gründung der PH-VS auf Tertiärstufe markiert einen entscheidenden Bruch mit den Lehrerseminaren (Schulen der Sekundarstufe II). Während diese eine allgemeine Ausbildung mit einer relativ kurzen Einführung in den Lehrberuf anboten, führte die PH-VS ab 2000 ein dreijähriges Studium ein, das vollständig auf die professionelle Ausbildung ausgerichtet ist. 

Da die Allgemeinbildung nun vorgängig – durch den Erwerb einer gymnasialen, spezialisierten oder beruflichen Maturität – erworben wird, kann sich das Studium auf die für den Lehrberuf spezifischen Kompetenzen konzentrieren, also auf das für den Unterricht relevante Wisse: didaktische, pädagogische und überfachliche Kompetenzen. Die berufspraktische Ausbildung steht damit klar im Zentrum des gesamten Ausbildungskonzepts. 

Das integrative alternierende Ausbildungsmodell – zwischen Theorie und Praxis 

Lehrerbildung – 25 Jahre im Wandel

Von Beginn an als zentrales Element der Ausbildung konzipiert, verbindet das integrative alternierende Ausbildungsmodell Theorie und Praxis in einer zirkulären Dynamik: Die Erfahrungen im Feld nähren die Reflexion, die theoretischen Grundlagen geben dem Handeln Orientierung. So entwickeln die Studierenden ihre beruflichen Kompetenzen in einem ständigen Dialog zwischen Erfahrung und Konzeptbildungprivi, ohne Hierarchie zwischen den beiden Elementen. 

Diese Ausrichtung geht mit einer strukturierten Progression einher: Die Ziele der Praktika entwickeln sich entsprechend dem Fortschritt im Studium, und ein auf klar definierten Kriterien basierendes Bewertungssystem ermöglicht den Studierenden, ihre erworbenen Kompetenzen sowie ihre Entwicklungsfelder zu identifizieren. Dieses Modell, das über die Kantonsgrenzen hinaus anerkannt ist, bevorzugt eine qualitative Bewertung der Kompetenzen gegenüber einer rein rechnerischen Logik.

Die Ausbildung der Praxislehrpersonen: eine wegweisende Innovation 

Lehrerbildung – 25 Jahre im Wandel

Von Beginn an hat die PH-VS einen klaren Grundsatz vertreten: Die Begleitung von Studierenden in Praktika lässt sich nicht improvisieren. Um bereits die ersten Praktika angemessen betreuen zu können, entwickelte sie früh ein spezifisches Ausbildungsangebot für Praxislehrpersonen (Plp). Die für diese Funktion erforderlichen Kompetenzen in der reflexiven professionellen Begleitung wurden damit ausdrücklich anerkannt. Dieses in der Schweiz und darüber hinaus wegweisende Modell trägt dazu bei, die Qualität der Praktikumsbegleitung zu stärken und eine zentrale Rolle im Ausbildungssystem weiter zu professionalisieren. 

Die Ausbildung der Praxislehrpersonen: eine wegweisende Innovation 

Von Beginn an hat die PH-VS einen klaren Grundsatz vertreten: Die Begleitung von Studierenden in Praktika lässt sich nicht improvisieren. Um bereits die ersten Praktika angemessen betreuen zu können, entwickelte sie früh ein spezifisches Ausbildungsangebot für Praxislehrpersonen (Plp). Die für diese Funktion erforderlichen Kompetenzen in der reflexiven professionellen Begleitung wurden damit ausdrücklich anerkannt. Dieses in der Schweiz und darüber hinaus wegweisende Modell trägt dazu bei, die Qualität der Praktikumsbegleitung zu stärken und eine zentrale Rolle im Ausbildungssystem weiter zu professionalisieren. 

Die reflexive Praxis: ein zentrales Merkmal der beruflichen Entwicklung 

Die reflexive Praxis, die bereits mit der Gründung der PH-VS eingeführt wurde, hat sich rasch als zentrales Element der Ausbildung etabliert. Sie zielt darauf ab, Lehrpersone auszubilden, die in der Lage sind, ihre eigene Praxis zu analysieren, deren Auswirkungen zu verstehen und sie weiterzuentwickeln. 

Sie stützt sich auf verschiedene komplementäre Instrumente – Mentorat, Portfolio, Lerntagebuch, Praxis- und fachdidaktische Analysen, Fallstudien sowie Supervisionsgespräche – und ist in eine Perspektive der kontinuierlichen beruflichen Entwicklung eingebettet, die über die Erstausbildung hinausgeht.

Die Entstehung neuer Didaktiken nah an den Bedürfnissen der Praxis 

Lehrerbildung – 25 Jahre im Wandel

Seit jeher hat es die PH-VS verstanden, ihre Lehrinhalte weiterzuentwickeln, um den Herausforderungen im Schulwesen gerecht zu werden. Die Weiterentwicklung der Didaktik der Grundfertigkeiten ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür. 

Ursprünglich in einer generalistischen Ausbildung, die die gesamte obligatorische Schulzeit abdeckt, wenig sichtbar, hat sich dieses Feld rasch strukturiert und im Laufe der Jahre zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin entwickelt. Heute ermöglicht es, die kognitiven und pädagogischen Besonderheiten der ersten Schuljahre – wenn das Kind in die Schule eintritt und zur «Schülerin» bzw. zum «Schüler» wird – besser zu berücksichtigen. 

Eine zweisprachige Institution, getragen von der Komplementarität ihrer Standorte 

Die PH-VS wurde seit ihrer Gründung an zwei Standorten aufgebaut, in Saint-Maurice und in Brig. Diese Organisation spiegelt die zweisprachige und bikulturelle Realität des Kantons wider und stellt einen Gewinn für die Ausbildung dar. 

Die Impulse der französisch- und deutschsprachigen Kultur haben im Laufe der Zeit dazu beigetragen, die – bisweilen sehr unterschiedlichen – pädagogischen Ansätze zu bereichern und die Offenheit der Institution zu stärken. 

Eine Ausbildung am Puls der Zeit 

In 25 Jahren ist es der PH-VS gelungen, ihr Modell weiterzuentwickeln und dabei ihren grundlegenden Prinzipien treu zu bleiben. Von der Professionalisierung über die reflexive Praxis bis hin zum integrativen alternierenden Ausbildungsmodell und zum kompetenzorientierten Ansatz hat sie eine anspruchsvolle, kohärente und zukunftsgerichtete Ausbildung aufgebaut. 

Heute bildet sie Lehrpersonen aus, die den Herausforderungen einer sich ständig wandelnden Schule gewachsen sind, indem sie Fachwissen, Analysefähigkeit und berufliches Engagement miteinander verbinden. 

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