| Bernhard Rotzer ist Dozent an der PH-VS und unterrichtet zudem an der HFMS Siders. Er verfügt über einen Master of Arts in Historischen Wissenschaften der Universität Freiburg sowie über ein Lehrdiplom und forscht derzeit im Bereich der historischen Schulbuchforschung. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Didaktik von Ethik und Religionskunde sowie in der Erforschung historischer Entwicklungen im Bildungskontext. Er hat an mehreren interinstitutionellen Projekten mitgewirkt, darunter an einer Studie zu Unterrichtspraktiken in Ethik und Kulturen der Religionen in der Westschweiz sowie an einem von Swissuniversities geförderten Projekt zu Diversität, Inklusion und Chancengerechtigkeit. Seine Forschungsergebnisse präsentiert er regelmässig auf nationalen und internationalen Kongressen und publiziert in Fachzeitschriften. |
lehrschwerpunkte
- Didaktik in Religion und Ethik
- Unterricht in multikulturellen Klassen
- Historische und philosophische Aspekte von Bildung und Erziehung
- Forschungsmethodik
wissenschaftliche fachgebiete
- Religionspädagogik
- Multikulturalität
- Historische und philosophische Bildungsforschung
funktion und mandats
- Mitglied bei SGL-Arbeitsgruppe Ethik, Religionen, Gemeinschaft (NMG)
- Mitglied bei SGL-Arbeitsgruppe Allgemeine Pädagogik
- Mitglied bei EERA Sociologies of Education
forschungsprojekte
2017-2021 : Unterrichtspraktiken im Fach „Ethik und Religionen“. P. Bleisch Bouzar (HEP FR), S. Desponds (HEP Vaud), A.-C. Hess (HEP FR), B. Rotzer (PH-VS), E. Ansen-Zeder (HEP FR).
Das Forschungsprojekt untersucht die Unterrichtspraxis im Fach Ethik und Religionen (ECR), das mit der Einführung des Westschweizer Lehrplans (PER) im Jahr 2011 obligatorisch wurde. Die Studie wurde an Primarschulen in den Kantonen Freiburg, Waadt und Wallis anhand von Befragungen und Unterrichtsbeobachtungen durchgeführt. Im Fokus stehen ethische Herausforderungen beim Zugang zum Forschungsfeld und zu Daten, die pädagogischen Absichten der Lehrpersonen und deren Umsetzung sowie der Umgang mit religiöser Vielfalt. Die Ergebnisse zeigen, dass die pädagogischen Absichten der Lehrpersonen weitgehend mit den offiziellen Vorgaben übereinstimmen, deren tatsächliche Wirkung auf das Lernen jedoch stärker reflektiert werden sollte. Zudem beeinflusst die in einer Klasse vorhandene religiöse und kulturelle Vielfalt, wie Lehrpersonen die Relevanz des Fachs einschätzen und Vielfalt im Unterricht wahrnehmen und thematisieren.
Weitere Informationen: ici
2021-2024 :Aktionsplan zur Umsetzung der „Empfehlungen Bildung und Migration“ (Kammer PH swissuniversities, 2020) im Kontext der Chancengleichheitund Inklusion an den Hochschulen. Laffranchini, M. (HEP Vaud), Hug, E. (PH Zh), Imhof, E. (PH SH), Kappus, E-N. (PH Lu), Kassis, A. (FHNW), Kosorok Labhart, C. (PH TG), Losa, S., Mantel,C. (SUPSI-DFA), Rodcharoen, P. (HfH ZH), Rotzer, B. (PH-VS), Sieber Egger, A. (PH-ZH), Sommer-Sutter, B. (PH-GR), Stienen, A. (PH-BE).
An dem von 2021 bis 2024 im Rahmen des Programms „Diversität, Inklusion und Chancengleichheit in der Hochschulentwicklung“ von swissuniversities durchgeführten Projekt waren dreizehn Schweizer Pädagogische Hochschulen beteiligt, darunter die HEP-VS. Ziel ist es, die sechs Empfehlungen der Kammer der Pädagogischen Hochschulen aus dem Jahr 2020 zu den Herausforderungen im Zusammenhang mit Migration und Chancengleichheit in konkrete Massnahmen umzusetzen. Das Projekt geht von der Feststellung aus, dass die soziale Herkunft und der Migrationshintergrund nach wie vor die Bildungswege und -chancen in der Schweiz beeinflussen. Es schlägt daher einen Handlungsrahmen vor, der es den Pädagogischen Hochschulen ermöglicht, Vielfalt, Inklusion und Chancengleichheit nachhaltig in ihrer Leitung, ihren Studiengängen, ihrer Forschung und ihren Dienstleistungen zu verankern. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Ausbildung künftiger Lehrkräfte, um deren Kompetenzen in den Bereichen Vielfalt, Mehrsprachigkeit, Diskriminierung und Inklusion zu stärken. Das Projekt mündet in operative Empfehlungen, Indikatoren zur Erfolgskontrolle und ein Lehrplanmodell für die Pädagogischen Hochschulen.
Weitere Informationen: hier.