Lehrschwerpunkte
- Organisationssoziologie
- Sonderpädagogik
- Erziehungswissenschaften
- Ungleichheiten im schulischen Kontext
- Rolle und Rollenverständnis der Akteurinnen und Akteure in der Sonderpädagogik
- Deskriptive Skalen der Sonderpädagogik
- Psychopädagogik von Kindern und Jugendlichen
Wissenschaftliche Fachgebiete
- Inklusion
- Ungleichheiten
- Verhältnis zu gesetzlichen Vorgaben
- Vorgeschriebene Rolle
- Eigenes Rollenverständnis
- Professionalisierungsprozesse
- Wahrgenommenes Selbstkonzept: Selbstkonzept, Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeitserleben
funktionen und mandat
- Studienberaterin (2021–2023)
- Ausbildungsingenieurin, Mitglied des Programmkomitees (PH-VS – PH Vaud)
- Mitglied des Steuerungskomitees der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) – Bereich Sonderpädagogik
- Mitglied des Laboratoriums LIFE, Universität Genf
- Präsidentin des Themenbereichs 2 des LASALE – Inklusion und Ungleichheiten
- Mitglied des wissenschaftlichen Komitees des CERIP (HETS, HES-SO Genf)
- Co-Präsidentin des Netzwerks für Sonderpädagogik bei swissuniversities
forschungsprojekte
2022-2025 : Rollenkonzeption von Praxisbildnerinnen und Praxisbildnern bei der Einführung neuer Standards. C. Monney (ph-VS), M.-P. Matthey (ph-VS)
Im Zuge der Einführung neuer Referenzrahmen und beschreibender Bewertungsskalen, welche die Erwartungen an die Kompetenzentwicklung von Studierenden während ihrer Praktika in der Sonderpädagogik strukturieren, sowie einer damit verbundenen Weiterbildung für Praxisbildner:innen im französischsprachigen Wallis stellt sich die Frage nach der vorgeschriebenen Rolle der verschiedenen beteiligten Akteur:innen. Diese Frage macht unterschiedliche Herausforderungen und teilweise widersprüchliche Erwartungen sichtbar.
Einerseits geht es im Kontext eines sich ständig weiterentwickelnden Professionalisierungsprozesses darum, gemeinsame Bezugspunkte und ein geteiltes Verständnis zwischen Praxisbildner:innen und Dozierenden der Lehrer:innenbildung zu stärken und gleichzeitig eine Zersplitterung professioneller Handlungen zu reduzieren.
Andererseits wird ein ausgehandelter und reflektierter Umgang mit den eingesetzten Instrumenten angestrebt, um subjektive und nicht begründete Einschätzungen der erwarteten Kompetenzen der Studierenden zu vermeiden.
Eine qualitative Forschungsstudie wurde durchgeführt. Dabei wurden Daten erhoben und wissenschaftliche Beiträge erstellt (eingereicht), die am REF Namur (2022) präsentiert und anlässlich einer Konferenz der ACFAS Montréal (Mai 2023) diskutiert wurden. Zudem wird eine längsschnittliche Datenerhebung fortgeführt (eine Studierendenkohorte; Zertifizierung der praktischen Kompetenzen der Studierenden mithilfe beschreibender Bewertungsskalen).
Die Ergebnisse basieren auf einer Analyse, die durch eine induktive Gegenüberstellung von Regelmässigkeiten und Variationen gewonnen wurde.
Weitere Informationen: hier.
2025–2027: Rolle und Mitsprache der Schulleitungen und Lehrpersonen im Kanton Wallis beim Umgang mit „störenden” Lernenden im Rahmen von Inklusion und Übergängen. C. Monney (PH-VS), J.-M. Gomez (PH-VS), N. Bressoud (PH-VS), M.-P. Matthey (PH-VS), C. Bumann (PH-VS)
Das von der Direktion der Pädagogischen Hochschule Wallis genehmigte Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, über einen Zeitraum von zwei Jahren zwei sich ergänzende Schwerpunkte zu untersuchen. Gleichzeitig sollen damit die Grundlagen für eine nachhaltige Weiterentwicklung geschaffen und Forschende mit unterschiedlichen Profilen aus den Teams der PH-VS zusammengebracht werden.
In einem ersten Schritt sollen jene Akteurinnen und Akteure zu Wort kommen, die unmittelbar mit «schulischen Störsituationen» konfrontiert sind (vgl. CIIP-Bericht Gremion & Monney, 2021): die Schulleitungen der Walliser Schulen sowie Klassenlehrpersonen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Bildungsstufen, an denen Übergänge stattfinden, insbesondere dem Schuleintritt und dem Übergang von der Primar- in die Sekundarschule.
Der zweite Schwerpunkt erweitert diese Perspektive. Im Rahmen eines partizipativen Ansatzes erhalten jene Akteurinnen und Akteure eine Stimme, die in der komplexen und äusserst heterogenen Realität der Schulklassen mit den zunehmenden Anforderungen an Integration und Inklusion konfrontiert sind. In der Organisationssoziologie hat sich die Ebene der Akteurinnen und Akteure zu einer zentralen Grösse entwickelt (Crozier & Friedberg, 2000). Gleichzeitig nimmt sie im Professionalisierungsprozess innerhalb von Bildungsinstitutionen eine strategische Schlüsselrolle ein. Vor diesem Hintergrund ist es sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus strategischer Sicht von zentraler Bedeutung, die Erfahrungen und Perspektiven der Walliser Lehrpersonen und Schulleitungen möglichst nah an ihrer beruflichen Realität zu erfassen.
Der Kanton Wallis war der erste Kanton, der der Interkantonalen Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich der Sonderpädagogik (EDK, 2007) beitrat. Aktuelle Entwicklungen und gewisse politische Einflüsse stellen heute einen ihrer grundlegenden Pfeiler infrage: den Grundsatz, «integrative Lösungen separierenden Lösungen vorzuziehen».
Weitere Informationen: hier.