Diese Doktorarbeit ist im Bereich der Didaktik grundlegender Lernprozesse angesiedelt und befasst sich mit der didaktischen Konzeptionsarbeit von Lehrpersonen. Sie untersucht die Rolle der Imagination bei der Entwicklung von Conceptual Playworlds (CPW), einem pädagogischen Ansatz, der auf dem Fantasiespiel und der Nutzung einer gemeinsamen Vorstellungswelt zur Unterstützung von Lernprozessen basiert.
Aus einer historisch-kulturellen Perspektive betrachtet die Forschung CPW als einen besonders geeigneten Kontext zur Untersuchung didaktischer Entwicklungsprozesse. Sie geht der Frage nach, wie Lehrpersonen zu vermittelnde Lerninhalte identifizieren, eine gemeinsame Vorstellungswelt entwickeln und Als-ob-Spielsituationen gestalten, die bei Schülerinnen und Schülern das Bedürfnis entstehen lassen, sich diese Inhalte anzueignen.
Im Mittelpunkt steht insbesondere die Rolle der Imagination in diesen verschiedenen Konzeptionsprozessen sowie ihr Beitrag zur professionellen Entwicklung von Lehrpersonen. Ziel der Forschung ist es, die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen zu unterstützen, indem Orientierungshilfen und Werkzeuge für die Konzeption und Umsetzung von Conceptual Playworlds im 4. Schuljahr (4H) entwickelt werden.
Langfristig möchte die Arbeit zur Weiterentwicklung von Unterrichtspraktiken am Ende des 1. Zyklus beitragen, in denen das Fantasiespiel als didaktisches Lehr- und Lernarrangement gezielt eingesetzt wird.