Marie-France Hendrikx

Kreativität, Innovation und Transformation in der Bildung
Sprachen
Französisch

Marie-France Hendrikx ist Lehrbeauftragte für Geistes- und Sozialwissenschaften an der PH-VS.Sie verfügt über einen Masterabschluss in Alter Geschichte sowie über ein Lehrdiplom für die Sekundarstufe II der Universität Lüttich. Anschliessend ergänzte sie ihre Ausbildung mit einem Diplom für vertiefte Studien in «Gesellschaften, Raumplanung und lokale Entwicklung» an der Universität Pau sowie mit einem Master in Vermittlung, Bildung und Kultur an der Universität Clermont-Ferrand. Danach war sie während fünfzehn Jahren in den pädagogischen Diensten von Museen in Frankreich (Gedenkstätte für die Kinder von Izieu) und in der Schweiz (Walliser Kantonsmuseen) tätig, bevor sie 2018 an unsere Institution wechselte.Ihre Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen insbesondere in den Bereichen politische Bildung, Bürgerschaft sowie ausserschulisches Lernen.

Lehrschwerpunkt

  • Fachdidaktik der Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW)
  • Geschichte
  • Politische Bildung Raumentwicklung und lokale Entwicklung

wissenschaftliche fachgebiete

  • Politische Bildung
  • Geschichte
  • Pädagogische Kreativität
  • Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW)
  • Ausserschulische Bildung

funktionen und mandat

  • Mitarbeiterin im Labor für Kreativität, Innovation und Transformation in der Bildung (Lab C.I.T.E.)
  • Vizepräsidentin des Vereins «Netzwerk der Hochschulen für die Fachdidaktik der politischen Bildung».

Forschungsprojekte

2025: Von der Curriculumanalyse zur Handlungskompetenz: Auf dem Weg zu einer kreativen und aktiven politischen Bildung. A. Terzidis (ph-VS), M.-F. Hendrikx (ph-VS)

Im Rahmen der Entwicklung eines „Nationalen Forums für politische Bildung“, das unter der Leitung des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) in Zusammenarbeit mit der Interkantonalen Konferenz Bürgerschaft (CIC) initiiert wurde, wurden Amalia Terzidis und Marie-France Hendrikx vom Bund mit dieser Studie beauftragt. Die Untersuchung befasst sich mit der politischen Bildung in der Schweiz und stützt sich auf drei komplementäre Teilbereiche: eine Curriculumanalyse des Plan d’études romand (PER) und des Lehrplans 21, halbstrukturierte Interviews mit sieben Lehrpersonen für Sozial- und Geisteswissenschaften (Sekundarstufe I), sowie eine Fallstudie zum Programm Blue Artery, das an der PH-VS entwickelt wurde.

Die Analyse zeigt, dass die Lehrpläne zwar ambitionierte Ziele im Bereich der politischen Bildung formulieren, jedoch Schwierigkeiten haben, konkrete Ressourcen für die Unterrichtspraxis bereitzustellen. Politische Bildung bleibt häufig zivilkundlich und normativ, während kritische und handlungsorientierte (agentive) Dimensionen seltener berücksichtigt werden. Blue Artery stellt ein inspirierendes Prototyp-Modell für die Lehrerbildung dar, das Interdisziplinarität, Kreativität und Engagement miteinander verbindet. Allerdings bleibt dieses Beispiel isoliert und ist stark von spezifischen Rahmenbedingungen abhängig. Die Triangulation der drei Untersuchungsteile macht somit eine zentrale Spannung sichtbar: einerseits ein hohes Mass an kritischem und demokratischem Anspruch, andererseits ein geringes Mass an konkreten Instrumenten und institutioneller Unterstützung. Die befragten Lehrpersonen äussern einen klaren Bedarf an: didaktischen Ressourcen, Zeit, und Aus- sowie Weiterbildung. Die Ergebnisse der Studie legen nahe: die Rolle der politischen Bildung in den Lehrplänen klarer zu definieren, die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen zu stärken, innovative Unterrichtsformate zu fördern und zu verbreiten, sowie die pädagogische Kreativität gezielt aufzuwerten. Die Förderung von kritischen, handlungsfähigen und kreativen Bürgerinnen und Bürgern setzt voraus, dass zunächst die Handlungskompetenz der Lehrpersonen durch eine starke politische und institutionelle Unterstützung gestärkt wird.

2022-2024 : Kreativität & Innovation in den Sozial- und Geisteswissenschaften (SGW) – Das Projekt Blue ArteryA. Terzidis (PH-VS), M.-F. Hendrikx (PH-VS), L. Piaget-Dubuis (unabhängige Öko-Künstlerin und Outdoor-Trainerin)

Das Projekt Blue Artery ist eine Aktionsforschung, die darauf abzielt, angehende Lehrpersonen der Sekundarstufe im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW) auszubilden und gleichzeitig Veränderungen in den Unterrichtspraktiken der GSW anzustoßen. Es verbindet Interdisziplinarität, Kreativität und politische Bildung, um auf aktuelle Herausforderungen – insbesondere ökologische und gesellschaftliche Fragen – zu reagieren. In Zusammenarbeit mit einer Künstlerin und zwei Dozentinnen der GSW im Masterstudium haben die Studierenden eine mobile künstlerisch-pädagogische Installation ko-konstruiert, die sich auf die Rhône und ihre Wechselwirkungen mit dem Menschen konzentriert. Diese Installation umfasst: einen interaktiven Tisch, der die menschlichen Einflüsse auf die Umwelt anhand von Kieselsteinen, Plexiglasscheiben und QR-Codes darstellt, die zu digitalen Ressourcen führen, drei pädagogische Roll-ups, sowie einen didaktischen Leitfaden für den Einsatz im Unterricht. Das Projekt wurde in mehreren Phasen umgesetzt: theoretische Grundlagen zur Fachdidaktik, Exkursionen, um Daten und sinnliche Eindrücke zu sammeln, fachspezifische Analysen, und schliesslich eine kollaborative Ko-Kreation. Dieser Ansatz ermöglichte es den Studierenden, ihre Kreativität, Handlungskompetenz (Agentivität) und interdisziplinären Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Das Projekt wurde zudem im Hinblick auf die didaktische Professionalisierung und die Transformation von Unterrichtspraktiken in den GSW analysiert.

Einwilligung zur Verwendung von Cookies
Indem Sie Ihren Besuch auf dieser Website fortsetzen, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies zur Verbesserung Ihres Nutzererlebnisses und zur Erstellung von Besuchsstatistiken einverstanden. Über nachstehende Schaltflächen können Sie Ihre Cookie-Einstellungen anpassen.
Meine Einstellungen