Lehrschwerpunkte
- Fachdidaktik der Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW)
- Fachdidaktik der Naturwissenschaften (NW)
- Praxisreflexion und Analyse von Unterrichtspraxis in GSW und NW
Wissenschaftliche Fachgebiete
- Fachdidaktik der Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW)
- Fachdidaktik der Naturwissenschaften (NW)
- Entwicklung und Analyse von Lehrmitteln in GSW und NW
- Komplexität und kontroverse gesellschaftliche Fragen (QSV)
Funktionen und Mandat
- Verantwortlicher und Koordinator der pädagogischen Animation im französischsprachigen Wallis
- Experte für die Westschweizer Lehrmittel in den Bereichen GSW und NW
- Mitverantwortlicher für die Entwicklung von «Objectif Terre», einer Ausstellung und Website zur Thematik des Anthropozäns
- Verantwortlicher der Entwicklung eines Energiespiels sowie pädagogischer Angebote für den Regionalen Naturpark Vallée du Trient
Forschungsprojekte
2019-2022 : Der Einsatz von Lehrmitteln in den Geistes- und Sozialwissenschaften. A. Pache (HEPL), S. Fierz (ph-VS), L. Reymondin Reinberg (HEPL), B. Rogéré Pignolet (HEPL), Schwab (HEPL), E. Honoré (HEPL), J.-N. Revaz (HEPL), J. P. Jenni (UNIGE), B. Gremaud (UniFR), A. Mauron (UniFR)
In den vergangenen Jahrzehnten haben neue gesellschaftliche Anforderungen und die vielfältige Kritik an der Schule zu wichtigen Neuausrichtungen der Lehrpläne geführt. Die schulischen Fächer wurden dadurch neu gestaltet (Audigier, Sgard und Tutiaux-Guillon, 2015), und neue Lehrmittel wurden eingeführt. Diese nehmen unterschiedliche Formen an (Bücher, Arbeitshefte, digitale Ressourcen usw.) und bringen zwangsläufig neue Praktiken mit sich oder können sogar bestehende schulische Ungleichheiten verstärken (Bonnéry, 2015). Darüber hinaus wird die Vorstellung, dass Lehrmittel eine zentrale Ressource für die Umsetzung neuer didaktischer Prinzipien darstellen könnten, durch die Forschung zu diesen pädagogischen Ressourcen relativiert (Boutonnet, 2013).
Diese empirische Forschung richtet den Fokus auf den Einsatz von Lehrmitteln in den Fächern der Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW), einschliesslich ihrer digitalen Dimension, sowie auf die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler. Ausgehend von einem kooperativen Forschungs- und Entwicklungsansatz – der durch Design orientierten kollaborativen Forschung – werden die von den beteiligten Lehrpersonen getroffenen Entscheidungen sowie die Formen der gemeinsamen Wissenskonstruktion im Unterricht untersucht. Neben der Förderung der professionellen Entwicklung der Lehrpersonen soll diese Forschung dazu beitragen, einige bedeutende Ergebnisse innerhalb der gesamten Lehrerschaft zugänglich zu machen.
Publikation:
- Fierz, S., & Jenni, P. (2025). Approche des pratiques déclarées d’enseignantes et d’enseignants de Suisse romande en géographie et en histoire à l’école obligatoire et leur relation aux moyens d’enseignement. Recherches En Éducation, 58. https://doi.org/10.4000/13l6l
2018-im lauf: Objectif-Terre – Leben im Anthropozän. S. Fierz (PH-VS), S. Müller (PH-VS), in Zusammenarbeit mit dem Naturmuseum Wallis und éducation21.
Dieses Projekt zielt darauf ab, eine fächerübergreifende Ausstellung zum Thema Anthropozän zu konzipieren, zu fördern und zunächst an Schulen der Sekundarstufe II und Berufsfachschulen im Wallis und anschliessend in der ganzen Schweiz zugänglich zu machen. Die Besonderheit des Projekts liegt in der Verbindung von Wissen aus verschiedenen Disziplinen – Geologie, Geschichte, Anthropologie, Philosophie, Biologie und Umweltwissenschaften. Dadurch eignet sich das Thema besonders für die Bildung für nachhaltige Entwicklung und die Förderung eines systemischen Denkens. Die Inhalte basieren auf der ursprünglichen Ausstellung des Naturmuseums Wallis, die 2016 mit dem Expo-Preis der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften ausgezeichnet wurde. Die PH-VS hat diese Ausstellung umfassend für ein schulisches Publikum und verschiedene Unterrichtskontexte angepasst.
Die Forschung befasst sich zudem mit der Rezeption dieser Ressourcen. So wurde unter anderem eine qualitative Analyse auf der Grundlage des theoretischen Konzepts der museografischen Transposition durchgeführt, um die Online-Ressource mit der Wanderausstellung, aus der sie hervorgegangen ist, zu vergleichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die virtuelle Ausstellung als eine Inszenierung von Wissen verstanden werden kann, die musealen Ausstellungen ähnelt. Dieses Projekt wird durch die Agenda 2030 (Fonds des Kantons Wallis für nachhaltige Entwicklung) und die Stiftung éducation21 (Fonds für innovative Projekte der Pädagogischen Hochschulen) finanziert.
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