Sylvie Richard, PhD

Grundfertigkeiten des Lernens
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Englisch, Französisch
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Sylvie Richard ist Professorin an der PH-VS und leitet dort das Forschungsteam « Grundfertigkeiten des Lernens».Nach ihrem Bachelorabschluss für die Primarstufe an der PH-VS, der zum Unterrichten von Kindern im Alter von 4 bis 12 Jahren (1.–8. HarmoS) befähigt, arbeitete sie zunächst als Primarlehrerin. Anschliessend studierte sie Psychologie an der Universität Lausanne und erwarb einen Bachelorabschluss. . Darauf folgte ein Masterstudium an der Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaften (FAPSE) der Universität Genf mit den Schwerpunkten kognitive und klinische Psychologie. An derselben Universität promovierte sie anschliessend in Psychologie.In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit grundlegenden Lernprozessen bei jungen Kindern, insbesondere auf der 1.-4. HarmoS-Stufe. Dabei untersucht sie die Bedeutung des Spiels für schulisches Lernen und die psychologische Entwicklung. Im Fokus stehen verschiedene Spielformen, darunter kindinitiiertes Spiel, Konstruktions-, Bewegungs- und Rollenspiele. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Fantasiespiel und dessen Potenzial zur Förderung sozial-emotionaler Lernprozesse.

Lehrschwerpunkte

  • Unterricht und grundlegende Lernprozesse
  • Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen
  • Didaktik des und durch das Fantasiespiel
  • Begleitung und berufliche Entwicklung von Lehrpersonen und angehenden Lehrpersonen

Wissenschaftliche Fachgebiete

  • Spielpädagogik
  • Fantasiespiel
  • Sozial-emotionale Kompetenzen
  • Umsetzung von Interventionen im Unterricht

Funktionen und Mandat

  • Team leader der Forschungsgruppe «Grundlegende Lernprozesse» (PH-VS)
  • Co-Verantwortliche des CAS «Grundlegende Lernprozesse» an der PH-VS
  • Mitglied des Schweizer Netzwerks « Emotion et Education »

Forschungsprojekte

2025-2030 : « Was wäre, wenn … wir spielerisch mit unseren Emotionen umgehen! ». S.Richard (ph-VS), S.Karlen (ph-VS), E. Gentaz (UNIGE)

Das Fantasiespiel bezeichnet eine Aktivität, bei der Kinder eine imaginäre Situation gestalten («als ob …», «sich vorstellen, dass …»), Rollen übernehmen und Verhaltensregeln anwenden, die den gewählten Rollen und inszenierten Szenarien entsprechen (Vygotsky, 2016). Diese Form des Spiels gilt als zentrale Aktivität für die psychologische Entwicklung von Kindern im Alter von 4 bis 7 Jahren und sollte entsprechend unterstützt werden. Eine angemessene Begleitung dieses Spiels kann zur Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen junger Kinder beitragen, beispielsweise indem sie lernen, ihre Emotionen zu verstehen und zu regulieren. Diese sozio-emotionalen Kompetenzen sind für das schulische Lernen von grundlegender Bedeutung und fördern das allgemeine Wohlbefinden des Kindes.

Leider gibt es derzeit nur wenige wissenschaftliche Studien darüber, wie Lehrpersonen das Fantasiespiel von Kindern begleiten, um es anzureichern und sozio-emotionales Lernen zu fördern. Daher sollen weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um den Zusammenhang zwischen den verschiedenen Formen der Intervention der Lehrpersonen im Fantasiespiel – insbesondere im Hinblick auf deren pädagogische Haltung und Positionierung – und der Entwicklung dieser Spielform sowie der sozio-emotionalen Kompetenzen von Kindern im Alter von 4 bis 7 Jahren zu untersuchen.

Es werden qualitative und quantitative Daten erhoben. Zum Einsatz kommen audiovisuelle Aufzeichnungen (Video und Ton), Notizen sowie Papierfragebögen.

Langfristig soll dieses Projekt dazu beitragen, das Repertoire an Unterrichtspraktiken zu erweitern, die die sozio-emotionale Entwicklung junger Kinder fördern.

2018-2022: Förderung der sozio-emotionalen Kompetenzen von 5- bis 6-jährigen Kindern im schulischen Kontext im Rahmen von fantasieSpielen. S.Richard (ph-VS), E.Gentaz (UNIGE), A.Clerc-Georgy (HEPL)

Ziel dieser Dissertation ist es, die Auswirkungen der Umsetzung eines Programms im schulischen Kontext auf die Entwicklung des Emotionsverständnisses, der Emotionsregulation und des prosozialen Verhaltens bei 5- bis 6-jährigen Kindern zu untersuchen. Das Programm umfasst elf Einheiten, die darauf abzielen, diese Kompetenzen durch strukturierte Lehr- und Lernaktivitäten zu fördern, gefolgt von Phasen der Anwendung und Vertiefung in Fantasiespielsituationen. Auch diese Spielform wird während der gesamten Intervention schrittweise begleitet und unterstützt, um ihre Entwicklung zu fördern. Die Umsetzung des Programms erfolgte in drei Etappen: Studie 1 (explorativ), Studie 2 (Umsetzung durch eine Gruppe von Lehrerinnen) und Studie 3 (gross angelegte Umsetzung durch eine Gruppe von Lehrpersonen sowie Evaluation der Umsetzung). Die Gesamtheit der Ergebnisse deutet darauf hin, dass das Programm das Emotionsverständnis sowie bestimmte Aspekte der Regulation negativer Emotionen verbessert.

RICHARD GLASSEY, Sylvie Sabine. Promouvoir le développement des compétences socio-émotionnelles en contexte de jeu de faire semblant chez des enfants de 5-6 ans dans le cadre scolaire. Doctoral Thesis, 2022. doi: 10.13097/archive-ouverte/unige:162097

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