Schülerinnen und Schüler als Ausgangspunkt der Reflexion


Den Auftakt machte der Freitagnachmittag mit über 100 Schülerinnen und Schülern aus dem Ober- und Unterwallis. Sie waren eingeladen, ihre Vorstellung einer idealen Schule zu entwickeln und legten damit den Grundstein für die weiteren Überlegungen.
Diese ersten Ideen wurden am Freitagabend und Samstag aufgegriffen, weiterentwickelt und vertieft. Begleitet von den Facilitatorinnen des Lab C.I.T.É. der PH-VS arbeiteten die Teilnehmenden nach den Methoden des Design Thinking mit Fokus auf Kreativität, Zusammenarbeit und kollektive Intelligenz.
Vortrag und Podiumsdiskussion als impulse
Der Hackathon wurde durch inspirierende Beiträge ergänzt. Der Vortrag von Jean Rakovitch, Doktor der Erziehungswissenschaften und Direktor der École du Domaine du Possible, eröffnete neue Perspektiven auf Schule. Anhand von Vergleichen mit Modellen aus der Landwirtschaft lud er dazu ein, Schule als lebendiges Ökosystem zu denken.
Diese Überlegungen wurden in einer anschliessenden Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Bildungsbereich weitergeführt. Unterschiedliche Perspektiven trafen aufeinander und bereicherten den Austausch zu den Herausforderungen der Schule von morgen.
Von Ideen zu konkreten Prototypen
Innerhalb kurzer Zeit entwickelten die Teams aus ihren Überlegungen konkrete Prototypen für die Schule der Zukunft, die sie einer Jury aus Fachpersonen aus Bildung und Gesellschaft präsentierten.
Im Verlauf der Arbeiten kristallisierten sich mehrere zentrale Themen heraus:
- die Verbindung zur Umwelt und zum Lebendigen
- die Stärkung der Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler
- das Aufbrechen traditioneller Fachgrenzen
- mehr Flexibilität in den Lernwegen
- eine stärkere Vernetzung von Schule und Gesellschaft
Die Schule erscheint dabei als lebendiges System, das sich kontinuierlich weiterentwickelt und fest in der Gesellschaft verankert ist.
Ideen mit Zukunft
Über die präsentierten Projekte hinaus hat der Hackathon vor allem eines ermöglicht: neue Perspektiven, intensiven Austausch und das Zusammenwirken vielfältiger Sichtweisen.
Die entstandenen Ideen und Prototypen werden in einem White Paper zusammengeführt und den Akteurinnen und Akteuren im Bildungsbereich sowie politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern zur Verfügung gestellt. Auch intern fliessen die Ergebnisse in die weiteren Arbeiten und Forschungsaktivitäten der PH-VS ein.
Ein gemeinsamer Erfolg
Der Erfolg dieses Anlasses basiert auf dem Engagement zahlreicher Beteiligter. Die PH-VS dankt allen Teilnehmenden herzlich für ihre Kreativität, ihre Offenheit und ihren Einsatz.
Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam, dem Lab C.I.T.É. und seinen Facilitatorinnen für die professionelle Begleitung, den Jury-Mitgliedern sowie Jean Rakovitch und den Teilnehmenden der Podiumsdiskussion für ihre wertvollen Impulse.














————————————————————-
Zwei Tage gemeinsam innovativ denken
Der vom Lab C.I.T.É. der PH-VS organisierte Hackathon bietet zwei Tage im Zeichen kollektiver Intelligenz — mit inspirierenden Inputs, einer Podiumsdiskussion, partizipativen Workshops sowie Phasen der Ideation und des Prototypings. Das Ziel ist klar: konkrete Ideen entwickeln und diese in tragfähige Konzepte oder Prototypen für die Schule der Zukunft überführen.
Das ursprünglich aus der digitalen Welt stammende Hackathon-Format hat sich in den letzten Jahren als wirkungsvoller Innovationstreiber etabliert. Innerhalb kurzer Zeit ermöglicht es, unterschiedliche Kompetenzen zu bündeln, Perspektiven zu verknüpfen und ausgehend von der Praxis neue Lösungsansätze zu entwickeln.
Freitag, 13. – Samstag,14. März 2026
Technopôle, rue de Technopôle 1, 3960 Siders
Freitag: 17:30 bis 21:00 Uhr
Samstag: 09:00 bis 17:00 Uhr
Vier thematische Schwerpunkte
Die Arbeiten und Diskussionen orientieren sich an vier zentralen Themenfeldern:
- Nachhaltigkeit, Wohlbefinden und Gesundheit
- Kreativität und Innovation
- Bikulturalität und Inklusion
- Digitale Bildung
Diese Schwerpunkte greifen aktuelle und zukünftige Herausforderungen des Bildungswesens auf und geben den Gruppen eine inhaltliche Leitlinie.
Ein Anlass für alle Interessierten
Der Hackathon richtet sich an Lernende, Bildungsfachpersonen, Eltern, Verbände, institutionelle Partner sowie an alle, die sich für die Zukunft der Schule interessieren. Die Vielfalt der Perspektiven ist eine zentrale Stärke dieses Formats und fördert kreative Lösungen.
Die inspirierendsten Projekte werden von einer Jury mit Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen bewertet und im Rahmen des offiziellen Jubiläumstags der PH-VS im September 2026 präsentiert.
Machen Sie mit
Ob Sie Ihre Erfahrungen einbringen, neue Ideen entwickeln oder einfach zur gemeinsamen Reflexion beitragen möchten — Ihre Teilnahme ist willkommen. Eine Anmeldung ist für einen halben oder einen ganzen Tag möglich.
Anmeldeschluss: 26. Februar 2026
Alle praktischen Informationen und das Anmeldeformular finden Sie auf unserer Themenseite.