Bachelor Primarstufe

formation initiale P

Primarlehrerinnen und Primarlehrer begleiten und unterstützen Schülerinnen und Schüler von vier bis zwölf Jahren in ihrer Entwicklung während einer wichtigen Lebensphase. Sie ermöglichen den Kindern und Jugendlichen vielfältige Lernerfahrungen und begeistern sie für das Lernen.

Primarlehrerinnen und Primarlehrer vermitteln den Lehrstoff in fast allen Fächern, sorgen für ein gutes Lernklima und gestalten den Unterricht spannend und vielfältig.

Primarlehrerinnen und Primarlehrer sind verantwortlich für eine Klasse, sind zugleich aber auch Teil eines multiprofessionellen Teams an einer Schule.

Der Bachelorstudiengang Primarstufe bereitet angehende Lehrpersonen der Primarstufe auf diese vielseitige und anspruchsvolle Aufgabe vor.

Informationen zum Studiengang

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums verleiht die PH-VS:

  • das Lehrdiplom für die Primarstufe oder das Bilinguale Lehrdiplom für die Primarstufe
  • den Bachelor of Arts PH-VS in Primary Education

Das schweizerisch anerkannten Lehrdiplom für die Primarstufe führt zu einer Unterrichtsberechtigung auf der Primarstufe für die Klassen 1H bis 8H in allen Fächern und Bereichen (Generalistenausbildung) und der Bachelor of Arts PH-VS in Primary Education ist eine gute Grundlage für weiterführende Studien.

Der Studiengang Primarstufe erfüllt die Anforderungen des Reglements über die Anerkennung von Lehrdiplomen für den Unterricht auf der Primarstufe, der Sekundarstufe I und an Maturitätsschulen der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren vom 28. März 2019.

Das sechssemestrige Studium an der PH-VS vermittelt die Kompetenzen, die zur Berufsausübung nötig sind. Ziel der Ausbildung ist es, die angehenden Lehrpersonen für das Unterrichten der einzelnen Fächer, die pädagogische Arbeit als Primarlehrperson und die Zusammenarbeit in den Lehrpersonenteams angemessen zu befähigen. Diese Ziele werden durch eine sowohl praxisorientierte als auch wissenschaftlich fundierte Ausbildung angestrebt.

Berufstheoretische Ausbildung

Die berufstheoretische Ausbildung ist modular in acht Berufsfeldern aufgebaut:

  1. Gesellschaft und Schulsystem
  2. Schule und Schulentwicklung
  3. Unterrichtsführung und Unterrichtsklima
  4. Planung Durchführung und Evaluation
  5. Entwicklung des Kindes und Heterogenität
  6. Fachwissenschaftliche Einführung in die Didaktik
  7. Stufenspezifischer Unterricht: Zyklus 1
    Stufenspezifischer Unterricht: Zyklus 2
  8. Praxisreflexion

Die angehenden Lehrpersonen absolvieren 56 vorgegebene Lehrveranstaltungen und wählen zwei weitere aus einer Palette von Wahlthemen zur individuellen Profilierung aus.

Fachstudienplan

Berufspraktische Ausbildung

Praktika gelten als Kernelemente der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Die Berufspraktische Ausbildung an der PH Wallis (PH-VS) ermöglicht eine Verknüpfung zwischen theoretischen Wissensbeständen und situierter Praxiserfahrung.

Während der Berufspraktischen Ausbildung lernen die angehenden Lehrpersonen, professionelles Denken und Handeln aufzubauen und weiterzuentwickeln. In sechs Praktika (je eines pro Semester) wird das erworbene Wissen und Können aus den anderen Studienbereichen mit dem berufspraktischen Denken und Handeln verbunden.

Berufspraktische Ausbildung an der PH-VS

Übersicht zu den Praktika

Wissenschaftliche Ausbildung: Diplom-/Bachelorarbeit

Die Diplom-/Bachelorarbeit weist aus, mit welcher Thematik sich die zukünftige Lehrperson während ihres Studiums vertieft auseinandergesetzt hat. Sie entwickeln während dieser Arbeit eine gewisse intellektuelle und wissenschaftliche Neugier; lernen, wie man ein Problem, eine Fragestellung wissenschaftlich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann und dadurch vielfältigere Lösungsmöglichkeiten für Probleme finden kann.

Probesemester

Während des ersten Semesters wird die berufsspezifische Eignung und die Motivation für das Studium an der PH-VS in Beratungsgesprächen und Beurteilungen abgeklärt.

Richtlinien zur Evaluation des Probesemesters

Fremdsprachen L2 (Französisch/Deutsch) und L3 (Englisch)

Die Lehrveranstaltungen und die Praktika finden an beiden Standorten der PH-VS in Brig und in Saint-Maurice statt. Die angehenden Lehrpersonen absolvieren je ein Semester ihrer Ausbildung und ein Praktikum in der anderen Sprachregion. Neben dem kulturellen Austausch wird besonders die Förderung der Zweisprachigkeit angestrebt.

Im Rahmen der Ausbildung muss in den Fremdsprachen Französisch/Deutsch und Englisch das Niveau B2 erreicht werden. Das von der EDK-anerkannte Lehrdiplom und die Bachelor-Urkunde erhält nur, wer bis zum Ende des 5. Semesters die beiden B2-Sprachzertifikate vorweisen kann. Es besteht die Möglichkeit, die B2-Sprachzertifikate in den hochschulinternen B2-Sprachprüfungen zu erwerben.

Die PH-VS verleiht auch ein bilinguales Lehrdiplom für die Primarstufe. Studierende, die sich dafür interessieren, absolvieren die Semester vier, fünf und sechs in der anderen Sprachregion.

Das Studium an der PH-VS ist in der Regel ein Vollzeitstudium. Ein Teilzeitstudium ist nur bedingt und mit einer hohen persönlichen Flexibilität möglich. Das dreijährige Regelstudium kann max. auf zehn Semester erstreckt werden. Ausnahmefälle bleiben vorbehalten.

Der Bachelorstudiengang Primarstufe der PH-VS ist eine gute Grundlage für weiterführende Studien. Zum Beispiel:

  • Studien ohne Ergänzungsleistungen:
    • Master Sek I und Sek II
    • Master in Heilpädagogik
    • Interdisziplinärer Master «Kinderrechte»
    • CAS Praktikumslehrperson
    • Verschiedene weitere Zertifikatslehrgänge (CAS, DAS, MAS)
  • Studien mit eventuellen Ergänzungsleistungen:
    • Master Fachdidaktik
    • Master Erziehungswissenschaften
    • Master Sozialwissenschaften
  • Abschluss:
    • Lehrdiplom für die Primarstufe oder das Bilinguale Lehrdiplom für die Primarstufe
    • Bachelor of Arts PH-VS in Primary Education
  • ECTS-Punkte:
    • 180
  • Nächster Studienbeginn:
    • 17. August 2020
  • Studientyp:
    • Vollzeit/Teilzeit nur bedingt möglich
  • Studiendauer:
    • 6 Semester/max. verlängerbar auf zehn Semester
  • Studienort(e):
    • Brig und St.Maurice
  • Unterrichtssprache(n):
    • In der Regel Deutsch am Standort Brig und Französisch am Standort St.Maurice
  • Auslandsaufenthalt:
    • Möglichkeit, das Praktikum 4 an der Schweizerschule in Bogota zu absolvieren
  • Einschreibegebühr:
    • CHF 200
  • Semestergebühr:
    • CHF 500 (Schweizer Bürger); CHF 6'500 (Ausländische Staatsbürger)
    • CHF 200 (Verwaltungsgebühren - Beitrag zu den Studienkosten)
  • Prüfungsgebühren:
    • Keine Prüfungsgebühren.

Zulassung und Einschreibung

Prüfungsfreie Zulassung

Personen mit einem der folgenden Abschlüsse werden direkt und prüfungsfrei zum Studiengang Primarstufe zugelassen:

  • Eidgenössische oder schweizerisch anerkannte gymnasiale Maturität
  • Fachmaturität Pädagogik
  • Berufsmaturität mit Passerelle (bestandene Ergänzungsprüfung gemäss Reglement der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren vom 2. März 2004 über die Anerkennung von Berufsmaturitätsausweisen für die Zulassung zu den universitären Hochschulen)
  • Schweizerisch anerkanntes Lehrdiplom
  • Schweizerisch anerkannter Fachhochschulabschluss (Bachelor oder Diplom)
  • Ausländischer Vorbildungsausweis, der als gleichwertig zu den vorgenannten Ausweisen anerkannt wird

Leitfaden für die Kandidatinnen und Kandidaten 2020

Zulassung nach bestandener Zulassungsprüfung

Personen mit einem der folgenden Abschlüsse werden nach Bestehen der Zulassungsprüfung an die PH-VS zugelassen (erfüllter Äquivalenznachweis gemäss Reglement der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren vom 28. März 2019 über die Anerkennung von Lehrdiplomen für den Unterricht auf der Primarstufe, der Sekundarstufe I und an Maturitätsschulen):

  • Berufs- oder Fachmaturität (ausser Fachmaturität Pädagogik)
  • Abschluss einer dreijährigen anerkannten Schule der Sekundarstufe II
  • Mindestens dreijährige, eidgenössisch anerkannte Berufsausbildung (EFZ) mit dreijähriger Berufspraxis

Richtlinien für die Zulassungsprüfungen 2020

Prüfungsbeispiele

Zulassung mittels "Aufnahme sur Dossier"

Berufserfahrene Quereinsteigende über 30 Jahre, die keine gymnasiale Maturität, aber ein gleichwertiges Bildungsniveau haben, können nach erfolgreich absolviertem Aufnahmeverfahren "Aufnahme sur Dossier" an die PH-VS zugelassen werden:

  • Sie sind zum Zeitpunkt der Anmeldung mindestens 30 Jahre alt.
  • Sie haben eine mindestens dreijährige Ausbildung auf Sekundarstufe II erfolgreich abgeschlossen (z. B. eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ).
  • Sie waren nach Abschluss dieser Ausbildung mindestens drei Jahre berufstätig (mindestens 300 Stellenprozente innerhalb von sieben Jahren).
  • Schweizer Nationalität oder Inhaber einer Aufenthaltsbewilligung mit einer Arbeitsbewilligung seit mindestens fünf Jahren.
  • Nachweis einer Ausbildung von mindestens fünf Jahren in der L1 oder – wenn nicht vorhanden - vorweisen eines Zertifikats, welches das Niveau C2 nach dem europäischen Referenzrahmen bestätigt.

Richtlinien über das regionale Aufnahmeverfahren "Aufnahme sur Dossier"

Achtung: Anmeldefrist für die "Aufnahme sur Dossier": 15. Dezember 2020

Kontakt:
Bernhard Rotzer


Anerkennung von Vorerfahrungen (VAE - Validation des acquis de l'expérience)

Berufserfahrene Quereinsteigende über 30 Jahre, welche die üblichen Zulassungsbedingungen an die PH-VS erfüllen, können bereits erworbenen Kompetenzen für die Ausübung des Lehrberufs in einem Validierungsverfahren (VAE) abklären lassen.

Ziel des VAE-Verfahrens ist die Anerkennung von Kenntnissen, Kompetenzen und Fertigkeiten, die vor Beginn der Ausbildung informell erworbenen wurden und die den in der Grundausbildung an der PH-VS angestrebten Kenntnissen, Kompetenzen und Fertigkeiten entsprechen. Nach der Analyse des Dossiers kann gegebenenfalls eine Teildispens vom Studienprogramm gewährt werden. Diese Dispens entspricht maximal 60 ECTS-Kreditpunkten aus dem Studienplan der Grundausbildung.

Richtlinien über das regionale Validierungsverfahren Validation des aquis de l’éxperience (VAE)

Achtung: Anmeldefrist für Validierungsverfahren VAE: 15. Dezember 2020

Zudem bietet die PH-VS ein internes Äquivalenzverfahren an, in dem bereits erbrachte Studien- und Bildungsleistungen auf tertiärer Stufe an das Regelstudium angerechnet werden können. Das Äquivalenzverfahren wird nach dem definitiven Aufnahmeentscheid durch die Aufnahmekommission vor Studienbeginn durchgeführt.

Das Äquivalenzverfahren richtet sich in erster Linie an Personen, die bereits über einen Hochschul-/Fachhochschulabschluss oder ein Lehrdiplom einer anderen Schulstufe verfügen und nicht alle Bedingungen des VAE erfüllen. Die Art der Entlastung vom ordentlichen Studienprogramm hängt von der Vorbildung bzw. vom bereits absolvierten Hochschulstudium ab.

Das Studium für diese Personengruppen ist in der Regel als Vollzeitstudium mit Entlastungen oder berufsbegleitend mit Erstreckung über die sechs Semester hinaus möglich. Dies wird vor Studienbeginn individuell abgeklärt.

Äquivalenzformular Zyklus 1

Äquivalenzformular Zyklus 2

Kontakt:
Bernhard Rotzer


Studienjahr 2020/2021

  • Studienbeginn: 17.08.2020 (Anmeldefrist abgelaufen)
  • Einführung in das Studium: 17.08.2020 bis 21.08.2020

Studienjahr 2021/2022

  • Einschreibefenster Prüfungsfreier Zugang: 01.12.2020 bis 07.03.2021
  • Einschreibefenster Zugang mit Zulassungsprüfung: 01.12.2020 bis 07.03.2021
  • Einschreibefenster Aufnahme sur Dossier/VAE: 01.12.2020 bis 15.12.2020
  • Zeitfenster Zulassungsprüfungen: 12.04.2021 bis 23.04.2021
  • Studienbeginn: 16.08.2021
  • Einführung in das Studium: 16.08.2021 bis 20.08.2021

Bietet die PH-VS eine verkürzte Ausbildung an?

Nein, wir bieten keine verkürzte Ausbildung an. Erworbene Studienleistungen werden bei Äquivalenz grundsätzlich angerechnet. Das führt zu Lücken, aber nicht zu einer Verkürzung.


Kann ich von einer anderen Pädagogischen Hochschule an die PH-VS wechseln?

Ein Wechsel ist grundsätzlich möglich, sofern die Zulassungsbedingungen erfüllt sind und kein definitiver Ausschluss an einer anderen PH vorliegt. Die Modalitäten für einen Übertritt an die PH-VS werden in einem Äquivalenzverfahren individuell abgeklärt. In der Regel muss mit einer Erstreckung der Studienzeit gerechnet werden.


Kann ich neben dem Studium arbeiten?

Grundsätzlich ist das Studium an der PH-VS als Vollzeitstudium konzipiert. Am ehesten ist das Arbeiten an Wochenenden möglich. Für Studierende, die der Studienberatung nachweisen können, dass sie zur Studienfinanzierung und für ihren Lebensunterhalt zwingend einer Arbeit in beschränktem Umfang nachgehen müssen, besteht die Möglichkeit, das Studium über mehrere Semester zu erstrecken.

Während den Blockpraktika müssen Nebenjobs unterbrochen werden, da hier eine 100% Präsenz gilt.


Nach welchen Kriterien werden die Praktikumsorte zugeteilt?

Wahl der Profilierungsstufe ab dem dritten Semester. Ziel ist es, dass alle Studierenden im Rahmen der Praktika möglichst vielfältige Stufenerfahrungen sammeln können.

Familiäre Verpflichtungen oder krankheits-/unfallbedingte, persönliche Situationen von Studierenden.

Distanz vom Wohn-zum Praktikumsort (es werden Anreisezeiten bis 60 Minuten zugemutet). In einzelnen Fällen und im Fremdsprachenpraktikum kann es sein, dass eine Unterkunft in der Nähe des Praktikumsorts gemietet werden muss.

Das Angebot an Praktikumsplätzen stellt die Grundlage der Zuteilungen dar. Nicht in jedem Fall können alle obigen Kriterien optimal berücksichtigt werden.