Ereignisse 2019

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An der PH-VS ist immer was los

«Mittwoch.Forum» zum Projekt Wallis2030
Wertvolle Projekterfahrungen gesammelt

Brig (dhi) Mai 2019: Nach dem Erfolg des ersten Mittwoch.Forums im März fand nun die Nachfolgeveranstaltung statt. Die Lernplattform Wallis2030 wurde von Mitarbeitenden der PH Wallis in Zusammenarbeit mit Lehrpersonen aus dem Oberwallis entwickelt. Peter Summermatter, Andrea Boltshauser und David Hischier sprachen über die Projekterfahrungen und den Inhalt des digitalen Lehrmittels.

Wallis2030Peter Summermatter erklärte in seinen einführenden Worten wie das Projekt zustandekam und wie die Involvierten organisiert waren. Er strich heraus, dass die klar definierte Struktur mit einer Begleit- und Arbeitsgruppe sowie einem Projektleiter als Relais eine Gelingensbedingung darstellte. So konnten auf einer Seite Rahmenbedingungen geklärt und geschaffen und auf der anderen Seite inhaltich gearbeitet werden. Der Direktionsadjunkt betonte zudem, dass die Realisierung wohl nur möglich war durch eine breite Abstützung beim Departement. Dies vereinfachte die Sponsorensuche und gab dem Projekt das nötige Gewicht und die breite Akzeptanz innerhalb des Kantons. Auch wenn eine Vielzahl von Akteurinnen und Akteuren mit teils unterschiedlichen Vorstellungen in der Konzeption und Entwicklung der Lernplattform involviert war, plädiert der Verantwortliche seitens PH dafür, dass bei künftigen Projekten gleiche oder ähnliche Strukturen und Prozessabläufe notwendig sind.

Ein Lehrmittel mit theoretischer Fundierung
Die Fachdidaktikerin und Leiterin der Arbeitsgruppe Andrea Boltshauser informierte in ihrem Input über die Projektetappen, den theoretischen Hintergrund des Lehrmittels und die methodische Ausrichtung des Projekts. Auch wenn die Fertigstellung des Unterrichtsmaterials gemäss Planung im Mai realisiert werden konnte, war der Zeitplan aus Sicht der Dozentin etwas knapp bemessen. Insbesondere die technischen Aspekte erwiesen sich als aufwändig. In diesem Zusammenhang sprach die Dozentin von einem Projekt im Projekt, da innert kürzester Zeit Lösungen betreffend die Rechtevergabe, die Erstellung und Handhabung von digitalen Inhalten und die Implementierung in den Schulzentren geklärt werden mussten. Entsprechende technische Schwierigkeiten bei der Erprobungsphase durch die Testklassen konnten jedoch bald behoben werden und zeigten insbesondere eine Gelingensbedingung im Projekt auf: Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis. Dieser methodische Ansatz der entwicklungsorientierten Bildungsforschung sieht einen wechselseitigen Prozess im Aufbau des Lehrmittels vor. So gaben die Verantwortlichen der PH-VS auf Basis des Didaktischen Konzepts einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung den Rahmen für die Unterrichtsinhalte vor. Die Lehrpersonen der Arbeitsgruppe füllten diesen mit Unterrichtsideen. Im Anschluss arbeiteten die Mitarbeitenden der PH-VS die Inhalte theoretisch fundiert aus, welche wiederum von den Praktikerinnen und Praktikern diskutiert und getestet wurden. Diese Rückmeldungen flossen in die Optimierung des Unterrichtsmaterials ein. 

Eine Dienstleistung der PH-VS mit Vorbildcharakter
Der letzte Referent David Hischier, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt, ging nochmals vertieft auf die technischen Aspekte sowie die Inhalte des Lehrmittels ein. Nach der inhaltlichen Präsentation kam der Dozent zum Schluss, dass sich die Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitenden wie der Pädagogischen Fachberatung ICT und NMG/GG/NT sowie dem Fachdidaktiker ICT als besonders gewinnbringend herausstellte. Diese Synergien innerhalb der PH-VS gilt es bei künftigen Projekten noch vermehrt zu nutzen. Auch wenn die Lernplattform und insbesondere die Arbeit der PH-VS-Verantwortlichen von verschiedenster Seite gelobt wurde und wird, betonte David Hischier, dass die Lernplattform auch bei einer bereits hohen Qualität immer noch ausgebaut werden könnte und im Sinne der entwicklungsorientierten Bildungsforschung eine weitere Befragung der Lehrpersonen nach der Einführung im Herbst sicherlich sinnvoll wäre.

Foto:  Peter Summermatter, Direktionsadjunkt, diskutiert mit Edmund Steiner, Organisator des Mittwoch.Forums.

Genferseechöre
Frankreich, der Kanton Waadt, das Wallis und die PH-VS in La Fouly

Monthey (pac) Mai 2019: Alle 5 Jahre findet die traditionelle Veranstaltung der Genferseechöre im Wallis statt. Über die Staatrsgrenze hinweg, vereint durch eine gemeinsame Sprache, singen die Kinder gemeinsam und entdecken einen Teil unseres Kantons. Val Ferret, La Fouly und das Theater du Martolet in St-Maurice waren die von Jean-Maurice Delasoie vorbereiteten Etappen.

chorale lemaniqueDie Vouvry-Klasse von Martine Barlatey und Tania Giannone nahm an der Ausgabe 2019 teil, an der 115 Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Genferseeregion, von Chaneins im Ain bis Bex im Kanton Waadt, involviert waren. Auf dem Programm stand natürlich ein guter Gesangsteil mit der Entdeckung eines vielfältigen Repertoires. Die Organisatoren haben es sich zur Aufgabe gemacht, auf Eltern und Grosseltern zuzugehen, indem sie ein Repertoire von den 1950er Jahren bis heute anboten. So entstand eine Vielfalt an Liedern, die die Älteren den Kindern beibringen konnten, was eine interessante intergenerationelle musikalische Harmonie schaffte. Jedes Lied hatte einen bekannten Tanzbezug. Eine mutige Herausforderung, aber eine, die es den Klassen ermöglichte, ihre Phantasie mittels Bewegungen auszuleben und zu entwickeln. Dies veranschaulicht auch der Name der Veranstaltung: AU P'TIT BAL und die Galaproduktion im Théâtre du Martolet. Fabio Di Giacomo vertrat die PH-VS-Direktion. Er war beeindruckt von dem stimmlichen Elan der Sänger und der grossartigen Arbeit aller Lehrpersonen, die die Kinder begleiteten. Aber das Wallis macht nicht in Le Chablais Halt. Anhand des von Lionel Saillen in La Fouly zusammengesetzten Sportprogramms erfuhren dies die Schülerinnen und Schüler in der direkten Erfahrung. Sie beobachteten auf der Exkursion wie das Wasser aus dem See auf dem Mont Dolent zuerst eiskalt ist, bevor es mehr oder weniger langsam in die Rhone fliesst.

Auf dieses reichhaltige Treffen folgt ein pädagogisches Dossier für Lehrpersonen der verschiedenen Institutionen.

Foto : Jean-Maurice Delasoie, Dozent und Pädagogischer Fachberater an der PH-VS und Tanja Giaconne, Lehrerin in Vouvry, auf der Aschenbahn in La Fouly.

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Die PH-VS engagiert sich für das kulturelle Erbe 
Die Via Francigena auf dem richtigen Weg

Orsières (pac) Mai 2019: Grundkenntnisse, wie z.B. die Fähigkeit laut zu lesen oder zu sprechen und sich verständlich auszudrücken, sind zentral. Wenn diese Kenntnisse mit detailliertem Wissen der Geschichte des Wohnortes sowie der Vermittlung von Traditionen kombiniert werden, ist ein Lernerfolg garantiert. Dies ist der Fall mit dem Projekt "Kulturerbe, Klassen in Aktion", welches das Institut für Tourismus der HES-SO und die PH-VS in Orsières und Evolène unterstützten.

patrimoineIn Zusammenarbeit mit den Gemeinden Orsières und Evolène haben die beiden Hochschulinstitutionen und betroffenen Schulen etwa hundert Kindern und Jugendlichen aus den beiden Dörfern ermöglicht, in die lokale Geschichte einzutauchen und dann zu erfahrenen Führern zu werden, die ihre Ältesten mit dem Erbe der Region vertraut machen. Während auf der Seite des Val d'Hérens Kostüme und die Alpauf und -abzüge dokumentiert und erklärt wurden, wurden im Val d’Entremont die Via Francigena und die Geschichte der Pfarrkirche in den Vordergrund gestellt. Dieser Beitrag der HES-SO und der PH-VS ermöglicht es lokalen Tourismusverantwortlichen, bestimmte Produkte als Visitenkarte zu nutzen.

Via Francigena, das Herz Europas schlägt am Grossen St. Bernhard
Samuel Fierz, Professor an der PH-VS, leistete die wissenschaftliche und pädagogische Unterstützung, die es den Lehrpersonen ermöglichte, Schülerinnen und Schüler zu motivieren und zu betreuen. In seiner offiziellen Rede betonte Joachim Rausis, Präsident von Orsières, das doppelte Interesse der Gemeinde: Einerseits bauen die Kinder gute historische Kenntnisse über ihren Wohnort auf, andererseits positioniert sich die Berggemeinde als zentraler Durchgangsort dieses einzigartigen Weges, der seit über tausend Jahren England mit Rom verbindet und von Millionen Menschen durchquert wurde, seien dies Pilger, römische Legionen oder Napoleon. Für Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS, ist der Besuch in Orsières an diesem für die Bevölkerung offenen sonntäglichen Anlass eine unvergessliche und sehr prägende Erfahrung für junge Schülerinnen und Schüler, die als Gruppenleiter in der Kirche oder in den Straßen des Dorfes ihre Kompetenzen im Sprechen oder Lesen erweitern konnten.

Foto: Die Kinder von Orsières, angekleidet wie moderne Spaziergänger und als Pilger vom Mittelalter, begleitet von der Direktorin der Primarklassen, Véronique Laterza.

 

Neue Lernplattform für eine Generation «Tourismus» 
Das Projekt Wallis2030 an der PH-VS der Öffentlichkeit präsentiert

Brig (dhi) Mai 2019: Der Tourismus ist in vielen Walliser Gemeinden omnipräsent und ein bedeutender Faktor für Wirtschaft und Gesellschaft. Um die Kinder für diesen Bereich sowie die Landwirtschaft, die Industrie und das Gewerbe im Kanton zu sensibilisieren, entwickelte die PH Wallis in Kooperation mit verschiedenen Partnern ein digitales Lehrmittel für die obligatorische Schulzeit, dies auf der Basis eines Mandates, das in grossem Teil die Folge einer Initiative des Grossrates und des stellvertrenden Schuldirektors Konstantin Bumann ist.

DSC01834Die Inhalte der Lernplattform Wallis2030.ch haben Bezug zum Lehrplan21 und sind im Zeichen der Agenda 2030 für Nachhaltigkeit nach dem didaktischen Konzept Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) ausgerichtet. Damit die Auseinandersetzung mit den komplexen Inhalten für die Schülerinnen und Schüler authentisch und nachvollziehbar ist, kann in den Modulen mit Hilfe des Unterrichtsmaterials immer ein lokaler Bezug hergestellt werden. Dazu werden direkte Beobachtungen oder Begegnungen vor Ort vorgeschlagen sowie digitale Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt, die auf die eigene Gemeinde adaptierbar sind. Die 5 Module werden aufbauend von der 3H bis zur 10/11OS jeweils während drei Schulwochen bearbeitet. Im Sinne der Nachhaltigen Entwicklung sollen die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Region kennenlernen, sondern auch Wechselwirkungen erkennen und Zukunftsvisionen gestalten.

Ein Projekt von Lehrpersonen für Lehrpersonen
Initiiert durch Schulleitungen und Lehrpersonen aus mehreren Oberwalliser Gemeinden, konnte mithilfe der Pädagogischen Hochschule Wallis und diversen Partnern die Vision eines kantonalen Lehrmittels realisiert werden. Die Verbindung des Praxisfelds mit der erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Expertise der PH erwies sich dabei als überaus gewinnbringend. So konnten bei der Entwicklung stetig Erfahrungen auf dem Terrain aufgenommen und in die Konzeption der Lernplattform eingearbeitet werden. Durch den Rückhalt nicht nur von der Basis, sondern auch vom Staatsrat Christophe Darbellay und der Dienststelle für Unterrichtswesen, steht der Ausweitung des Projekts auf das Unterwallis und einer möglichst raschen Einführung des Lehrmittels in den französischsprachigen Klassen nichts im Weg. Damian Constantin vom Projektpartner Valais/Wallis Promotion zeigte sich erfreut, dass durch die Arbeit der PH-VS Tourismusberufe für die nächste Generation attraktiver werden könnten.

Foto: von l. nach r. Konstantin Bumann, Projektleiter, Christophe Darbellay, Chef des Departements für Volkswirtschaft und Bildung, Marcel Blumenthal, Adjunkt und stellvertretender Dienstchef der Dienststelle für Unterrichtswesen,  Peter Summermatter, Direktionsadjunkt der PH-VS.

 

PHs der Alpen 
Auf dem Weg zum Convegno 2020 in Brig

Andermatt (pac) April 2019: Seit fast zehn Jahren arbeiten die 3 PHs von Graubünden, Tessin und Wallis in einer alpinen Zusammenarbeit zusammen, die zu Projekten wie "AlpConnectar" oder dem berühmten Convegno geführt hat. Das Convegno ist das einzige Kolloquium, an dem die 4 Landessprachen gesprochen werden. Das nächste Convegno findet Anfang Oktober 2020 in Brig statt.

IMG 6066Andermatt als Zentrum des nationalen Reduits, auf halbem Weg zwischen Chur, Locarno und Brig, verleiht dem jährlichen Treffen der Leiter der 3 PHs eine starke Symbolik. Die 3 PHs setzen sich dafür ein, die Dezentralisierung der Ausbildungsaktivitäten zu stärken und eine starke Verbindung zum Terrain aufrechtzuerhalten. Fabio Di Giacomo, Leiter Forschung und Entwicklung an der PH-VS, freute sich, dass das Projekt AlpConnectar, welches eine Klasse aus Monthey mit den Pendants aus Graubünden und dem Tessin verbunden hat, von der nationalen Agentur für Austausch, "Movetia", übernommen wurde. Die dreikantonale Zusammenarbeit auf der Achse zwischen Nufenen und Lukmanier erfolgt in den vier Landessprachen Französisch, Italienisch, Romanisch und Deutsch, was in der Schweiz einzigartig ist. Diese Kooperation ermöglicht es auch, Aspekte der Digitalisierung in der Bildung und der künstlichen Intelligenz genauer zu untersuchen, denn während das Wallis und das Tessin in mit der EPF in Lausanne arbeiten, ist Graubünden mit der ETH in Zürich verbunden.

Digitalisierung in den Alpen
Die Jahrestagung ermöglichte die Vorbereitung neuer Kooperationsprojekte wie das gemeinsame Nationalfondsprojekt "DigitaLing". Auch für das Convegno 2020 am 1. und 2. Oktober wurden die Meilensteine gesetzt. Das Kolloquium wird sich mit der Digitalisierung im Zusammenhang mit dem Sprachenlernen befassen und sich dabei auf die Frage konzentrieren, wie die neuen Instrumente zum Erlernen von Sprachkompetenzen eingesetzt werden.

Foto: Die drei Direktoren (rechts) Gianpaolo Curcio, PH-GR, Alberto Piatti ( SUSPI/DFA,  PH-TI) und Patrice Clivaz, PH-VS, in Begleitung der Delegation für die Koordination der gemeinsamen Aktivitäten der PHs der Alpen.

 

Nationales Kolloquium der PH-Kammer 
Die Nähe zum übergeordenten, wissenschaftlichen Fach

Lausanne (pac) Avril 2019: Nach 3 Ausgaben in der Deutschschweiz fand die alle zwei Jahre stattfindende Konferenz der PH-Kammer in der Romandie an der PH-VD statt. Das Aufeinandertreffen der deutsch- und französischsprachigen Didaktik war für alle Beteiligten wie immer ein Gewinn.

IMG 6116Die zweitägige Konferenz , am Freitag und Samstag, wurde mit der Analyse einer Professorin der Universität Köln eröffnet. Die Wirtschaftsdidaktikerin analysierte die Bereiche der wissenschaftlichen Nähe ihrer Didaktik, natürlich mit einem Bezug zur Wirtschaft, aber auch zur Politik. In Deutschland führt der Föderalismus zu verschiedenen Abgrenzungen der Fächer. Sie nannte das Beispiel einer Schülerin, die sagte, dass sie ein Gedicht in 4 Sprachen analysieren konnte, aber nicht wusste, was Steuern sind. Somit demonstrierte sie die Vielfalt der Erwartungen.

Die Förderung des von der PH-VS gewählten 2Cr2D-Modells
Die PH-VS bietet bereits Masterstudiengänge für die Sekundarstufe 1 und die Heilpädagogik an. Sie ist  im Begriff, ihr Angebot an Masterstudiengängen in Didaktik durch die Teilnahme an den französischsprachigen Didaktiken (2Cr2D) zu erweitern. Bernard Schneuwly, wissenschaftlicher Direktor vom 2Cr2D, demonstrierte auf beeindruckende Art und Weise die Qualität des einzigartigen Modells, das von der gesamten französischsprachigen Schweiz gewählt wurde. Die Didaktik schafft sich so ihre eigene wissenschaftliche Identität, während sie in der deutschsprachigen Schweiz oft sehr nahe am akademischen Fach bleibt. In den Workshops stellten die PH-VS Dozierenden Yann Vuillet, Chloe Gabathuler, Romaine Carrupt und Julie Mudry die "Didaktische Ausbildung der Lehrpersonen, zwischen Generizität und Spezifitäten" im Bereich der vergleichenden Didaktik vor. Im Rahmen der mathematischen Didaktik präsentierte Julie Candy das Projekt "Die Methodologie einer Studie der didaktischen Transposition des Konzepts des Idealen auf dem Level des Bachelor in Frankreich und in der Schweiz" und Ismail Milli sein Forschungsfeld "Analyse eines Weiterbildungsdispositives, fokussiert auf Kalkulationprogramme und die Lösung von algebraischen Problemen". Raphael Brunner referierte im Bereich der Didaktik der bildenden Kunst über die Thematik "Die Verwendung der Kunst. Einige Rädchen Werke der Kunst: ihre Systeme und ihre Erziehung in Bezug auf verschiedene pädagogische und didaktische Mittel".

Foto : Ein Teil der Walliser Delegation an der Konferenz, von links nach rechts: Andrea Boltshauer, Efrem Kuonen, Chloe Gabathuler, Patrice Clivaz, Raphael Brunner, Christine Zengaffinen-Locher, Catherine Tobola, Julie Candy und Valérie Michelloud.

Erfindertag
Die PH-VS und das Bureau des métiers

Visp (pac) März 2019: Das erfolgreiche Projekt "explore-it" ist dank der Unterstützung durch die PH-VS entstanden. René Providoli, Dozent an der PH-VS, konnte in den letzten Jahren die Stiftung, die für ihre berühmten, zugänglichen Schachteln bekannt ist, stetig voranbringen. Die Ausgabe 2019 des Erfindertages hat die Verbindungen zur Industrie und zum Bureau des métiers gestärkt.

IMG 6064Das Industriegelände Visp ist der perfekte Ort, um eine Veranstaltung durchzuführen, die den Erfindergeist junger Schülerinnen und Schüler repräsentiert. Mit Unterstützung des Bureau des métiers und der Unterstützung von Lehrlingen der Lonza verbrachten fünf Primarschulklassen, davon drei aus dem französischsprachigen Wallis und zwei aus dem Oberwallis, einen ganzen Tag mit der Entwicklung von elektrischen Kleinwagen. Dazu behalfen sie sich mit Karton, Stiften und kleinen Holzstücken.

Ein pädagogischer Roboter - made im Wallis
Um die Geheimnisse der uns alle umgebenden Technik konkret zu verstehen, wurden die Kinder am Nachmittag angewiesen, zunächst alte Geräte wie einen Walkman oder ein Telefon zu demontieren. Nach der Entwicklung mehrerer Boxen, die sich mit Themen wie Energie aus Wärme oder Wind befassen, befasst sich  Explore-it nun auch mit programmierbaren Systemen. Das Team unter der Leitung von René Providoli bereitet eine neue Box vor, die mit einem Minimum an Komponenten den Bau eines Roboters ermöglicht. Die pädagogische Wirkung steht dabei anderen bekannten Robotern in nichts nach.

Foto : von l. nach r.: Gaëtan Bruchez, Primarlehrer und Vizepräsident der SPVAL, eine Erfinderin, Bernhard Zurbriggen, verantwortlich für das Fundraising des Programms Explore-it,  Gabriel Décaillet, Direktor des Bureau des métiers und Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS.

9. Gebäude für die PH-VS 
Ein schönes Schaufenster für den Studiengang der Sekundarstufe

St-Maurice (pac) März 2019: Die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen der PH-VS und der Stadt St-Maurice hat es ermöglicht, eine alte Anfrage bezüglich eines konformeren Raums für den Studiengang der Sekundarstufe voranzutreiben. Dementsprechend hat sich die Gebäudezahl der PH-VS mit dem seit Mai übernommenen Ateliergebäude auf neun erhöht.

9eme batimentDie Möglichkeit, eine ehemalige Arztpraxis etwa zehn Meter vom Hauptgebäude entfernt zu nutzen, musste aufgrund der räumlichen Nähe genutzt werden. Nach einigen Anpassungsarbeiten ist der von Carine Tripet Lièvre und Philippe Gay geführte Studiengang optimal untergebracht. In St-Maurice erstreckt sich die PH-VS nun über die Gebäude Régina Pacis, St-Augustin, das Depot, die Tuilerie und das Atelier. In Brig befinden sich das Hauptgebäude des Alten Stadthauses (altes Gefängnis) und die beiden Gebäude Schulhaus Ost und Schulhaus West. Mit dem kleinen Raum von Gravelone in Sitten für die Fachberatung stehen nun 9 Gebäude zur Verfügung, damit die PH-VS ihre Aktivitäten stetig entwickeln kann. Nicht zu vergessen sind die Dutzenden anderen Schulen im Kanton, in denen dezentrale Weiterbildungen angeboten werden.

Die berufsbegleitenden Studiengänge für die Sekundarschule: Ein ausgewiesener Erfolg
Die Fragmentierung der Gebäude, welche alle mindestens fünfzig Jahre alt sind, macht das Leben der Hochschule nicht einfacher. Die PH-VS ist erfreut über die laufenden Diskussionen innerhalb des Departementes über die PH-Gebäude in Brig und St-Maurice. Sie freut sich auch, dass sie dem Studiengang für die Sekundarstufe endlich eine den heutigen Anforderungen entsprechende Verwaltungsgrundlage in Bezug auf Räumlichkeiten und Empfang geben konnte. Die von der PH-VS gewählte berufsbegleitende Formel ist seit einigen Jahren fast ein Opfer ihres Erfolgs geworden, da eine sehr grosse Zahl von Bewerbern nicht in die Ausbildung aufgenommen werden kann.  Xavier Gaillard, Patrick Favre und Antoine Mudry, die in den ersten 10 Jahren aus ihrem engen Büro den Studiengang geführt haben, können sich über diesen Qualitätssprung freuen.

Foto: von l. nach r. Estelle Mueller, KBM Praktikantin und Eliane Rausis, Sekretärin, in dem neuen administrativen Bereich des Gebäudes «Atelier».

Kultani im Land der Tschäggättä

Lötschental (pac) Marz 2019: Auf Initiative von Angela Werlen und Nathalie Nanchen wählten die PH-VS-Mitarbeitenden, die sich zu ihren kollegialen Freizeitaktivitäten jeweils unter dem Begriff «Kultani» versammeln, das Lötschental für einen Abend mit den weitbekannten "Masken".

tschaggataMitten in der Fastnachtszeit, in Schaf- und Ziegenfelle gekleidet, hektisch und donnernd, dringen die Tschäggättä in die Strassen des hohen und geheimnisvollen Seitentals ein, das sich vom Goppensteintunnel bis Blatten, am Fuße des mächtigen Bietschhorns, erstreckt. Die mächtige Erscheinung dieser heidnischen Gestalten, die grimmigen  Holzmasken und der von Glocken umgebene Körper sind starke Symbole dieses fabelhaften Alpentales. Etwa vierzig Mitarbeitende der PH-VS nahmen am Ausflug teil, der es ihnen durch einen Besuch des Tschäggättä-Museums ermöglichte, in die tiefgründige Geschichte solch kulturhistorischer Schätze einzutauchen.

Foto : von links nach rechts, Patrice Clivaz, Samuel Fierz, Eliane Rausis und Julie Mudry Bourguinet, umgeben von Tschäggättä.

Erste Tagung im Zeichen des Erstaunens
Alles, was PIRACEF bringen kann

St-Maurice (pac) – März 2019: PIRACEF, für "Programme intercantonal romand pour les activités créatrices et l'économie familiale" , übersetzt " interkantonales Programm für Technisches Gestalten und Hauswirtschaft", ist einer der grössten Erfolge der Zusammenarbeit zwischen den PHs der Westschweiz. Unter dem Label PIRACEF hat die PH-VS in St-Maurice eine Tagung veranstaltet, die auf grosses Interesse stiess. Thema der Tagung war das "Staunen" als Motor für Lernen und als Ausgangspunkt für mögliche Verbindungen zur Kreativität.

2019-03-05 PIRACEF_étonnementPIRACEF wird unter die Verantwortung eines Lenkungsausschusses unter der Leitung von Rachel Atanasio von der HEP-VD gestellt. Tagungsorganisatorinnen waren Sandra Coppey, PH-VS-Dozentin im PIRACEF-Programm und Carine Tripet-Lièvre, PH-VS-Delegierte im PIRACEF-Lenkungsausschuss. Mehr als 120 Personen aus der ganzen Westschweiz nahmen teil. Das Eröffnungsreferat von Joris Thievenaz, Dozent für Erziehungswissenschaften an der Pierre und Marie Curie Universität in Paris, legte die notwendigen konzeptionellen Grundlagen, um das Staunen als treibende Kraft zum Lernen zu verstehen und um mögliche Verbindungen zum kreativen Prozess herzustellen.

Ein Erfolgsmodell innerhalb der Westschweizer Kooperation
Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS, betonte zum Abschluss dieses reichhaltigen Tages, dass PIRACEF seit rund zehn Jahren das Flaggschiff der Zusammenarbeit innerhalb des akademischen Rates der PHs der Westschweiz sei. Die dreijährige berufsbegleitende Ausbildung mit einem Umfang von 40 ECTS hat sich bewährt. Das Prinzip der Dezentralisierung ist etabliert, so dass sich der Standort St-Maurice beispielsweise im Berich "Metall" durchsetzen konnte. Mit der Entscheidung, sich in erster Linie gemeinsam für manuelle, kreative Tätigkeiten im Rahmen dieser Zusammenarbeit einzusetzen, haben die PHs der Westschweiz ein starkes Signal zugunsten dieser Fächer ausgesendet, die durch die Verbindung von Handwerk und Ästhetik den kognitiven Fähigkeiten sicherlich zuträglich sind. 

Der Koch, die Tänzerin und der Cineast
Von traditionellen Techniken des Bilddrucks über die Gefahren der Arbeit mit dem Hohlmeissel bis hin zur Herausforderung des Origami mit 3D-Druckern deckte die Tagung ein grosses Spektrum innerhalb der Branche ab. Die Workshops wurden von Fachleuten geleitet, welche es verstanden, die Liebe zur Ästhetik mit der Pädagogik zu verbinden. Julie Beauvais, Regisseurin, Choreografin und künstlerische Leiterin, erläuterte den Unterschied zwischen kollektivem und individuellem Staunen. Phillippe Ligron, Koch, stellte die Menschen und die lokalen Produkte in den Mittelpunkt des Geschehens, während Guilherme Botelho, Choreograph der berühmten Genfer Kompanie Alias, feststellte, dass Erstaunen nicht durch einen intellektuellen Prozess geschaffen werden könne, sondern durch Empfindungen und Emotionen.

Foto: Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS, Joris Thievennaz, Dozent an der Universität von Paris, Guilherme Botelho, Choregraph, Julie Bauvais, Filmemacherin, Carine Tripet-Lièvre, Verantwortliche für PIRACEF und Sandra Coppey, Organisatorin der Tagung.