Ereignisse 2018

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An der PH-VS ist immer was los

10 Jahre explore-it 
Mit der stolzen Unterstützung der PH-VS

Zürich (pac) – November 2018: Vor 10 Jahren begann für die PH-VS die Ära « explore-it ». PH-VS Dozent René Providoli spürte, was Lehrpersonen brauchen, um im Unterricht das Thema Technik zu thematisieren. Die PH-VS engagierte sich seit dem Anfang in der Entwicklung des Projekts. Zehn Jahre später ist explore-it überall in der Schweiz bekannt.

explore-itAm 10-jährigen Jubiläumsanlass an der ETH in Zürich nahmen zahlreiche Persönlichkeiten teil. So waren beispielsweise LCH-Zentralpräsident Beat Zemp und ETH-Präsident Lino Guzzella anwesend. Die PH-VS war durch Patrice Clivaz auch präsent. PH-VS Dozent René Providoli und sein Kollege Daniel Vögelin führten durch den Anlass, bei dem im Rahmenprogramm zwei Schulklassen den neuen explore-it Lernanlass Robotik ausprobierten.

Spin off zum Verein
Da eine Hochschule nicht als Auftrag hat, pädagogisches Material zu vertreiben, wurde vor 10 Jahren der Verein explore-it gegründet. Beiratspräsident Dirk Jan de Graaff, ein holländischer Unternehmer mit Wohnsitz im Wallis, betonte die Wichtigkeit der technischen Bildung und den Ansatz von explore-it mit den Lernmaterialien in der Schachtel. Damit kann jedes Kind technische Objekte wie zum Beispiel ein Wasserkraftwerk bauen und die damit verbundenen physischen Phänomene erforschen. 160'000 Kinder haben in den vergangenen 10 Jahren von den tollen Ideen des pädagogischen Teams profitiert. Namhafte Verbände, Firmen, Private und auch der Kanton Wallis unterstützen explore-it, um das Material in die Schulklassen zu bringen.

Foto: von l. nach r. Patrice Clivaz, PH-VS Direktor, Daniel Vögelin, Präsident Verein explore-it, René Providoli und LCH-Zentralpräsident Beat Zemp.

4. Convegno Wallis-Graubünden-Tessin 
Mit Beteiligung der ganzen Schweiz

Locarno (pac) – November 2018: Der Convegno Wallis-Graubünden-Tessin ist einzigartig in der weltweiten Kongresslandschaft. Es wird in den 4 Landessprachen präsentiert und debattiert. Die vierte Ausgabe in Locarno rückte das Italienische in den Mittelpunkt mit einer Reflexion über die Mechanismen des Übergangs zwischen den Schulstufen.

convegnoPerfekt organisiert vom Team der PH Tessin, wurde diese Tagung zum ersten Mal für die gesamte Schweizer Wissenschaftswelt eröffnet, die zwei Kongresstage in den vier Landessprachen ohne Übersetzung abhalten konnte. Die Bündner Forscher präsentierten ihre unglaubliche Arbeit in Rumantsch Grischun, das für diesen Kanton besteht, von einer Lehrplan 21 Basis aus, alles in den fünf rätoromanischen Idiomen umzusetzen. Das Tessin hat bewiesen, dass es im Französischunterricht innovativ ist, indem es Klassen nicht mehr nach dem Alter, sondern nach dem Niveau der Schüler zusammenstellt, die in einem Teil dieser Kurse in neue altersgemischte Klassen integriert werden. Was die Walliser Delegation betrifft, die sich aus Vertretern der Sprachendidaktik und der pädagogischen Animation zusammensetzte. So stellte Alain Metry beispielsweise Examens vor, welche die PH-VS für das Aostatal mitvorbereitet, um die französische Sprache und den Oberwalliser Dialekt in dieser italienischen Region zu fördern.

Integrale Diplome zur Förderung der vertikalen Koordination
Bei der Teilnahme am abschließenden Runden Tisch bestand Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS, auf die strategischen Ausbildungsentscheidungen. Das Wallis verteidigt den Generalisten mit einer integralen Ausbildung für die Primarschule. Diese breite Ausbildung erleichtert die transversale Verständigung zwischen dem Zyklus 1 und dem Zyklus 2. Im gleichen Sinne bietet die PH-VS das Nischenprodukt einer doppelten Ausbildung für die Sekundarschule 1 und 2 an, das eine vertikale Koordination gewährleistet. Im Jahr 2020 findet die 5. Ausgabe des Convegno am Donnerstag und Freitag, dem 5. und 6. November im Wallis statt.

 

Konferenz mit Jacques Lecomte in Martinach 
Ein Erfolg, der für eine weitere Zusammenarbeit spricht

Martinach (pac) – November 2018: Die wertvollen Kontakte der PH-VS Dozenten Nicolas Bressoud und Philippe Gay ermöglichten es, eine hochkarätige und erfolgreiche Konferenz zu organisieren. Rund 300 Menschen profitierten von dem sehr konkreten Ansatz des französischen Psychologen Jacques Lecomte. Die Verbindung zwischen den Schulen von Martinach und der PH-VS ist ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft.

Unter der Leitung von Nicolas Pierroz, stellvertretender Direktor der Schulen von Martinach, wurde die Konferenz von Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS, eröffnet. Dieser äusserte seine Begeisterung darüber, dass im Rahmen einer Weiterbildung ein Referent mit einem so umfangreichen Profil empfangen werden kann. Der PH-VS Direktor fokussierte in seiner Ansprache die Lernfreude. Demnach scheint es zwar offensichtlich, dass "glückliche Schüler besser lernen", aber es ist immer noch notwendig, dass die Lehrpersonen selbst diese Freude vorleben. Das dürfte für Ausbildungsinstitutionen eine Herausforderung bleiben.

Schicksalsschläge und Beulen
Jacques Lecomte initiierte seinen Vortrag mit einer beeindruckend offenen Analyse seiner Biografie. Metaphorisch gesprochen haben ihn die negativen Momente seiner Jugend "verbeult". Eine gute Portion an Resilienz hat ihn zu einem sehr aufmerksamen Beobachter von Situationen gemacht, was ihm hilft, "Beulen" in der Psyche zu glätten. Eine fördernde Massnahme dafür ist das kooperative Lernen. Diverse Studien zeigen, dass eine von einem Mitschüler mitgeteilte Erklärung und kooperative Arbeit zu einem besseren kognitiven Ergebnis führen. Das von Rogers entwickelte Konzept der Empathie nimmt in Lecomtes Rede einen zentralen Platz ein. Für ihn gibt es keine gewalttätigen Jugendlichen, sondern vor allem junge Menschen, die unter Gewalt leiden. Jean-François Lovey fasste die Konferenz zusammen und verwies auf den Glücksfall, dass das Wallis ein Kanton mit einer der niedrigsten Schulabbruchzahlen ist.

Foto: Isabelle Bétrisey, Nicolas Bressoud, Nicolas Pierroz, Elena Lucciarini, Jean-Philippe Lonfat, Jacques Lecomte, Jean-François Lovey, Patrice Clivaz, Philippe Gay und Patrice Moret.

Catherine Tobola 
Von der Bereichsleitung zur pädagogischen Kommission der CIIP

St-Maurice (pac) – Oktober 2018: Die Verantwortung für den Studiengang Primarschulstufe wechselt. Catherine Tobola Couchepin hat beschlossen, zurück zu ihrer angestammten Funktion zurückzukehren. Im Rahmen dieses Wechsels hat sie ihren Kolleginnen und Kollegen einen sympathischen Aperitif offeriert.

Catherine Tobola Couchepin übernahm Anfang 2017 die Nachfolge von Marlyne Andrey als Leiterin des grössten Studiengangs der PH-VS. Zwei Jahre lang entwickelte sie aktiv den Studiengang weiter mit z.B. der weiteren Anpassung des Sprachaustauschs im anderen Kantonsteil.

Eine schmeichelhafte Ernennung an der pädagogischen Kommission der CIIP
Die erworbene administrative Erfahrung als Bereichsleiterin erlaubte ihr, ihre Kompetenzen noch zu erweitern, die sie als Forscherin in der Französischdidaktik bereits mitbrachte. Ihre Nominierung als Vertreterin der PHs der Romandie in der wichtigen pädagogischen Konferenz der Westschweizer Erziehungsdirektorinnen und -direktoren verleiht ihr für die Karriere nochmals zusätzlichen Schub.

Foto: Dozierende, Direktion und Administration umrahmen Catherine Tobola während des Abschiedsaperitifs.

Schweizerisches Studierendenkomitee der PHs
Estelle Rogivue vertritt die PH-VS

Bern (pac) – Oktober 2018: Vor zwei Jahren veranstaltete die PH-VS in Brig das erste Treffen der Präsidenten der Studierendenverbände der Schweizer PHs. Die im Wallis lancierte Arbeit hat Früchte getragen. Der nationale Verband VSPHS ist gegründet worden und wird vom Zürcher Jimmy Angelos Goutziomitros, Student im Studiengang Sek I, geleitet. Das Wallis steht im Rampenlicht, denn die Präsidentin der Vereinigung der Studierenden der PH-VS, Estelle Rogivue ist Teil des nationalen Komitees.

comite etudiantsWie die Direktionen der verschiedenen PHs in der Schweiz Diskussionspartner für die Studierendenkomitees sind, ist auch der Ausschuss der Kammer PH von swissuniversities unter dem Vorsitz von Hansruedi Schärerer aus Luzern Partner der nationalen Studierendenkommission. Deshalb fand in Bern ein erstes offizielles Treffen zwischen diesen Gremien statt.

Die Studierenden ausbilden, um an der Akkreditierung als Experten teilzumehmen
Eines der Hauptthemen dieser ersten Sitzung auf nationaler Ebene war das Problem der Ernennung und Ausbildung von Studierenden, die an den Akkreditierungskommissionen teilnehmen. Die Studierenden bleiben für sehr kurze Zeit in ihrer Funktion. Es wäre unverständlich, wenn die Akkreditierungsagentur einen Wirtschaftsstudenten, der sich in der Welt der Ausbildung nicht auskennt, für den Akkreditierungsprozess einer PH beauftragt. 

Die Vielfalt der Schweizer Sprachlandschaft
Auch das Thema der sprachlichen Anforderungen an die Primarschullehrerausbildung wurde diskutiert. Patrice Clivaz, Vizepräsident der Schweizerischen Kammer der PHs, konnte erklären, dass die Fremdsprachenanforderungen im Studium durch grundlegende Ausbildungsentscheidungen der Kantone sehr unterschiedlich sein können. Die PH-VS mit einer breiten Generalistenausbildung und zwei Fremdsprachen im Panel ist hierfür ein gutes Beispiel. In einer föderalistischen Schweiz gibt es deshalb Platz für Kantone mit drei Sprachen wie Graubünden, zweisprachige Kantone wie das Wallis und Freiburg und einsprachige Kantone wie St. Gallen, was ein vollständig zentralisiertes Bedarfsmanagement ausschliesst.

Foto: von l. nach r. Sabina Larcher, Direktorin der PH FHNW, Mitglied des Komitees der PH Kammer, Heinz Rhyn, Direktor der PH ZH, Mitglied des Komitees der PH Kammer, Gabriel Mateos Sànchez, Leiter der Kommunikation der VSPHS, PH ZH, Estelle Rovigue, Sekreteriat und Finanzen der VSPHS, PH-VS, Jimmy Angelos Goutziomitros, Präsident der VSPHS, Hans Ruedi Schärer, Präsident der PH Kammer, Direktor der PH LU, Patrice Clivaz, Vizepräsident der PH Kammer, Direktor der PH-VS, Guillaume Vanhulst, Mitglied des Komitees der PH Kammer, Direktor der PH-VD, Andrea Hungerbühler, Geschäftsführerin der PH Kammer.

Gesundheitstag an der PH-VS 
Ein vielseitiges Programm rund um Bewegung und Ernährung

Brig (dhi) – Okober 2018: Der 2. Oktober stand für die Studierenden des ersten Semesters ganz im Zeichen der Gesundheit. Die angehenden Lehrpersonen konnten die Themen Bewegung und Ernährung in theoretischer ebenso wie praktischer Weise erfahren. Das eigens erstellte Buffet sorgte für eine angenehme Atmosphäre. Ein Kinobesuch am Ende des Tages rundete das Programm ab.

santéWie jedes Jahr, fand auch diesen Oktober der Gesundheitstag im Rahmen der Lehrveranstaltung 1.5 für die Erstsemester-Studierenden an der PH Wallis statt. Ziel der Veranstaltung ist es, den künftigen Lehrpersonen wichtiges Wissen zu Bewegung und Ernährung mitzugeben und ihnen aufzuzeigen, wo sie in Zukunft im Berufsalltag Hilfe und Unterstützung in diesen Bereichen erhalten.

Theoretische Inputs und praktische Tätigkeiten
Zu Beginn des Nachmittages bearbeiteten die Teilnehmenden mithilfe wissenschaftlicher Literatur Grundlagen zu Bewegung und Ernährung im Schulalter. Anschliessend erfuhren die angehenden Lehrkräfte über Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten im Bildungsbereich. Am späteren Nachmittag bereiteten die Studierenden in Kleingruppen ein gesundes Essen vor. Die im Vorfeld selbst eingekauften Zutaten wurden vor Ort verarbeitet und zu einem gemeinsamen Buffet angerichtet. 

Den Abschluss bildete ein Kinobesuch in Visp. Die Gesundheitsförderung Wallis präsentierte den Film «Embrace – du bist schön», der sich dokumentarisch westlichen Schönheitsidealen widmet und dabei Themen wie Bodyshaming oder weibliches Selbstverständnis kritisch beleuchtet.

Foto: Studierende des ersten Semesters bereiten gesunde Snacks vor.

Open Access
Eine Verpflichtung für die PH-VS

Lausanne (pac) – Oktober 2018: Die wissenschaftliche Forschung schreitet auf der Grundlage eines leichteren Zugangs zu Daten und Publikationen voran. Der fantastische technologische Sprung nach vorne der Digitalisierung ermöglicht es, diesen Zugang zu öffnen. Die PH-VD arbeitet diesbezüglich mit ihrer Open Access-Datenbank, ORFEE, wegweisend mit. Die von Jean-Luc Gilles geleitete Konferenz "Open Access, ein Hebel für die akademische Karriere" ermöglichte es Patrice Clivaz, die Situation der PH-VS in diesem Bereich darzustellen.

OpenAccessZur Eröffnung des Symposiums erinnerte Guillaume Vanhulst, Direktor de PH-VD, an den allgemeinen Rahmen. Im Kontext der globalen Bewegung für Open Access hat der Bund im Januar 2017 in Verbindung mit den Anforderungen des Schweizerischen Nationalfonds eine Strategie verabschiedet, wonach alle von der öffentlichen Hand finanzierten Publikationen bis 2024 Open Access sein werden.

Internationale Verhandlungen mit den großen Verlagen
Axel Marion von swissuniversities erläuterte die wichtigsten Themen der laufenden internationalen Verhandlungen mit grossen Verlagen. In der Schweiz beliefen sich die Gesamtkosten für den Zugang zu Informationen im Jahr 2017 auf 109 Millionen Franken, davon 74% für Abonnemente. Für Olivier Prosperi, Forscher am IRDP, wird ein Artikel über Open Access mehr gelesen, was den Forschenden entgegenkommt. Die prestigeträchtigsten Zeitschriften sind aber leider nicht Open Access. Bertrand Mure von der PH-VD stellt fest, dass die PH-VD mit ihrem ORFEE-Repository sehr schnell einen fulminanten Erfolg mit 1400 Publikationen in wenigen Monaten verzeichnet hat, darunter 750 Autorinnen und Autoren der PH-VD. 

Die PH-VS, eine Herausforderung für die Walliser Mediathek
Bernard Rentier, ehemaliger Rektor der Universität Lüttich, erklärte, wie seine Institution diese Öffnungsbewegung vor 10 Jahren exemplarisch initiierte. Patrice Clivaz wies darauf hin, dass das Prinzip, die am besten qualifizierten Studierendenarbeiten auf RERO zu veröffentlichen, eine sehr alte Praxis an der PH-VS sei. Nichtsdestotrotz ist sich die PH-VS der Schwierigkeit bewusst, eine internationale Rolle in dieser globalen Bewegung zu spielen. Die PH-VS profitiert in diesem Bereich von den Dienstleistungen der Walliser Mediathek. Im Hinblick auf den fortschreitenden Trend in diesem Schlüsselsektor des Wallis scheinen weitere Innovationen unerlässlich. Eine engere Zusammenarbeit mit der HEP-VD könnte ein interessanter Weg sein.

Foto: Jean-Luc Gilles von der HEP-VD (2. v. l.) Axel Marion von swissuniversities, Bernard Rentier, Universität Lüttich, Olivier Prospery, IRDP, Patrice Clivaz, HEP-VS und Guillaume Vanhulst, PH-VD mit Forschenden aus Kanada beim Symposium.

GEVAP-Kongress 
Die PH-VS in Martinach

Martigny (pac) – Oktober 2018: Die Berufsschule Martigny, die PH-VS und das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB haben sich zusammengeschlossen, um den 6. GEVAP-Kongress in Martigny unter dem Motto "Orte, Rhythmen und Wissen im Wechsel. Ausbilden und bewerten – was, wann und wo" zu organisieren. Mit ihrem Teilzeitstudium-Modell für die Sekundarstufen I und II passt die PH-VS sehr gut in dieses Spiel der Abwechslung.

GEVAPIm Rahmen der Berufsausbildung ist das Konzept der "Alternanz" mit dem berühmten schweizerischen dualen System im Trend. Die PH-VS ist diesbezüglich sehr gut positioniert, zum Beispiel mit dem erfolgreichen Teilzeitmodell in der Sekundarschulausbildung, das es ermöglicht, berufliche Tätigkeiten und das Studium an der PH-VS parallel zu führen. Das im Ausbildungsinstitut erworbene Wissen gibt Aufschluss darüber, was auf dem Terrain geschieht. Das Erfahrungswissen aus der Praxis speist die Theorie: Fragen und Hypothesen können erprobt und überprüft werden.

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Berufsschule und der PH-VS
Der 6. GEVAP-Kongress, initiiert von der "Gruppe zur Bewertung der beruflichen Praxis", wurde von Gérard Clivaz von der Berufsschule Martigny sowie Christophe Gremion vom EHB geleitet. Danièle Périsset von der PH-VS leitete den wissenschaftlichen Ausschuss, während Yvianne Rouiller als Hauptzeugin fungierte. Verschiedene Konferenzen und Interventionen, darunter die von Michel Mante, kennzeichneten die beiden Konferenztage. Hervé Barras präsentierte alle an der PH-VS entwickelten Video-Trainingsarbeiten. Weitere PH-VS-Präsentationen wurden von Catherine Tobola, Sophie Amez-Droz, Pierre Vianin, Jean-Nicolas Revaz, Marie-Paule Matthey, Jean-Marie Lavanchy, Anne-Françoise Martignon, Sylvie Richard, Caroline Rudaz, Isabel Voirol und Fabio Di Giacomo gehalten. Am ersten Tag konnten auch mehrere Praktikumslehrpersonen eingreifen. In seiner Begrüssung von Seiten der Gemeinde Martigny betonte der Gemeinderat und Lehrer Eric Darbellay die Qualität der Zusammenarbeit zwischen den beiden Unterwalliser Institutionen, der Berufsschule und der PH-VS, die beide von Clivaz aus dem Zentralwallis geleitet werden.

Foto: von links nach rechts, Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS, Christophe Gremion, EHB, Eric Darbellay, Stadt Martigny, Danièle Périsset, PH-VS und Gérard Clivaz, Direktor der Berufsschule Martigny.

50 Jahre SPVAL
Ein schönes Jubiläum am Comptoir von Martinach

Martigny (pac) – Oktober 2018: Die SPVAL, «Société Pédagogique Valaisanne», ist 50 Jahre alt, auch wenn unter anderen Namen, nämlich der Gesellschaft der Lehrer seit 1897 und dem Verein der Lehrerinnen seit 1920, die pädagogische und gewerkschaftliche Tätigkeit schon länger besteht. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums betonte Olivier Solioz, Präsident der SPVAL, die Stabilität der SPVAL, die im Gegensatz zu ihrem Hauptpartner, dem Departement, in den fünf Dekaden nie den Namen änderte. Für die PH-VS ist die SPVAL ein wesentlicher Partner, mit dem die Beziehungen konstant und fruchtbar sind.

SPVALDas Jubiläum wurde von einer Reihe von Veranstaltungen begleitet, darunter eine Debatte über die Heilpädagogik, die Publikation eines sehr interessanten historischen Abrisses und ein sehr angenehmer Stand im «Comptoir de Martigny». Der Höhepunkt des Jubiläums waren jedoch die sehr menschlichen, intelligenten und tiefgründigen Reden der beiden ehemaligen Präsidenten Jean-Claude Savoy und Didier Jacquier. Jean-Claude Savoy erinnerte an die Angriffe der Zeit, in der der Verband der Selbständigerwerbenden (franz.: UDI) die Grundlagen der öffentlichen Schulen untergraben wollte. Didier Jacquier beendete seine Rede mit dem schönen Satz, dass der Schulbesuch das Herstellen von Malstiften bedeutet, um anschliessend das Leben zu zeichnen.

Ein Verein, der Bildung und gewerkschaftliche Verteidigung verbindet
Sowohl Marylène Volpi, Präsidentin des Zentralverbands der Magistraten, der Lehrerschaft und des Personals, als auch Jean-Philippe Lonfat, Dienstchef, wiesen auf die hervorragende Fähigkeit der SPVAL hin, sowohl auf der Gewerkschafts- als auch auf der Bildungsebene erfolgreich aktiv zu sein. Samuel Rohrbach, Präsident der Gewerkschaft SER in der Westschweiz, erinnerte an die engen Verbindungen zwischen SER und SPVAL, unter anderem aufgrund des SER-Geschäftssitzes im Wallis, der Rolle von Persönlichkeiten wie Cilette Cretton oder der ehemaligen und verstorbenen PH-VS-Professorin Marie-Claire Tabin. Die PH-VS gratuliert der SPVAL und freut sich auf künftige Kooperationen.

Foto: von l. n. r.: Diane Ruchet, Olivier Solioz, Séverine Damay-Reuse, Patrice Clivaz und Sandro Fontana.

PH-VS Diplomfeier 
144 Diplome, um einer ständig ändernden Nachfrage gerecht zu werden

Brig (pac) – September 2018: Die Nachfrage nach neuen Lehrkräften steigt. Während die PH-VS bei ihrer Diplomfeier in Brig 72 Bachelor-Abschlüsse für die Primarstufe, darunter 28 Oberwalliser,  verliehen hat, haben 113 neue Studierende diesen Herbst 2018 die Ausbildung für den Bachelor Primarstufe aufgenommen, was einer Steigerung von rund 20% entspricht. In seiner Rede verwies Direktor Patrice Clivaz auf die logistischen Schwierigkeiten der PH-VS, die in mehreren alten und verstreuten Gebäuden steckt, und sagte, dass unsere Behörden "Lösungen erarbeiten, um uns ein angemesseneres Zuhause zu geben". Er brachte auch eine Lanze für eine erhoffte Integration der PH-VS in den Bildungscampus Brig.  Staatsrat Christophe Darbellay versicherte der PH-VS seine volle Unterstützung für die institutionelle Akkreditierung, auf die sich die PH-VS vorbereitet, denn das Walliser Bildungssystem braucht ein starkes und anerkanntes Ausbildungsinstitut.

diplom prix_2018Neben den 72 Bachelordiplomen für die Vor- und Primarschulstufe wurden 54 Masterabschlüsse und Diplome für die Sekundarstufen I und II, 18 Masterdiplome für die Heilpädagogik sowie rund siebzig verschiedene Zertifikate für Zusatzausbildung wie Praktikumslehrperson verliehen. Der feierliche Anlass wurde durch eine Reihe von künstlerischen Interventionen ergänzt: Darunter Gliser Schulkinder, die Tanzschule Sentimento aus St. Niklaus und verschiedene Auftritte von PH-VS-Studierenden.

Englands Meister der Brass Band Musik spielt an der Diplomfeier der PH-VS
Die Zeremonie stand unter dem Thema Musik und Chorkunst im Zusammenhang mit der Pensionierung einer bekannten Persönlichkeit der Walliser Lyrik- und Musikkulturwelt, Professor Norbert Carlen. So hat das sehr hochkarätige internationale Quartett mit dem PH-VS-Studenten Paul Crognaletti gezeigt, dass es unter den Lehrpersonen erhebliches Potenzial gibt für die Kinder- und Jugendausbildung im musikalischen Bereich. Für die Studierenden sprach Mélanie Leuenberger, Absolventin des Bachelorstudiengangs Vorschul-/Primarschulstufe. Perfekt zweisprachig, nach dem einzigartigen Modell, das von der PH-VS befürwortet und gefördert wird, erklärte sie wie wichtig die Kreativität für den Lehrberuf ist und erinnerte an die Bedeutung der Partnerschaft zwischen Studierenden und der Institution, welche für die Arbeit der institutionellen Akkreditierung unerlässlich ist.

Foto: Stadtpräsident Louis Ursprung und PH-VS Direktor Patrice Clivaz mit den mit Preisen gekrönten Studierenden, von l. nach r. Sanda Fournier, Bertrand Décaillet, Nathalie Imesch, Mélanie Leuenberger, Lucie Bilgischer und Fabrice Massy.

Video Clip: Diplomübergabe 2018
Fotogalerie: Diplomübergabe 2018