Ereignisse 2017

Jahreskonferenz der Fachberatung
Die konstituierte Körperschaft kreieren

Sierre (pac) Oktober 2017: Die Fachberatung ist ein grundlegender Teil der Dienstleitungen der PH-VS.  Sie garantiert zudem eine hochstehende Verbindung mit dem Terrain. Die Jahreskonferenz Anfang Oktober bewies, dass die PH-VS und die Dienststelle für Unterrichtswesen die gute Dosierung gefunden haben, um diese circa vierzig Lehrpersonen zu begleiten, welche gewissermassen im Stil eines KMUs arbeiten.

conf anim_ped_1In seiner Einführung hob Direktor Patrice Clivaz die Elemente hervor, die die Revision der Verordnung über die PH-VS gebracht hat: Die Rolle der Fachberatung wird dadurch bestärkt und geklärt. Er rief die Fachberaterinnen und Fachberater dazu auf, sich zu organisieren, um Delegierte für die Konferenz der konstituierten Körperschaften der PH-VS zu bestimmen.

Vom Aktionsplan bis zur Flexibilität für die Ausführung
Als kantonaler Verantwortlicher der Fachberatung an der PH-VS unterstrich Peter Summermatter die Bedeutung des Führungsinstrumentes « Aktionsplan ». Je nach den Dringlichkeiten des Departementes, soll aber dieser Plan flexibel bleiben. Ebenso Michel Beytrison wie Marcel Blumenthal, Adjunkte bei der Dienststelle für Unterrichtswesen, zeigten sich sehr erfreut darüber, dass das Wallis auf solch eine Equipe wie die Fachberatung zählen kann, die nicht in allen Kantonen existiert. Die gegenwärtige Einführung des Lehrplans 21 zeigt noch einmal die Wichtigkeit dieser starken Persönlichkeiten, die die Fachberater sind. Sie betreuen eine Fachdisziplin mit der Flexibilität eines kleinen Unternehmers. Unter der Führung von Samuel Fierz und Lisette Imhof, Verantwortliche für die Fachberatung respektiv fürs Unter- und Oberwallis, analysierten dann die Fachberaterinnen und Fachberater die Stärken und Schwächen ihrer Aktivitäten. Diese Überlegungen legten unter anderem den Finger auf die Herausforderungen im Rahmen der Erwachsenenbildung.

Foto : Samuel Fierz bei der Arbeit mit seinen Fachberaterinnen und Fachberatern.

Die PH-VS am Comptoir
Geselligkeit rund um Cuba

Martigny (pac) Oktober 2017: An der Herbstmesse von Martigny versammeln sich am Ende des Tages auch mehrere Lehrpersonen. Dem Appell von Catherine Tobola Couchepin, selber aus Martinach, folgend, gehörte auch die PH-VS dazu.

comptoir mayKuba war dieses Jahr Ehrengast. Um dessen Stand traf sich die Delegation der PH-VS um ebenso geographische Kenntnisse wie Geselligkeit zu pflegen.

Foto : Patrice Clivaz, Julie Jovignot, Vincent Strahm, Catherine Tobola Couchepin und Sandra Schneider.

Das Kind im Wallis von 1815-2015
Buchvernissage und Ateliers zur Präsentation der deutschsprachigen Beiträge

Brig (pac) Oktober 2017: Im Rahmen des 200-Jahr-Jubiläums des Beitritts des Kantons Wallis in die Eidgenossenschaft wurde eine umfassende Bestandesaufnahme zur Kindheit im Wallis im Lauf dieser letzten beiden Jahrhunderte vorgenommen. Eine dreibändige Publikation erschien bereits auf Französisch. In einem separaten Band wurden nun acht Beiträge auf Deutsch herausgegeben. Anfang Oktober fand an der PH-VS in Brig die Vernissage dieses Sammelwerkes statt, bei der unter anderem die Artikel von PH-VS Dozierenden präsentiert wurden.

enfant vsEdmund Steiner führte durch die verschiedenen Beiträge hindurch. Patrice Clivaz und Peter Summermatter begrüssten die Anwesenden und zeigten, wie wichtig solche Werke für die Ausbildung der jungen Lehrpersonen sind. Diese dokumentieren auf fundierte Weise, wie sich in unserem Kanton die Betreuung und Erziehung von Kindern in den letzten zwei Jahrhunderten grundlegend gewandelt hat. Junge Lehrpersonen können sich so ein anschauliches Bild der damaligen Verhältnisse für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen machen.

Tiki-Toki – eine Zeitreise mit digitalen Mitteln
Dank einer Digitalleiste auf der Website http://www.hepvs.ch/de/forschung1/publikationen sind Auszüge von Szenen erzählter Kindheit einfach abrufbar. In diesen Erzählungen werden Walliser Kinderschicksale konkret nachvollziehbar. Diese Zeitleiste ist Teil eines Beitrages von Edmund Steiner über Motive erzählter Kindheit. Die weiteren PH-VS Dozierenden Alain Metry, Hans Aschilier, Danièle Périsset und Pierre Vianin haben die Sonderschulen und die Schulpublikationen analysiert. Romaine Schnyder zeigt die schrittweise Einführung der schulpädagogischen Dienste auf. Herbert Roten widmete seine Aufmerksamkeit auf die Neugeborenen von damals. Die Analyse von André Karlen betrifft die Entwicklung der Jugendgerichte. Walter Schnyder erzählt seine persönlichen Erlebnisse mit der Transhumanz (Wanderweidewirtschaft) zwischen Gampel und Jeizinen und Julian Vomsattel wirft einen Blick auf die Art und Weise, wie man damals in seinem Dorf Visperterminen mit behinderten Kindern umgegangen ist.

Foto : von l. nach r. Romaine Schnyder, Hans Aschilier, Herbert Roten, Alain Metry, Julian Vomsattel, Walter Schnyder, André Karlen und Edmund Steiner.

Diplomübergabe 2017 an der PH-VS
Die Gesetzgebung modifizieren, um die Akkreditierung zu erlauben

St-Maurice-Brig (pac) September 2017: Freitag Abend 22. September hat die PH-VS 129 Bachelor und Diplome an Studierende erteilt, die an der Primarstufe oder an der Sekundarstufe unterrichten werden, ebenso wie 94 Weiterbildungstitel an Lehrpersonen. Dieses grosse jährliche Treffen fand vor dem Hintergrund der baldigen Präsenz der PH-VS im Walliser Parlament statt. Dort geht es für die PH-VS darum, dass den adaptierten Gesetzgrundlagen zugestimmt wird. Nur so kann sich die PH-VS der institutionellen Akkreditierung gemäss HFKG den Anforderungen der neuen Bundesgesetzgebung stellen.  Zudem war es für Staatsrat Christophe Darbellay die erste Diplomübergabe an seiner Hochschule.

JC2A2743Für eine Institution ist die Modifikation der Rechtsgrundlagen immer ein markantes Erlebnis, denn die fixierten Elemente haben immer eine lange Lebensdauer. Vor mehr als 20 Jahren, Mitte der 1990er Jahre, hat das Parlament die gesetzlichen Grundlagen der Pädagogischen Hochschule Wallis. (PH-VS) festgelegt. Eine Generation und ein Jahrhundert später macht sich der Staatsrat bereit, dem Parlament eine Änderung dieser Texte zu unterbreiten. Er macht dies im Rahmen des nationalen Akkreditierungsverfahrens aller Hochschulen der Schweiz, von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich bis zur PH-VS in St-Maurice und Brig.  Auf dem Spiel steht viel für einen Kanton, der keine Universitäten hat und der gerne für die Bildung zuständig ist. Dabei ist die PH-VS zentral, weil sie die Wiege und Schmiede für die Ausbildung der Lehrpersonen ist.

Wirtschaft und Bildung
Die „Akkreditierung“ prägte deutlich den Hintergrund dieser Diplomübergabe. Staatsrat Christophe Darbellay sprach mit viel Engagement für eine solide, dem Terrain nahe PH-VS und garantierte seine persönliche Unterstützung wie die vom Staatsrat. Er brachte dies zum Ausdruck mit einer schönen Formal über die „Symbiose zwischen Ausbildner und Ausgebildeten“. Herr Darbellay ist sich des Stellenwertes der einzigen puren Walliser Hochschule bewusst und zeigte sich sehr zuversichtlich, dass das Parlament die Modifikationen der Gesetzgebung für die PH-VS im Hinblick auf die Akkreditierung akzeptieren wird.
Samuel Rion, Mitglied des Komitees der Studierenden behandelte auch die Thematik der Akkreditierung. Er brachte in Erinnerung, dass das erste nationale Treffen des nationalen PH-Studierendenkomitees vor 2 Jahren in Brig stattfand und zeigte die Wichtigkeit der Beteiligung der Studierenden auf, weil Ihnen ein Platz in den Akkreditierungskommissionen garantiert ist. Der Direktor Patrice Clivaz legte Akzent auf die Trümpfe der PH-VS und zwar auf die berufsbegleitenden Ausbildungen für die Sekundarschule, die auch mit viel e-learning organisiert werden und auf die zweisprachige Ausbildung für den Bachelor für die Primarstufe. Bei der Preisübergabe betonte er, dass der Preis für die Sekundarstufe an den Oberwalliser Mathematiklehrer des Kollegiums Stefan Bumann geht, der mit Bravour die Ausbildung mit den Welschen Kollegen und Kolleginnen absolviert hat. Nachdem die PH-VS unter dem Departement für Erziehung, Kultur und Sport gearbeitet hat, war sie eine Zeit unter dem Departement für Bildung und Sicherheit. Jetzt ist das Departement für Volkswirtschaft und Bildung zuständig. Für den Direktor ist das ein einfacher Beweis, wie breit die Ausbildung der Lehrpersonen ist. Die hat ebenso mit Kultur, Sport, Sicherheit und Wirtschaft zu tun. In den Neuheiten dieses akademischen Jahres zählte der Direktor auch die sogenannte Validation des Acquis (VDA), die es altrechtlich ausgebildeten Lehrpersonen erlaubt, einen Bachelorabschluss zu erwerben. Die Eröffnung der Einschreibungen für den 5. Masterstudiengang in schulischer Heilpädagogik wurde auch thematisiert.

Foto: die während dieser Zeremonie preisgekrönten Studierenden, von l. nach r. Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS, Gentiana Panglaj für den Bachelor Primarstufe, Kristel Salamin für die Diplomarbeit, Dorothée Bender, die durch eine Prozedur der Validation der erworbenen Erfahrungselemente  (VAE) ihr Bachelor erhalten hat, Stefan Bumann, Oberwalliser Mathematikmittelschullehrer und  et Jean-Phlilippe Lonfat, Dienstchef für das Unterrichtswesen.

Fotogalerie: Diplomfeier 2017

Praktischer Tag  „Nachhaltige Entwicklung 2017“ an der PH-VS
Von und mit der Umwelt lernen.

St-Maurice (pac-psu) September 2017: Mitorganisiert von PH-VS, Education21, Réseau d' écoles21 und der CIIP fand am 27. September im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung der Praxistag 2017 an der PH-VS in St-Maurice statt. Peter Summermatter und Samuel Fierz haben mehr als 80 französischsprachige Lehrpersonen aus der ganzen Romandie empfangen.

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Die Kolloquiumsteilnehmenden haben nach Wegen gesucht, um sich in ihrer Umgebung mit einer Klasse zu begeben. Die Workshops, die zur Hälfte im Freien stattfanden, erlaubten es, in den Bereichen Bildende Kunst, Geschichte, Geographie, Wissenschaft und Ernährungserziehung zu arbeiten und zwar für den Zyklus 1 bis Zyklus 3. Im Mittelpunkt der Plenartagung standen die Beiträge und die Grenzen der Umweltarbeit auf verschiedenen Ebenen. Der Tag war ein grosser Erfolg und die PH-VS bedankt sich bei allen, die etwas dazu beigetragen haben.

Die an diesem Tag präsentierten Dokumente stehen auf der Bildungswebsite education21 http://www.education21.ch/fr zum Download bereit.

Technik und Gesellschaft
Die PH-VS erlebt die Start ups

Siders (pac) September 2017: Die PH-VS hat eine klare Verantwortung, was die schönen „Ingenieursetzlinge“ anbelangt, die sie in die Geister und Herzen der Jungen deponieren kann, die ihr anvertraut werden. Unter dem Thema Technik und Gesellschaft pflegen die Studierenden der PH-VS seit mehreren Jahren den Kontakt mit der Welt der Unternehmen und der technischen Innovation.

IMG 2958_1Der Einsatz der Lehrpersonen ist mit ein Teil für die Entwicklung des Innovationspotentials, das unsere Schweizer Wirtschaft braucht, um gegenüber der Konkurrenz zu bestehen. Diese Konkurrenz hat gut verstanden, welche Basisrolle die Schule spielt. Bei der Eröffnung dieser thematischen Woche, verwies PH-VS Direktor Patrice Clivaz auf die neue Organisation des Walliser Staatsrates. Dieser hat eine engere Verbindung mit der Ausbildung und der Wirtschaft anvisiert. Das Wallis braucht neue Generationen von Ingenieurinnen und Ingenieuren, die einen wissenschaftlichen Mehrwert erzeugen und darum muss das grosse Potential an Jugendlichen für diesen Bereich maximal gefördert werden. Das setzt voraus, dass die Lehrpersonen auch für diese Realitäten gut sensibilisiert werden.

Den Alltag der Unternehmen erleben
Während einer Woche erleben die Studierenden des zweiten Jahres vom Bachelor für die Primarschule, mittels einer Serie von Kontakten und praktischen Übungen, die Realität der Welt der Innovation und des Unternehmertums. Die zentrale Zone des Technopôle in Chippis-Siders ist dafür bestens geeignet. Begleitet durch die beiden Professoren der PH-VS Silvia Müller und Mathias Oggier teilt das mehrheitlich weibliche Publikum den Alltag der Hochtechnologie und der harten Marktgesetze, damit es noch um eine breitere Basis in den Kenntnissen und Erfahrungen verfügt, die dann in den Klassen weitervermittelt werden können.

Foto : Catherine Tobola, Studiengangsleiterin, Mathias Oggier und Silva Müller, Dozierende und  Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS in Begleitung von einigen Studierenden der Woche Technik und Gesellschaft im Technopôle von Siders.

Bildungsprojekt AlpenLernen
Das UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch als Klassenzimmer.

Riederalp (pac) September 2017: Vom 4.-8. September 2017 führte die Pa¨dagogische Hochschule Wallis (PH-VS) mit einer Gruppe Studierenden im ProNatura Zentrum Aletsch eine zweisprachige Ausbildungswoche durch. Die angehenden Lehrpersonen lernten dabei den Alpenraum, seine Bedeutung und Veränderung kennen und konnten sich direkt ein beeindruckendes Bild der Klimaerwärmung mit der grossflächigen Rutschung im Gebiet Moosfluh.

aletschDie Landschaft im UNESCO-Welterbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch befindet sich in ständigem Wandel: Gletscher schmelzen, Wälder dehnen sich aus, Hänge gelangen ins Rutschen und die landwirtschaftlich genutzte Fläche schrumpft zunehmend. Motiviert von der einmaligen Kulisse des UNESCO-Welterbes Swiss Alps Jungfrau-Aletsch lernten die Studierenden die Region hautnah kennen. Fu¨r viele der angehenden Pa¨dagogen war der Ausflug in den Aletschwald das absolute Highlight der Woche – mit seiner Vielzahl an Pflanzen und Tieren, seien es die uralten und knorrigen Arven, die röhrenden Hirsche oder der schlaue Tannenhär. Aber auch die grossflächige Rutschung im Gebiet Moosfluh beeindruckte die angehenden Lehrpersonen und zeigte, wie einschneidend und bedrohlich die Auswirkungen des Klimawandels auf den Alpenraum sein können.

Biodiversität und Beschneiungsanlagen
Natürlich war auch der Tourismus ein zentrales Thema, der auf der Riederalp seit langem der wichtigste Wirtschaftszweig ist und die Entwicklung der Landschaft massgeblich prägte. Themen wie Biodiversita¨t, Vor- und Nachteile von Beschneiungsanlagen, Schutz und Nutzen im Aletschwald, usw. wurden unter der Perspektive der didaktischen Umsetzung einstudiert. Die Wahlwoche wurde in diesem Jahr zum vierten Mal im ProNatura Zentrum Aletsch unter der Leitung von den beiden PH-VS Dozierenden Andrea Boltshauser und Samuel Fierz durchgeführt.

Dies academicus 2017
Historischer Anfang des akademischen Jahres für die PH-VS

St-Maurice (pac) – September 2017: Mitte August haben an der PH-VS die Ausbildungen für die Sekundarstufe angefangen. Im September beginnen die Ausbildungen für die Primarstufe, dies mit Rekordbeständen aufgrund der Entscheide des Departementes, der die Notwendigkeiten in den Lehrerbeständen vorsieht und progressiv die Studierendenzahlen an der PH-VS erhöhen will. Der Staatsrat hat vor kurzer Zeit das Modifikationsprojekt des PH-Gesetzes angenommen, das in Bälde dem Parlament unterbreitet wird. In diesem von der institutionellen Akkreditierung stimulierten Klima fand erstmals ein gemeinsamer pädagogischer Weiterbildungstat, der Dies academicus, für die Mitarbeitenden der PH-VS statt. Diese neue Organisationsform gefiel, auch wenn einige Punkte zu verbessern sind.  Der Dienstchef der Dienststelle für Unterrichtswesen, Jean-Philippe Lonfat, überbrachte eine geschätzte Botschaft, die das wiedergewonnene Vertrauen nach einigen Turbulenzen betonte. Voll befriedigt mit dem positiven Entscheid des Staatsrates bezüglich der Gesetzesänderung der PH-VS, hob der Direktor Patrice Clivaz hervor, wie wichtig eine starkes Engagement des gesamten PH-VS Personals im Rahmen der Unterstützung dieses Projektes ist, denn es ist einfach das Eingangstor für die  Modernisierung und die nationale Akkreditierung des PH-VS.

IMG 2931Gewöhnlich hielt die PH-VS ihren akademischen Anfang im Rahmen von zwei sprachlich getrennten Sitzungen an beiden Standorten von Brig und St-Maurice. In der Optik, die Verbindung und die gemeinsame Vision zwischen dem Personal enger zu binden, wurde diese Sitzung in die Form eines gemeinsamen pädagogischen Arbeitstages organisiert, der zwei Botschaften begann:  die eine von der PH-VS Direktion und die andere von der Dienststelle, um sich dann mit zwei Vorträgen und Seminaren fortzusetzen, das eine auf Französisch mit einem Professor aus Paris, das andere auf Deutsch mit einem Professor aus Oesterreich.

Hochschulen haben auch eine hierarchische Struktur
Die Botschaft von Jean-Philippe Lonfat war sehr deutlich. Die Autorität, die die PH-VS trägt, will einen wichtigen Platz in der Führung der PH-VS behalten. Mittels Leistungsauftrag kann sie dies gemäss den Akkreditierungskriterien machen. Sie will dabei eine starke und einfache Direktionsstruktur behalten, dies in direkter Linie mit dem Departement. Eine Multiplikation der Kommissionen und der Beschlussebenen würde nur die Gouvernance unüberschaubarer und schwerfälliger gestalten. Die Bevölkerung des Kantons wird nie die Grösse gewisser Nachbar erreichen, die sich im Verhältnis viel grössere und komplexere Strukturen gegeben hat, die die Akkreditierung gar nicht verlangt. Der Dienstchef konnte feststellen, dass die dem Parlament unterbreiteten Vorschläge, die heutige Praxis der internen Vernehmlassungen des Personals bestärkt, und das kapitale und unentbehrliche Prinzip der juristischen Person einführt, was die Konformität mit den Bestimmungen der Bundesgesetzgebung HFKG garantiert. Jean-Philippe Lonfat freute sich über die ausgezeichnete Kollaboration, die zur Zeit das Departement mit seiner einzigen puren Walliser Hochschule hat und brachte eine Unterstützungsbotschaft, die geschätzt wurde.

Botschafter sein gegenüber der politischen Welt
Die ganze PH-VS versammelt circa 150 Personen, die in verschiedenen Kategorien eingeteilt sind, von der Fachberatung, über die vielen Praktikanten und die Dozierenden. Dieses Personal wurde im Rahmen der Vorbereitung der Gesetzmodifikationen konsultiert und hat eine wichtige Vorschlagsarbeit gemacht. Mehr als 20 davon wurden im Projekt integriert und in seiner Präsentation bedankte sich Direktor Patrice Clivaz herzlich bei den Mitarbeitenden für diese Beteiligung, dies mit der Hoffnung, dass sich dann jeder und jede als Botschafter des Gesetzes wirken kann, so dass das Projekt schnell akzeptiert wird. In den Neuheiten dieses Jahres, neben dem Einzug in neue Zusatzräume im Gebäude Tuilleries in St-Maurice, sprach der Direktor von der bevorstehenden Eröffnung eines 5. Studienganges Master in schulischer Heilpädagogik. Was die nationale Ebene anbelangt brachte Patrice Clivaz wieder in Erinnerung, dass die PH-VS sich dezidiert gegen die Bestrebungen einiger Kreise ausgesprochen hat, die Dauer der Ausbildung für die Primarlehrpersonen zu verlängern, weil sich die Ausbildung mit Niveau Bachelor in den letzten 15 Jahren völlig  bewährt hat.

Die verschiedenen Typen von Ethik
In seiner Konferenz behandelte Jean-Pierre Obin, Professor aus Paris und Inspektor des französischen Erziehungsministeriums, das Problem der Ethik, indem et demonstrierte, wie im Lehrerberuf die anzutreffenden Entscheide mit der Definition und der Annahme von Basiswerten verbunden sind. Seine Analyse des französischen Systems, in dem die Lehrpersonen an der Universität ausgebildet werden, was eine Entfernung von Terrain mit sich zieht, war eine angenehme Bestätigung der Entscheide, die der Kanton Wallis und  die quasi die Totalität der Schweiz getroffen haben, dies mit der Ausbildung von Niveau Bachelor in einer pädagogischen Schule für das Unterrichten an der Primarschule.

Doppelte Kompetenz mit variabler Geometrie
Eines der wesentlichen Postulat der PH-VS ist dasjenige, so gut wie möglich die doppelte Kompetenz, so wie man es haben kann, zwischen einem hohen Niveau in den theoretischen Kenntnissen und der praktischen Erfahrung auf dem Terrain. Um dieses Thema zu behandeln, hat die PH-VS das österreichische Professorenduo  Johaness Mayr und Ruben Kulcsar eingeladen, das eben dabei ist, eine Studie über dieses Thema zu realisieren. Da das Personal der PH-VS an dieser internationalen Studie teilnahm, wurde eine erste Serie von Feststellungen diesbezüglich vorgestellt. Grob gesagt kann man sagen, dass die Differenzen zwischen Brig und St-Maurice nicht allzu gross sind. Die PH-VS ist gewiss die einzige mehrheitlich frankophone Institution, die den Bilinguismus total lebt. Dies zeigte sich auch im Rahmen des Dies Academicus, der Referate auf Französisch und auf Deutsch anbot, was eine Zeichen der doppelten Sprachkompetenz ihres Personals ist.

Foto :  hinten von l. nach r.  Marcel Blumenthal, Jean-Pierre Obin, Michel Beytrison, Ruben Kulcsar, Patrice Clivaz, Vorne von l. nach r.  Fabio Di Giacomo, Jean-Philippe Lonfat, Peter Summermatter, Johannes Mayr. 

Lehrplan 21
Die PH-VS hilft bei der Einführung tatkräftig mit

Brig (pac) August 2017: Das Departement hat beschlossen, die Einführung des Lehrplanes 21 nun zügig an die Hand zu nehmen. Im Rahmen eines von der PH-VS mitorganisierten Seminars haben die sämtliche Schulkaderleute des Oberwallis über die Modalitäten der Einführung beraten.

IMG 2744Marcel Blumenthal, Adjunkt beim Departement, führte in die Tagung ein. Die praktische Phase der Einführung des Lehrplans 21 beginnt. Das Publikum, bestehend aus Mitgliedern der Schuldirektionen, der Fachberatung und des Lehrkörpers des PH-VS konnte sich im Rahmen von Arbeitsgruppen austauschen und Bilanz ziehen, wie die Einführung des Lehrplans am geeignetsten zu organisieren ist.  Die Tagung begann mit den Ausführungen des deutschen Professors Andreas Helmke zum Thema „Was ist guter kompetenzorientierter Unterricht“.

Foto: von l. nach r.  Philippe Mathieu, Peter Summermatter, Marcel Blumenthal und Andreas Helmke.

4. Sommerschool der AIUPU an der PH-VS
Das Video für eine bessere Pädagogik

St-Maurice (pac) August 2017: Etwas dreissig Personen haben am 4. Sommerschool des PH-VS teilgenommen. Zwei Tage lang haben sich die Spezialisten der Hochschuldidaktik mit dem Gebrauch des Videos beschäftigt.

sommerschoolDie moderne Technologie erlaubt es, dass sich, zu erschwinglichen Preisen, angehende Lehrpersonen und auch bewährte Lehrkräfte in pädagogischen Situationen beobachten und hören können. Um den französischen Spezialisten Luc Ria, mit dem die PH-VS im Rahmen einer internationalen Studie zusammenarbeitet und unter der Führung von Hervé Barras, versuchten die Spezialisten, die Analyse der Bilder und Töne zu objektivieren, somit der Beruf und dessen Erlenen noch professioneller werden. In seinem Einführungswort freute sich PH-VS Direktor, dass die PH-VS mit ihren Videoateliers einen breiten Platz für den Einsatz solcher Mittel einräumt.

Foto : Marie Lambet, Didaktisches Zentrum Uni FR und Luc Ria, ENS Lyon.