Ereignisse 2017

5 Jahre vom Netzwerk Schule und Gesundheit
Verbalisieren um die Gewalt zu entschärfen

Sitten (pac) November 2017: Das Netzwerk Schule und Gesundheit ist 5 Jahre alt und seit 3 Jahren nimmt die PH-VS aktiv an den verschiedenen Manifestationen und Analysen teil. Die Option „Konferenz“ und „Poster“ wurde unter anderen für diesen Geburtstag gewählt. Dies erlaubte die Präsentation von sehr guten best practices, wie das Projekt der Schulen von Vollèges, das aus einem ernsthaften Problem mit Belästigung entstanden ist. Jean-Michel Hiroz, Direktor und Dominique Bruchez, Lehrerin, haben einem zahlreichen Publikum, darunter 2 Klassen der PH-VS in Rahmen des Kurses 1.5.  neuartige Instrumente vorgestellt, um die Konflikte zu verwalten. Dies mit einem Akzent auf die Verbalisierung, welche die Gewalt entschärfen kann.

IMG 3281shopDas Netzwerk Schule und Gesundheit steht unter der Verantwortung von Catherine Moulin Roh von der Gesundheitsförderung Wallis und sein Hauptziel ist, die gesamten Schulen zu motivieren, die allgemeine Thematik der Gesundheit, ebenso physisch wie psychisch, zu besprechen, indem es für alle das nötige Wissen und Hilfe anbietet. Vincent Ebenegger lancierte die Tagung im Namen des Departements und betonte, dass das Departement keine Psychologisierung der Schule wünscht. Die Lehrperson inmitten der zahlreichen Beteiligten bleibt führend und zentral. Dann behandelte Bernard André das Thema der Relationen mit den Eltern. Unter der Koordination von Fabienne Degoumois wurden diesbezüglich scharfe Fragen gestellt, wie diejenige über die „demissionierenden“ Eltern. André verwarf diese Bezeichnung, indem er die Lehrpersonen aufforderte, mit originelle Lösungen zu arbeiten, die anders sind als eine Einladung in einer Klasse am späteren Nachmittag.

Das Projekt von Vollège wird von der PH-VS wissenschaftlich begleitet
Jean-Michel Hiroz et Dominique Bruchez stellten das Projekt dar, das sie in den Klassen von Vollèges implementieren wollen. Das Projekt geht von einem konkreten Fall aus. Vollèges liegt in der Peripherie von Verbier und erlebt eine demographische Steigerung mit vielen neuen Einwohnern englischer Sprache. Die Notwendigkeit, einen optimalen Beziehungsrahmen zwischen den verschiedenen Bevölkerungstypen herzustellen, macht sich bemerkbar. Das Projekt schlägt neue innovative Wege ein, die über verschiedene Aktivitäten gehen, wie „Kooperationsspiele“ oder „Kompetenzmärkte“. Sehr wirksam demonstrierte Dominique Bruchez, dass entgegen geläufiger Meinungen, die Gewalt im Allgemeinen zurückgeht.  Hingegen werden die Fälle von Kindern, die erst in der Schule erfahren, dass es Grenzen und verbotene Sachen gibt, immer zahlreicher. Diese Situationen münden leider in einer schlechten Kanalisation der Emotionen und werden durch Verbalisierungsschwierigkeiten mitgetragen. Die Schule soll also diese Fälle verschieden anpacken. Das Projekt wird wissenschaftlich von der PH-VS durch Hervé Barras, Lirjia Nanami und Zoe Moody begleitet.

Foto: Jean-Michel Hiroz, Dominique Bruchez, Catherine Moulin Roh und Studierende der PH-VS.

Gesetz über die PH-VS
Die Einstimmigkeit des Parlamentes

Sitten (pac) November 2017: Historischer Moment für die PH-VS mit einer Einstimmigkeit für die Revision des PH-VS Gesetzes. Die PH-VS kann endlich konkret die Vorbereitung des Dossiers für die Akkreditierungsagentur angehen. Ohne die angenommenen Gesetzänderungen hätte sie nicht einmal über die Hürde des Eintretens geschafft. Die PH-VS dankt dem Parlament und freut sich über die ausgezeichnete Arbeit, welche die parlamentarische Kommission unter dem Vorsitz des Präsidenten Martin Loetscher, von der Vize-präsidentin Patricia Constantin und vom Rapporteur Bruno Perroud geleistet hat.

parlementWährend der Eintretensdebatte, neben einigen Bemerkungen bezüglich der Koordination des Unterrichts und des Gewichtes der Theorie, die nicht direkt in der Gesetzmodifikation und in der Akkreditierung  zur Diskussion stehen, war die Unterstützung einstimmig. Mehrere Grossräte betonten die beispielhafte Beherrschung der Kosten der PH-VS. Zwischen den Vorschlägen, die weniger Einfluss des Staatsrates wollten und denjenigen, die mehr Einfluss seitens des Departements wollten, fanden der Staatsrat, die Kommission und das Plenum einen guten Kompromiss, der der PH-VS ein modernes und adaptiertes Instrument gibt.

Der starke Einsatz der Departementschefs
In der Schlussdebatte unterstrichen die Redner die Qualität der Vorbereitungsarbeiten, die ebenso die PH-VS, das Departement und die Dienststelle realisiert haben, um ausgewogenen Gesetzestexte zu finden, die die PH-VS stärken. Dabei unterstrichen sie den starken Willen des Kantons Wallis, weiterhin auf dem tertiären Parkett präsent zu bleiben mit der einzigen puren Walliser Hochschule.  Das starke Engagement des Departementschefs und die Qualität der Arbeit führten zu einer wunderbaren einstimmigen Annahme, die das Terrain für den langen und komplexen Marsch Richtung Akkreditierung befreien.

Foto: Das Parlament akzeptiert einstimmig die Revision der Gesetzes über die PH-VS.

Das Walliser Parlament adaptiert die PH-VS Gesetzgebung an
Die Präsenz des Wallis in der Schweizer Hochschullandschaft garantieren

St-Maurice-Brig  (pac) – November 2017 : Für eine Institution ist die Modifikation der Rechtsgrundlagen immer ein markantes Erlebnis, denn ein bestehendes Gesetz hat immer eine lange Lebensdauer. Vor mehr als 20 Jahren, Mitte der 1990er Jahre, hat das Parlament die gesetzlichen Grundlagen der Pädagogischen Hochschule Wallis festgelegt. Eine Generation und ein Jahrhundert später macht sich der Staatsrat bereit, Mitte November dem Parlament eine Änderung dieser Texte zu unterbreiten. Er macht dies im Rahmen des nationalen institutionellen Akkreditierungsverfahrens aller Hochschulen der Schweiz.  Auf dem Spiel steht viel für einen Kanton, der keine traditionelle universitäre Hochschule hat und der gerne für die Bildung zuständig ist. Dabei ist die PH-VS zentral, weil sie die Wiege und Schmiede für die Ausbildung der Lehrpersonen ist.

loi hep1996 beschloss das Parlament, sich der großen Bewegung der Tertiarisierung der Lehrpersonenausbildung zu setzen. Die Lehrpersonen für die Primarschule wurden nicht mehr in der Alterstranche der 15-20-Jährigen ausgebildet, sondern in derjenigen der 20-23-Jährigen, dies nach einer allgemeinen Ausbildung vom Niveau Sekundarstufe II und mit einem Bachelor-Abschluss. Dabei wurden Tiefe, Distanz und Stoff für den Lehrberuf angepasst, weil dieser im juristischen, technischen und menschlichen Bereich immer komplexer wurde. Diese neue Situierung im tertiären Bereich etablierte sich rasch in ganz Europa.  Nach einigen Jahren, in der sich die PH-VS nur auf die Ausbildung der Primarlehrpersonen setzte, lancierte die PH-VS ab 2005 die Ausbildung für die Sekundarstufe und die Ausbildung für die schulische Heilpädagogik, die bis dahin im Wallis gar nicht angeboten wurde. Diese Ausbildungen folgen einer akademischen Ausbildung vom Niveau Bachelor oder Master und sind durch ihr Teilzeitstudium und den hohen Anteil an blended-learning sehr originell. Die Ausbildungen für die Sekundarschule kennen einen grossen Erfolg, denn sie müssen regelmässig seit Jahren, wegen Platzmangel, Kandidaten zurückweisen.

2015, der Bund kommt ins Spiel
Die Lehrpersonenausbildung liegt in kantonaler Kompetenz und die PH-VS freut sich darauf, denn damit wird eine Färbung der Walliser Schulpraxis ermöglicht. Das neue Bundesgesetz über die Koordination und die Förderung der Hochschulen (HFKG) legt ein neues Stockwerk auf dieses föderalistische Gebäude. Es geht gar nicht darum, noch weiter die Bologna Reform der Jahre 2000 voranzutreiben. Damals verwandelte man circa 150 Lehrerseminare in der Schweiz in 15 Pädagogische Hochschulen. Hingegen wollen Bund und Kantone, mit der klaren Definition der drei verschiedenen Hochschultypen, zwar universitäre Hochschule, Fachhochschule und Pädagogische Hochschule, gemeinsam bewirken, das Niveau und die Unabhängigkeit der Schulen noch höher zu dotieren, dies mit dem zentralen Kernelement des Qualitätssystems. Diese Prozedur bedingt eine institutionelle Akkreditierung, die es bis 2022 zu realisieren gilt. Eine dafür spezialisierte Agentur wird bezüglich Status Hochschule oder nicht Hochschule entscheiden. Eine Expertengruppe wird also die PH-VS in St-Maurice und Brig besuchen, dies vielleicht am Tag nach dem gleichen Besuch an der ETH Zürich. 

Im gemeinsamen Interesse der kantonalen Behörden, der Studierenden und der Mitarbeitenden der Institution gilt es jetzt die Etappe der Gesetzesmodifikation erfolgreich zu absolvieren. Um überhaupt zum Akkreditierungsverfahren zugelassen zu werden, müssen die jeweiligen Gesetze expressis verbis erwähnen, dass die Schule eine juristische Person ist. Die dem Parlament unterbreiteten Vorschläge bezüglich der Geseztesänderung  integrieren diese neuen Bedingungen. Im Jahre 2012 hat die HES SO eine ähnliche Gesetzmodifikation durchgeführt und das freiburgische Parlament hat 2015 ein sehr ähnliches Gesetz für die PH-FR einstimmig angenommen. Der Kanton Wallis startet später. Darum müssen wir umso zügiger vorangehen, vor allem weil die Akkreditierungsprozedur mindestens zwei Jahre dauert, ohne die eventuelle Wartezeit bei der Einschreibeprozedur mitzurechnen.

Die einzige « Walliser » Hochschule
Die anderen teils im Wallis ansässigen Hochschulen nehmen an dieser Akkreditierung auch teil, indem sie in einem Verbund mit anderen Hochschulen integriert werden. Die PH-VS ist die einzige pure „Walliser“ Hochschule. Ihre zweisprachige Originalität positioniert sie auf zwei Standorte und die PH-VS ist im Besitz aller Charakteristiken einer Hochschule, von der Lehre über die Forschung bis hin zu den Dienstleistungen. Zum Beispiel werden pro Jahr mehr als 5000 Personen an der PH-VS in den Weiterbildungskursen weitergebildet. Die erwünschte Annahme der Gesetzesmodifikationen ermöglicht der PH-VS eine mehrjährige intensive Arbeit zu beginnen, um den Kriterien der Akkreditierung zu entsprechen. Die Akkreditierungskommission beschäftigt sich nicht direkt mit dem pädagogischen Inhalt. Sie überprüft eine ganze Palette von Basiselementen wie beispielsweise die Konstanz der finanziellen Unterstützung durch den Kanton, die Teilnahme der konstituierten Körperschaften oder das soziale und ökologische Engagement der Schule.

Bezüglich Modifikation des Gesetzes wurde die alte Struktur beibehalten, so können sich die Parlementarier ein gutes diachronisches Bild zwischen dem alten und dem neuen Gesetz machen. Die legislative Arbeit beinhaltet auch eine Adaptierung und Aktualisierung der Gesetzgebung. Neue Elemente wie der Mittelbau beim Personal, der so zentral in einer Hochschule ist, wurden verstärkt und präziser definiert. Die Struktur der Gouvernance bleibt einfach und kostengünstig. Es gibt eine direkte Verbindung mittels Leistungsauftrag, zwischen den Behörden und der PH-VS, dies über die Direktion. Das Dienstleistungsangebot soll ausgebaut werden, indem Produkte, die heute von anderen nicht akkreditierbaren Partnern ausgeführt werden, zur PH-VS transferiert werden. Heute ist die pädagogische Fachberatung das Prunkstück der  Dienstleistungen der PH-VS

Eine wirksame Nähe mit den politischen Behörden und den Schulpartnern
Im Kanton eine Hochschule zu haben bringt den Vorteil, beispielsweise auf nationaler Ebene bezüglich allgemeiner Richtlinien, mitreden zu können. Man kann als Exempel die aktuelle Diskussion über eine mögliche Verlängerung der Studiendauer für die Lehrpersonen der Primarschule aufführen. Die PH-VS hat sich seit langer Zeit gegen eine Studiumsverlängerung positioniert und sie ist damit in voller Harmonie mit der Strategie des Departementes. Das heutige Modell hat vor 15 Jahren die Länge der Ausbildung bereits deutlich verlängert. Das Modell mit einer Bachelorausbildung hat sich bewährt. Das Wissen und die Kompetenzen der Lehrpersonen müssen aber in einer long live Weiterbildung konstant verbessert und begleitet werden. 

Mit der Gesetzesmodifikation wurde ein gutes Gleichgewicht zwischen der Oberaufsicht des Staates, der Aufsichtspflicht des Departementes und der Handlungsfreiheit der PH-VS gefunden. Dies wird untermauert mittels der Arbeit der geplanten strategischen und pädagogischen Begleitkommissionen, in denen alle Partner gut vertreten sind. Sowohl der Chef der Dienstelle für Unterrichtswesen als auch der Vorsteher des Departements  und durch ihn der Staatsrat und die Direktion der PH-VS unterstützen dieses ausgewogene Projekt, das  der HEP-VS nach fast zwanzig Jahren ihres Bestehens ermöglichen wird, den Weg einer würdigen Hochschule zu gehen, ohne dabei den kantonalen Fokus zu verlieren.

Foto: Die Kommission für Erziehung, Bildung, Kultur und Sport (EBKS) mit dem Präsident Martin Loetscher (in der Mitte des Bildes) der Vizepräsidentin  Patricia Constantin und dem Berichterstatter Bruno Perroud hat dies Objekt behandelt. 

Kultani im Christ Roi
Sich in die gute Kondition versetzen

Lens (pac) November 2017: Nathalie Nanchen, Präsidentin von Kultani, kennt alle Geheimnisse des Christ Roi in Lens, denn sie wohnt unterhalb des berühmten Monumentes. Idealer Ort für einen geselligen Abend für die PH-VS Mitarbeitenden mit 3 physischen Schwierigkeitsgraden.

ChristRoiDie fittesten unter der Führung von Jérôme Nanchen und Lionel Saillen haben die lange Suone mehr als umlaufen. Andere waren bequemer auf dem majestätischen Grat, von wo der Blick wunderbar von Martinach bis Visp hinausreicht. Junge PH-VS Rentner wie Gérard Schroeter haben die fröhliche Kohorte der PH-VS besucht, um an diesem gemütlichen und sportlichen Abend teilzunehmen.

Foto: Isabel Voirol, Fabienne Romailler, Myriam Bouverat, Francine Fallenbacher, Lionel Saillen, Nathalie Nanchen, Patrice Clivaz, Jérôme Nanchen und David Voltolini.

Eine Delegation der PH-VS nimmt am CISA Kongress teil
Die Gutherzigkeit in der Erziehung begünstigen

Genf (pga-pac) November 2017: Innerhalb der PH-VS hat sich eine Forschungs- und  Bildungsmannschaft konstituiert, die sich mit dem Thema « Emotion, Lehre und Wohlbefinden »  beschäftigt. Die PH-VS Professoren Jean-Marc Gomez, Sylvie Richard, Philippe Gay und Nicolas Bressoud, Mitglieder dieser Mannschaft, haben vor kurzer Zeit am Kolloquium « learning, brain and emotions » teilgenommen. Es geht darum, die Emotionen gut miteinzubeziehen, seien es angenehme wie die Freude oder negative wie die Langeweile,  um im Unterricht und in der Lehre harmonische soziale Beziehungen in der Schule zu kreieren.

bienveillanceDie Tagung wurde vom Centre Interfacultaire en Sciences Affectives (CISA) der Universität Genf organisiert. Das Kolloquium wurde von David Sander eingeführt und internationale Experten wie Reinhard Pekrun, Francisco Pons, Paul Howard-Jones, Marciel Hernàndez, Swann Pichon, Mary Helen Immordiono-Yang referierten.  Die verschiedenen Expertengruppen in Erziehungswissenschaft, Neurowissenschaft, positiver Psychologie oder Psychologie der Entwicklung verglichen ihre Standpunkte. Das Team der PH-VS macht sich bereit, intern die Resultate vorzustellen. Das Quartett der PH-VS profiliert sich mit einem Projekt, das die Gutherzigkeit in der Erziehung und den Optimismus der Lehrpersonen analysiert. Die Grundidee ist eine Arbeit über das Wohlfühlen der Lehrpersonen, die erlaubt, die Ressourcen von jedem Lernenden zu valorisieren.

Foto : Jean-Marc Gomez, Sylvie Richard, Philippe Gay und Nicolas Bressoud.

Mittagszeit der Forschung an der PH-VS
La multiplication comme une suite d’additions

St-Maurice (pac) octobre 2017 : Sous l’instigation de plusieurs professeurs et responsables de filière, la HEP-VS a lancé les « midis de la recherche ». A tour, les professeurs HEP-VS présentent à leurs collègues et aux étudiants un aspect choisi de leur spécialisation. Ismail Mili est le premier qui s’est lancé dans ce passionnant exercice, suivi par Zoe Moody et Lirija Namani.

MidiRechercheLe jeune professeur de mathématiques a su séduire son auditoire.  Sur le temps de midi, de façon très interactive et informelle, la réflexion qu’il a proposée a vogué de la recherche des éléments neutres de la multiplication à la fixation des bonnes définitions qui permettent de cerner un concept suffisamment généralisateur. La dizaine de collègues présents a pu constater que des définitions mathématiques usuellement reconnues étaient souvent lacunaires. Le 6 novembre Zoe Moody et Lirija Namani ont présenté la recherche-action "Grandir en paix" dans le cadre des Approches interculturelles et éducation aux droits de l’enfant.

Photo : Ismail Mili face à ses collègues.

Die PH-VS macht die «Brisolée »

St-Maurice (pac) Oktober 2017: Nichts hält die Kreativität der Studierenden der PH-VS auf. Die wunderschönen Herbsttage in St-Maurice haben zahlreiche Studierende motiviert, Kastanien im PH-VS Garten schön warm vorzubereiten.

brisolee

Foto : Die Studierenden der PH-VS um ihren Kastanienofen.

Medientag der Pädagogischen Hochschule Wallis in Sitten
Cybermobbing und Happy slapping

Sitten (dze-cor) Oktober 2017: Am 16. Oktober trafen sich die Studierenden des 5. Semesters und alle interessierten Mitarbeiter der PH Wallis zum Medientag in Sitten. Ziel des Tages war es das Verantwortungsbewusstsein der angehenden Lehrpersonen bei der Nutzung von neuen elektronischen Kommunikationsmitteln im Bereich der Schule zu fördern. Als Referenten wurden in diesem Jahr das Kompetenzzentrum Wallis, die Polizei und Pro Juventute eingeladen.

JourneeMedia2017OuvertureCORDie Aufgaben des Kompetenzzentrums Wallis wurden den Studierenden von Herrn Luca Confortola präsentiert. Er gab den Studierenden einen Einblick in die Strategie welche der Staat mit diesem Zentrum verfolgt und welche Hilfeleistungen den Lehrpersonen im Bereich digitale Bildung angeboten werden. Die Homepage www.ictvs.ch wird neu in beiden Kantonssprachen geführt. Viele interessante Tools für den Unterricht werden dort vorgestellt. Das Büro für „Information und Prävention“ der Walliser Kantonspolizei (Vertreten durch Stéphane Vourdoux und Zuber Christian) zeigte den Studierenden die Problematik der sozialen Medien auf. Themen wie „Sexting“, „Cybermobbing“ oder „Happy Slapping“ wurden thematisiert und an konkreten Beispielen veranschaulicht.

Handyverbot an Schulen
Ebenfalls erhielten die Studierenden einen Einblick in die verschiedenen Gesetzesartikel. Das Handyverbot an Schulen, die gesetzlichen Regelungen betreffend unerlaubten Dateien auf dem Smartphone und das Strafalter ab dem 10. Lebensjahr führten zu interessanten Diskussionen. Der Nachmittag stand unter der Leitung von Pro Juventute. Der Nutzen und die Gefahren der digitalen Medien in der Schule standen im Vordergrund. Die Studierenden erhielten einen Einblick in Statistiken (Mike und James Studie) zur Nutzung der digitalen Medien von Kindern und Jugendlichen,  welche Aufgaben die Lehrpersonen gegenüber den Eltern und den Schülern haben, welche Applikationen genutzt werden dürfen, wie die Medien richtig eingesetzt werden im Unterricht und viele weitere spannende Themen im Bereich der digitalen Bildung.

Foto: Corine Ramillon während der Präsentation

Jahreskonferenz der Fachberatung
Die konstituierte Körperschaft kreieren

Sierre (pac) Oktober 2017: Die Fachberatung ist ein grundlegender Teil der Dienstleitungen der PH-VS.  Sie garantiert zudem eine hochstehende Verbindung mit dem Terrain. Die Jahreskonferenz Anfang Oktober bewies, dass die PH-VS und die Dienststelle für Unterrichtswesen die gute Dosierung gefunden haben, um diese circa vierzig Lehrpersonen zu begleiten, welche gewissermassen im Stil eines KMUs arbeiten.

conf anim_ped_1In seiner Einführung hob Direktor Patrice Clivaz die Elemente hervor, die die Revision der Verordnung über die PH-VS gebracht hat: Die Rolle der Fachberatung wird dadurch bestärkt und geklärt. Er rief die Fachberaterinnen und Fachberater dazu auf, sich zu organisieren, um Delegierte für die Konferenz der konstituierten Körperschaften der PH-VS zu bestimmen.

Vom Aktionsplan bis zur Flexibilität für die Ausführung
Als kantonaler Verantwortlicher der Fachberatung an der PH-VS unterstrich Peter Summermatter die Bedeutung des Führungsinstrumentes « Aktionsplan ». Je nach den Dringlichkeiten des Departementes, soll aber dieser Plan flexibel bleiben. Ebenso Michel Beytrison wie Marcel Blumenthal, Adjunkte bei der Dienststelle für Unterrichtswesen, zeigten sich sehr erfreut darüber, dass das Wallis auf solch eine Equipe wie die Fachberatung zählen kann, die nicht in allen Kantonen existiert. Die gegenwärtige Einführung des Lehrplans 21 zeigt noch einmal die Wichtigkeit dieser starken Persönlichkeiten, die die Fachberater sind. Sie betreuen eine Fachdisziplin mit der Flexibilität eines kleinen Unternehmers. Unter der Führung von Samuel Fierz und Lisette Imhof, Verantwortliche für die Fachberatung respektiv fürs Unter- und Oberwallis, analysierten dann die Fachberaterinnen und Fachberater die Stärken und Schwächen ihrer Aktivitäten. Diese Überlegungen legten unter anderem den Finger auf die Herausforderungen im Rahmen der Erwachsenenbildung.

Foto : Samuel Fierz bei der Arbeit mit seinen Fachberaterinnen und Fachberatern.

Konferenz Baulet
Teilnehmende aus allen Horizonten

St-Maurice (pac) Oktober 2017: Die Montagskonferenzen an der PH-VS beginnen sich gut in der pädagogischen Landschaft zu etablieren. Mehr als dreissig Personen waren präsent, um Malick Baulet zu hören. Dieser Spezialist aus der Genfer Polizei sprach über die Verhandlungen mit schwierigen Personen.

conf BauletGott sei Dank ist die Welt des Unterrichtens nicht diejenige, in der der Krisenmanager Malik Baulet lebt. In seinen Schlussparolen zur Konferenz unterstrich aber PH-VS Direktor Patrice Clivaz, wie delikat gewisse Situationen des Lehrerberufes werden können. Als Spezialist für Notsituationen mit Terroristen und anderen Geiselnehmern zeigte Malick Baulet anhand der Theorie und einigen praktischen Beispielen viele Situationen, die er mit Hilfe solider Kenntnisse in der Kommunikationspsychologie lösen konnte. Er zog besonders mit seiner sehr treffenden Analyse über persönlichkeitsveränderndes Herdenverhalten die Aufmerksamkeit der Zuhörenden auf sich. Dabei stellte er dar, wie in allen menschlichen Beziehungen ein unvermeidlicher Anteil an Manipulationen vorkommt.

Foto: von l. nach r. Malick Baulet, Redner, Laurence Lonfat, Direktionsadjunktin der Schulen aus Martinach und PH-VS PLP, Aude Ogay-Fracheboud, Direktionsadjunktin der OS Martinach, Alain Maret, Direktor der OS Bagnes.