Ereignisse 2019

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An der PH-VS ist immer was los

Mittwoch.Forum im World Nature Forum
Expedition 2 Grad - Klimawandel mit Virtual Reality erleben.

Naters (est) November 2019: Das Mittwoch.Forum der PH Wallis am Standort Brig hat sich mittlerweile etabliert. Nach der Ausgabe zum Lehrmittel Wallis2030, wurde auch in der Novemberveranstaltung der Fokus auf Umweltthemen und den Fachbereich NMG gelegt. Die PH Wallis war am Mittwoch, 6. Nov. 2019 zu Gast im World Nature Forum (WNF) in Naters. Die Teilnehmenden erlebten dabei den Klimawandel auf virtuelle Art.

2 degreIm Zentrum des Mittwoch.Forums stand die Sonderausstellung «Expedition 2 Grad», welche es erlaubt, den Klimawandel mit Virtual Reality zu erleben. Ausgerüstet mit einer 3D-Brille begeben sich die Teilnehmenden auf die «Expedition 2 Grad». In einer virtuellen Welt rund um den Grossen Aletschgletscher erleben sie die Auswirkungen der Temperaturzunahme in der alpinen Umgebung auf interaktive und emotionale Art und Weise.

Andreas Linsbauer, Glaziologe an der Uni Freiburg, informierte über den Zustand der Gletscher auf globaler und schweizerischer Ebene und präsentierte dann das Konzept von «Expedition 2 Grad». Die Teilnehmenden konnten dann selber die virtuelle Zeitreise zum Aletschgletscher erleben. Zusätzlich standen auch die übrigen Exponate des WNF zur Verfügung. Die didaktischen Erfahrungen und Möglichkeiten zeigten Andreas Imhof (PH Graubünden) und Andrea Boltshauser (PH Wallis) in zwei Kurzvorträgen auf.

Ein Besuch des WNF mit Schulklassen wie auch mit der Familie lohnt sich allemal. Die Sonderausstellung Expedition 2 Grad gastiert noch bis Ende Feb. 2020 in Naters: https://www.jungfraualetsch.ch/de/2grad/.

Foto: «Expedition 2 Grad». Dieses Spezialprogramm stand beim Mittwoch.Forum im Zentrum..

Reflexive Praxis im Spital - nutzbar für die Schule?
«Conférence-débat» an der PH Wallis

St-Maurice (hba) Oktober 2019: Reflexive Praxis ist keine lehrspezifische Aktivität. Die Ärzte Niquille und Suppan von den Universitätskliniken in Genf präsentierten an der «conférence-débat» ihr Praxisanalyse-Modell, welches für die Weiterbildung und informelle Bildung im Bereich der Notfallmedizin nötig ist. Sie spannten den Bogen von der Notfallorganisation beim Empfang eines Anrufs an die Zentrale 144 bis hin zur Behandlung eines Patienten vor Ort oder im Spital.

conférence barrasDie Besonderheit der Notfallmedizin besteht darin, den Arzt ohne seine üblichen Anhaltspunkte aus dem Krankenhaus zu schicken und unter dem Notfalldruck lebensrettende Entscheidungen zu treffen. Bei seiner Tätigkeit innerhalb des Mobilen Notfall und -Wiederbelebungsdienstes (SMUR) kann der leitende Arzt auf einen interprofessionellen Ansatz (Anwesenheit verschiedener Notfallfachkräfte) zurückgreifen. Dies trägt zur Entwicklung der Fähigkeiten jedes einzelnen Hilfsakteurs während der kontinuierlichen Schulung und Intervention bei. Die an der Konferenz vorgestellten Beispiele zeigen die Notwendigkeit, schnell rechtliche (voraussichtliche Patientenanweisungen) und ethische (Fairness und Sinnhaftigkeit der Behandlung) Kenntnisse einzuholen und gleichzeitig relevante Informationen aus dem medizinischen Wissen und den in der Situation gesammelten Daten zu erhalten.

Die Innovation im Rahmen des Genfer SMUR besteht darin, die Patientenbesprechung zu nutzen, um eine Kultur der Praxisanalyse zu schaffen und die Entwicklung von Kompetenzen zu unterstützen. Zu diskutierende Themen sind bei der Analyse Erfolge ebenso wie teilweise schwerwiegende Fehler. Jede Intervention wird in der morgendlichen Teambesprechung präsentiert. Die Reflexion der Intervenierenden wird von den Oberärzten analysiert. Die Daten werden überprüft, geprüft und durch «Was wäre wenn»-Ansätze und alternative Szenarien hinterfragt. Die Praxisanalyse wird mit empirischen (Krankenhausuntersuchungen) und wissenschaftlichen (Forschung von klinischen Studien auf Referenzdatenbanken) Daten verglichen.

Die «conférence-débat» zeigte ein Beispiel für die Analyse institutionalisierter Praxis. Die Stärken des Genfermodells sind das interprofessionelle Umfeld, die systematische Vorgehensweise, die Umsetzung im Team und die Unterstützung der beruflichen Entwicklung der Mitarbeitenden. Das fachfremde Beispiel liefert dadurch durchaus mögliche Handlungsoptionen in der Praxisanalyse von Lehrpersonen.

Foto : v. l. n. r., Prof. Isabelle Truffer Moreau, PH-VS, Prof. Hervé Barras, PH-VS, Dr. Marc Niquille, HUG, Dr. Laurent Suppan, HUG und die Lehrbeauftragte Nathalie Blondel, Haute École de la Santé La Source.

Diplomfeier der Pädagogischen Hochschule Wallis
172 Bachelor und Master, um der Nachfrage gerecht zu werden

St-Maurice (pac) Okctober 2019: Das Westschweizer Fernsehen berichtete kürzlich zweimal aus Zermatt über den Schuljahresbeginn von zwei französischsprachigen Studentinnen der Pädagogischen Hochschule Wallis (PH-VS), die aufgrund eines lokalen Lehrermangels vor dem Ende ihres Studiums eingestellt wurden. Die Nachfrage nach Lehrpersonen steigt. Während die PH-VS im Vorjahr 144 Diplome verteilte, erhielten 2019 172 Personen einen Bachelor- oder Masterabschluss, was einer Steigerung von 19% entspricht. Als Hochschule muss die PH-VS ihren Mittelbau und den akademischen Nachwuchs weiterentwickeln. In seiner Rede begrüsste Direktor Patrice Clivaz deshalb die Teilnahme von 5 Walliserinnen am Masterstudiengang Fachdidaktik, welcher von der PH-VS gemeinsam mit anderen Hochschulen der Westschweiz getragen und durchgeführt wird. Christophe Darbellay gratulierte den Diplomierten und zeigte sich zuversichtlich für die institutionelle Akkreditierung.

étudiants primésNeben den 97 Bachelorabschlüssen für die Vorschul- und Primarstufe wurden 67 Masterabschlüsse und Diplome für die Sekundarschule und 8 Masterabschlüsse für die Heilpädagogik sowie rund fünfzig verschiedene Zertifikate für Praktikumslehrpersonen und andere Lehrgänge während der Diplomfeier verliehen, deren Hauptthema die Digitalisierung wa.

4 Schlüsselkompetenzen für eine Lehrperson
Basierend auf den jüngsten archäologischen Entdeckungen in St-Maurice verwendete Patrice Clivaz in seiner Rede die Spachtel als Metapher. Im Stile eines Archäologen müssen Lehrpersonen nach dem Besten in sich selbst und in jedem Schüler suchen. Des Weiteren benötigen Lehrpersonen in den Worten des Direktors die vier Schlüsselkompetenzen Kommunikations-, Kreativitäts-, Kooperations- und Kritikfähigkeit.
Die PH-VS wird bald mit neuen Rechtsgrundlagen beginnen, die ihr im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens mehr Organisationsfreiheit geben. Initiierte Projekte wie die Verbesserung der Gebäudekonstellation können die Funktionsweise und Sichtbarkeit der PH-VS nur verbessern. Verschiedene Kooperationen mit anderen PHs und Universitäten in der Westschweiz haben es in diesem Herbst ermöglicht, ein gemeinsames Ausbildungsprogramm einzurichten, welches es Lehrpersonen, die bereits über gewisse Erfahrung verfügen, ermöglicht, eine Fachdidaktik zu wählen, mit der Aussicht, in den Mittelbau der PH-VS und dann in den Lehrkörper einzusteigen. 

Estelle Rogivue, Mitglied des Schweizer Komitees
CDiesen Herbst beginnt die PH-VS nach einer langen Planungsphase ihre erste konkrete Arbeit mit der nationalen Akkreditierungsagentur AAQ. In diesem Zusammenhang ist die kritische Analyse der Studierenden, die zu den Bildungsangeboten der Institution befragt wurden, sehr wichtig. Im Namen der Studierenden erinnerte Estelle Rogivue, ehemalige Präsidentin der Studierendenvereinigung der PH-VS, an ihre wertvollen Erfahrungen im ersten Schweizer PH-Studierendenausschuss. Sie forderte ihre Kolleginnen und Kollegen auf allen Ebenen auf, sich dafür einzusetzen, dass die Beteiligungsrechte nicht nur ein Anliegen einiger weniger Idealisten bleiben.  Ihre Deutschkenntnisse zeugen vom Erfolg des PH-VS-Modells mit einem Sprachaufenthalt im anderen Teil des Kantons, den alle Studierenden des Bachelorstudiengangs absolvieren. Durch die deutliche Verbesserung der Sprachkompetenz während dem Studium konnten zwei französischsprachige Studentinnen Teil des innovativen Pilotprojektes «Partnerschulen im Oberwallis» werden. Im Projekt führen seit dem Schuljahresbeginn 16 Studierende des Bachelorstudiengangs als «Lehrpersonen in Ausbildung» jeweils zu zweit eine Klasse. Die Duos werden in diesem neu aufgebauten, letzten Ausbildungsjahr durch die PH-VS vor Ort in der Partnerschule und bei der akademischen Ausbildung an der Hochschule begleitet und unterstützt, womit eine enge Verbindung von Theorie und Praxis gewährleistet ist.
Der prominenteste Redner, Staatsrat Christophe Darbellay, zeigte sich zuversichtlich für die institutionelle Akkreditierung und schätzte das Engagement der PH-VS bei der Unterstützung von Lernenden mit besonderen Bedürfnissen mit beispielsweise dem Roboter Distanzia.

Foto : Die während der Diplomfeier prämierten Edith Carron, Estelle  Rogivue, Agnese El Jaoui und Romaine Montani mit Christophe Darbellay, Jean-Philippe Lonfat und Patrice Clivaz.

Gemeinsames Seminar der Universität Genf und der PH-VS
An der Quelle angesehener Forschungstätigkeiten

St-Maurice (pac) Oktober 2019: Auf Initiative von Bernard Wentzel, Professor an der PH-VS, fand kürzlich in St-Maurice in Anwesenheit einer prominenten Delegation der erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Genf, die sich mit ihren Walliser Kolleginnen und Kollegen austauschte, eine historische Premiere statt. Das Treffen endete mit einer öffentlichen Konferenz des ehemaligen Rektors der PH BEJUNE, Maurice Tardif, der inzwischen nach Quebec zurückgekehrt ist.

IMG 6708AKathrine Maleq von der Universität Genf (UniGE) stellte zunächst den Wert der sprachlichen Vielfalt in den Schulen vor. Ein weiterer Referent der UniGE, Thibaut Lauwerier, analysierte die Faktoren zur Verbesserung der Lernergebnisse im französischsprachigen Afrika. Carine Tripet Lièvre, Studiengangsleiterin an der PH-VS, blieb in Afrika südlich der Sahara mit ihrer Analyse der universellen Alphabetisierung in dieser Region und fokussierte sich dabei auf die Wichtigkeit lokaler Gegebenheiten und die dortige Implementierung internationaler Empfehlungen. Ein wesentliches Thema war auch «Referenzsrahmen». Maurice Tardif zeigte, was in Quebec diesbezüglich getan wird.

Die PHs nahe dem Terrain.
Bei der Vorstellung der Konferenz gratulierte PH-VS-Direktor Patrice Clivaz zunächst der Universität Genf zu den kürzlich erhaltenen Nobelpreisen und stellte fest, dass sich diese Auszeichnung indirekt auf die gesamte Schweizer Wissenschaftsgemeinde auswirkt, zu der die PH-VS gehört. Da einige der Publikationen von Maurice Tardif den Niedergang der öffentlichen Schulen in Quebec analysieren, wies Patrice Clivaz darauf hin, dass dies im Wallis, unter anderem durch das starke Engagement des Departementschefs Christophe Darbellay und die Qualität der PH-VS, nicht der Fall ist. Maurice Tardif präsentierte dann zusammen mit Cecilia Borges eine kanadische Studie über die Motivationen, die dazu führen, Lehrperson zu werden. Wie in der Schweiz überwiegt vor allem die Freude an einem Beruf mit zwischenmenschlichem Kontakt, auch wenn es im Argument der Freude an der Arbeit mit Kindern einen deutlichen Unterschied zwischen Frauen und Männern gibt. Die anschließende Debatte begann mit den unvermeidlichen Fragen nach dem Theorie-Praxis-Verhältnis, und Maurice Tardif stellte erfreut fest, dass Strukturen wie die der PH-VS im Gegensatz zu denen der rein universitären eine optimale Symbiose mit dem Terrain ermöglichen.

Foto : Abdeljalil Akkari, Maurice Tardif, Cecilia Borges, Patrice Clivaz und Bernard Wentzel.

Kolloquium des CAHR in Delémont
Den Spuren der Lehrpersonen folgen

Delémont (pac) September 2019: Alle 2 Jahre veranstaltet der Conseil académique des hautes écoles romandes chargées de formation (CAHR) einen Kongress. Die Ausgabe 2019 in Delémont handelte von der "Spur". Die PH-VS war mit einer Delegation von Forschenden anwesend, darunter der Oberwalliser Bernhard Rotzer, dessen Spuren bis nach Rom zurückreichen.

CAHRSpuren in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung geben Aufschluss über die berufliche Entwicklung der Studierenden und den Erwerb beruflicher Fähigkeiten (Reflexivität, Autonomie, Selbstregulierung, Selbstlernen usw.) sowie über Lernwege und -prozesse. Bei digitalen Applikationen wie dem elektronischen Portfolio, Diskussionsforen, Google Drive und vielen anderen ermöglichen die Spuren den Zugriff auf große Datenmengen. Die in der Unterrichtspraxis erzeugte Spur, je nach Art, ob digital oder nicht, kann sowohl in der Lehre als auch in der Forschung zu nützlichem oder nutzbarem Material werden.

Ein neues altes Schloss.
Im Jura nimmt die bewegte Geschichte einen prominenten Platz ein. Vor seinem Eintritt in die PH-VS war Bernhard Rotzer unter anderem Papstgardist, im Herzen der grossen Spuren der Geschichte Europas und der Welt. In seinem Workshop beschäftigte er sich mit dem stets heiklen Übergang zwischen religiöser Tatsache und Überzeugung. Caroline Rudaz Ebener analysierte die duale Ausbildung an der PH-VS und dem EHB, wobei sie diverse Unterschiede und Ähnlichkeiten in der Praxisbegleitung zwischen den beiden Schulen feststellte. Sandra Coppey-Granges untersuchte den Umgang mit einem Kreativitätstagebuch, welches zum Ziel hat, die Vorstellungen zum Ausdruck pädagogischer Kreativität im Berufsalltag zu verändern. Catherine Tobola Couchepin, Chloé Gabathuler und Valérie Michelet konzentrierten sich auf die sprachliche Verflechtung von Generika und Spezifika durch die didaktische Analyse von Spuren. Die abschliessende Keynote von Charles Heimberg, Professor an der Universität Genf, beleuchtete die Risiken grosser Manipulationen. Sein Beispiel dafür: Ein junges Schloss wird als sehr alt verkauft und erzeugt so eine historische Illusion.

Foto : Ein Teil der Walliser Delegation an der CAHR-Konferenz, von links nach rechts: Bernhard Rotzer, Bernard Wentzel, Sandra Coppey-Granges, Caroline Rudaz Ebener und Patrice Clivaz.

Innovativ führen - auch in der Schule

Naters (dhi) September 2019: Schulleiterinnen und Schulleiter sind die «CEO» der Schule. Sie initiieren Entwicklungen und schaffen ein Klima, das offen für Innovationen ist. An der 12. Interkantonalen Tagung für Schulleiterinnen und Schulleiter von Bern, Freiburg und dem Oberwallis(IKAS) erhielten sie Anregungen von erfahrenen Persönlichkeiten, u.a. von Andy Abgottspon, Internetunternehmer aus dem Wallis. Über 150 Schulleiterinnen und Schulleiter bildeten sich in Naters weiter.

 DSC3511An der 12. Interkantonalen Tagung für Schulleiterinnen und Schulleiter (IKAS), nutzten über 150 von ihnen die Gelegenheit, sich intensiv mit grundsätzlichen Fragen der Führung auseinander zu setzen. Expertinnen und Experten aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft referierten am 6./7. September 2019 zu «Innovativ führen - erfolgreich handeln». Unter ihnen die Walliser Serge Imboden, Dozent an der HESSO und der Internetunternehmer Andy Abgottspon, sowie die Zukunftsexpertin Tina Teuscher aus Deutschland.

Veränderungen gehören heute einfach dazu
Tina Teuscher, Beraterin für Nachhaltigkeit und Corporate, machte Lust aufs Umdenken und suchte Antworten auf die Frage: «Wie ermöglicht innovative Führung eine gemeinsame Entwicklung?» Sie interessierte sich dafür, was heute – in Zeiten rasanter Veränderungen – ein Kollektiv zusammenhält. Peter Zurkirchen, Organisationsentwickler, zeigte auf, wie sich Schulen dauerhaft fit machen für Innovationen und was agile Führung im digitalen Zeitalter auszeichnet. Nebst sechs Referaten standen sieben Ateliers auf dem Programm. In diesen ging es darum, sich – nach einem Input – in kleinen Gruppen intensiv auszutauschen. Z.B. zu Techniken zur Entwicklung neuer Ideen. Oder zur Bedeutung von Agilität in der Schulführung. Im Abschlussreferat erzählte der Walliser Internetunternehmer Andy Abgottspon mit einer ernsten Prise Humor von «Goldfischen und A-Playern». 

Erfolgreiche und langjährige Kooperation von drei PHsIDie IKAS fand 2019 zum 12. Mal statt. Seit der Gründung brachte die IKAS über 1600 Schulleiterinnen und Schulleiter zusammen. Getragen wird die IKAS jeweils in Partnerschaft mit der PHBern, der PH Freiburg und der PH Wallis. Für die diesjährige Organisation und Durchführung im Wallis war die PH-VS massgeblich verantwortlich.

Foto: Das OK der IKAS-Tagung 2019 von links nach rechts: Peter Summermatter (PH-VS), Efrem Kuonen (PH-VS), Gottfried Hodel (PHBern), Priska Hellmüller (PHBern), Esther Fontanellaz (PHBern), Manfred Kuonen (PHBern), Anita Brauchli (PH-FR), Michael Piek (PH-FR).

2. Tag der Westschweizer Didaktiker «Geistes- und Sozialwissenschaften» (GSW)
GSW für die «Generation Z» gestalten

Brig (dhi-ajo), September 2019: Nach dem Erfolg der 1. Konferenz der Westschweizer Didaktiker der Geistes- und Sozialwissenschaften (GSW), die letztes Jahr an der PH Waadt in Lausanne stattgefunden hat, hatte die PH-VS die Ehre, die 2. Konferenz durchzuführen. Didaktikerinnen und Didaktiker sowie ein breites Publikum trafen auf Referierende aus dem Bereich des «E-learning», der pädagogischen Innovation und der Mikrotechnologie, um das Thema «Schule und die Generation Z» zu vertiefen.

SHS

Die Konferenz, organisiert von Amalia Terzidis, Dozentin und Lehrbeauftragte an der PH-VS und Anita Jovanovska, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der PH-VS, hat alle Teilnehmenden begeistert. Sie konnten anregenden Konferenzen folgen, virtuellen Unterricht in Geschichte ausprobieren und an einem mitreissenden pädagogischen mini-«Hackaton», von Hervé Barras und Isabelle Capron Puozzo geleitet, teilnehmen. Am abschliessenden runden Tisch, moderiert von Fabio Di Giacomo, Adjunkt der Direktion, sind die Teilnehmenden zum Schluss gekommen, dass die nach 1995 Geborenen – die sogenannte «Generation Z» - eigene Denkrichtungen und Merkmale innehaben, die sie in grossem Masse von den vorhergehenden Generationen unterscheiden.

Die «Z» in den «Elfenbeinturm» eintreten lassen
Anne-Dominique Salamin, Dozentin an der HESSO und Leiterin des Cyberlearn-Zentrums am Technopol in Siders, hat in ihrem Beitrag die Generation Z definiert, die sogenannten «digital natives», die in der digitalen Welt aufgewachsen sind. Sie hat eine angepasste Pädagogik vorgeschlagen, mit welcher die aus der Sicht der «Z» träge, vertikal und analog ausgerichtete Bildungsinstitution der «Generation Z» begegnen sollte. Das Bild vom schwer zugänglichen, im «Elfenbeinturm» aufbewahrten Wissen, muss im digitalen Zeitalter auch im Bereich der Schule angepasst werden.

Von der Schultafel hin zur Digitalisierung
Eric Sanchez, Dozent für Erziehungswissenschaften und Leiter des Labors für pädagogische Innovation an der Uni Fribourg hat die Anwesenden mit dem Konzept des Lernens durch spielen bekannt gemacht. Digitale Spiele, welche z.B. in einem Museum durchgeführt werden können und auf didaktischen Theorien gründen, seien eine vielversprechende Methode, um die Generation für das Lernen zu begeistern. Lyonel Kaufmann, Dozent an der PH-VD und Didaktik-Beauftragter für Geschichte und Staatskunde hat u.a. vom Projekt «digitale Bildung» des Departements für Bildung, Jugend und Kultur des Kantons Waadt gesprochen, welches auf drei Säulen basiert: Informatikwissenschaft, Anwendung von digitalen Werkzeugen in der Bildung und Medienbildung. Alain Crevoisier, Mikrotechnik-Ingenieur und Gründer von «Future Instruments», stellt sich innovative digitale Werkzeuge im Unterricht für die Zukunft vor, weil der Frontalunterricht mit einer Wandtafel für die Generation Z nicht mehr geeignet sei. Allerdings betonte er, dass die digitalen Technologien nur Werkzeuge sind, welche den Unterrichtsstil der Lehrperson unterstützen.

Foto: von rechts nach links Patrice Clivaz, Direktor PH-VS, Fabio Di Giacomo, Direktionsadjunkt PH-VS, Lyonel Kaufmann, Referent, Amalia Terzidis, Organisatorin, Eric Sanchez, Referent, Anne-Dominique Salamin, Referentin und Alain Crevoisier, Referent.

Die Suerte an der PH-VS
Eine neues, geselliges Format

St-Maurice (pac) September 2019: Das neue Studierendenkomitee unter Präsidentin Amélie Cassaz ist innovativ. Auf Anregung von Erih Ahmetaj, einem Mitglied des Ausschusses, wurde ein neuer Anlass lanciert, die Suerte.

IMG 6702ADie Despedida im Juni hat seit langem eine hohe Tradition. Die Inverna feiert das Ende des Herbstsemesters . Mit der Suerte – ein Name mit wohlklingenden Konsonanten – wurde der Herbstbeginn in den Gärten der PH in St-Maurice bei einem Aperitif von Studierenen und Dozierenden gefeiert. Der Anlass zeigte ein etwas atypisches Bild der PH-VS: Die Frau Präsidentin mit einer Mehrheit von Herren auf einem Foto.

Foto : Von links nach rechts: Patrice Clivaz, Arnaud Robyr, Amélie Cassaz, Lionel Saillen, Olivier Bucher und Federico Fait.

Woche Technik und Gesellschaft
Lehrpersonen im Zentrum der Technik

Chippis (pac) September 2019: Die Woche "Technik und Gesellschaft" ist ein wesentlicher Bestandteil der PH-VS-Ausbildung. Alle Studierenden kommen so in direkten Kontakt mit der "High Tech", denn gerade in der Primarschule werden die Ingenieure und Erfinderinnen von morgen geboren.

IMG 6697Organisiert von Sylvia Mueller und ihrem Team, dreht sich diese Woche um den Technopole von Sierre-Siders. Konferenzen und praktische Übungen folgten einander und ermöglichten das Treffen mit MINT-Profis. In unserer zunehmend technologisch geprägten Gesellschaft wurden Themen wie Bildbearbeitung, Robotik im Alltag, die Förderung von Frauen in Ingenieurberufen, der Alltag eines Start-ups oder die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Technologien diskutiert und veranschaulicht.

Foto : Caroline Rudaz, Co-Leiterin des Studiengangs Primarschule und Patrice Clivaz, Direktor der PH-VS, mit einigen Studierenden aus der Woche Technik und Gesellschaft.

Vice versa an der Despedida
Atemlos durch die Nacht in St-Léonard

St-Léonard (pac) Juli 2019: Der Austausch zwischen Studierenden und Dozierenden ist ein wichtiges Anliegen der PH Wallis.  Im alljährlichen Abschlussfeier "Despedida" finden Dozierende und Studierende einen einzigen Platz für priviligierte Kontakte. Manon Rey und ihr Team wählten St-Léonard für einen Abend "vice versa".

IMG 6294Jedes Jahr organisiert das Studierendenkomitee einen festlichen Abend, um das Semester gebührend abzuschliessen. Die Präsidentin des Komitees, Estelle Rogivue sowie Manon Rey führten als Verantwortliche für die Despedida exzellent durch den Abend. Im musikalischen Weitteifern zeigte sich bald einmal, dass sich die Dozierenden – auch trotz Renée Sandmeiers besonderem Gespür für Helene Fischer mit ihrem weitbekannten Lied "Atemlos durch die Nacht" – nicht gegen die Studierenden behaupten konnten. Insbesondere bei den aktuellen Schlagern konnten diese mit ihren Kenntnissen punkten.

Foto: Patrice Clivaz und Fabio Di Giacomo mit dem Organisationsteam.